"Versuche, wenn du das Pferd
in irgendeiner Weise bedienst,

zu erfühlen, wie du auf es einwirkst,

und was es dann von dir will.

Wenn du zunächst auf seinen Willen

einschwenkst, wird es später auch

auf deinen Willen einschwenken!"
(Prof. Paul Tholey)

Wie / wieso bin ich zu dir gekommen?

Ich bin zu Dir gekommen, weil ich ein Pferd kennen gelernt habe, von dem ich von Anfang an wußte, dass ich alleine nicht hin bekomme. Du hast bei uns auf dem Hofgut Liederbach Unterricht gegeben und wir haben vor ca. 6,5 Jahren angefangen miteinander zu trainieren. Da Lasse anfangs gar nichts gemacht hat, sah dass „Training“ so aus, dass wir zusammen in der Hallenmitte standen und uns unterhalten haben…. Bis es dann Schritt für Schritt in ein bißchen Bewegung übergegangen ist… aus dem dann immer ein bißchen mehr Bewegung geworden ist.

Was waren Probleme mit meinem Pferd?

Die Frage ist leicht zu beantworten, es gab NICHTS was funktioniert hat. Anfangs war es schon gut, wenn wir ohne Zwischenfälle die 20 m von der Box in die kleine Halle zurück gelegt haben.

Welche Ziele wollte ich mit meinem Pferd erreichen?

Mein Ziel war, ihn soweit wieder in ein Umfeld integrieren zu können, dass er nicht zum Schlachter muss…ich hatte keine Erwartungen und alles was wir erreicht haben, hat bei weitem das übertroffen, was ich mir jemals hätte vorstellen können…

Wie lange kenne ich dich schon / arbeiten wir schon zusammen?

Ich kenne Dich seit 6,5 Jahren und so lange trainieren wir auch schon zusammen.

Wie hat sich das Verhältnis zu meinem Pferd verändert?

Verändert hat sich alles!!!! Mein Leben :-), mein Pferd…. es war ein Weg von „wir können nicht führen“ bis „ich kann reiten“.

Wie hat sich meine Sicht zum Training eines Pferdes verändert?

Es hat sich nicht nur mein Verhältnis zu diesem Pferd geändert. Es hat sich grundsätzlich mein Verhältnis zu Pferden verändert. Ich bin davon überzeugt, dass durch Motivation und Partnerschaft jedes Pferd alles lernen kann. Es ist nie eine Frage des „ob“, es ist nur eine Frage, wie lange es dauert und was man selber bereit ist einzubringen.

Abgesehen von dem psychologischen Aspekt des Trainings hast du mir die Augen dafür geöffnet, was aus biomechanischer Sicht nötig möglich ist. Bei fast allen Trainern, bei denen an zusieht, vermisse ich ein Konzept und ein Trainingsziel.