"Versuche, wenn du das Pferd
in irgendeiner Weise bedienst,

zu erfühlen, wie du auf es einwirkst,

und was es dann von dir will.

Wenn du zunächst auf seinen Willen

einschwenkst, wird es später auch

auf deinen Willen einschwenken!"
(Prof. Paul Tholey)

Mo 18.01.2016

Der Tag hat mit Pilates begonnen – Trainerin Heidi aus Island haben wir ganz gut überlebt ;-)! Man weiß ja nie so richtig, was einen erwartet, aber ich war von meinem Pilates-Fitness-Zustand positiv überrascht – ich verdanke das sicher auch Gisela vom movation und dem Reiter-Yoga :-)!

Kathy war heute den letzten Tag da, aber leider war der Playground immer noch so nass, dass wir dort nicht wirklich reiten konnten – also haben wir nochmal einen kleinen Ausflug zu Pats Barn gemacht. And what a different horse Patrick was! Stehen und auf die anderen warten, in der Mitte der Gruppe und hinter der Gruppe im Schritt gehen, anhalten und die Gruppe vorgehen lassen, alles kein Thema. Sehr relaxed sind wir bei Pat angekommen. Heute waren lebendige Kühe unterwegs, die Sorte mit Hörnern. Von den anderen Pferden haben ein paar geguckt, Patrick hat hingeschaut aber war nicht beeindruckt.

Wir sind alle zusammen auf Pats große Koppel geritten, das war schon etwas spannender, wegen der vielen anderen Pferde, die teilweise kamen und mal schauen wollten. Meine Verteidigung unserer gemeinsamen persönlichen Zone mit der Gerte hat er erstmal mißverstanden - dann fand er's glaube ich ganz gut.

Zuerst haben wir die Startboxen inspiziert, dann sind wir auf den Tracks (Wegen) geritten, die durch die Weide gezogen sind. Alles gut. Dann sollte jeder in der Richtung und Geschwindigkeit reiten, die er wollte, plus noch ein paar Leute von Pat auf den Tracks. Auch das kein Thema!

….bis uns irgendwann ein Quarter in Endgeschwindigkeit entgegen kam. Da hatten wir einen kurzen aber heftigen Energieschub mit einem Roll-back und bocken und losrennen wollen -  da ich aber inzwischen („Own the hindquarters!“) der Besitzer des HH-Weichens bin, sind wir einfach nur ein paarmal auf der Stelle gedreht, bis es soweit wieder gut war. Um ihn wieder zu fokussieren habe ich dann touch-it gespielt – da nichts anderes vor Ort war, mussten die Kühe aus Metall herhalten (alles artificial hier ;-)). Immerhin fand er die so interessant, dass er darüber seine Aufgeregtheit vergessen hat.

Unsere Linda-Übung für heute: backup off the seat - zuerst war er ziemlich jerky on the reins, aber wir sind einfach so lange weiter rückwärts geritten, bis es leicht und fein und weich war. Wir sprechen hier übrigens natürlich, wie auch am Boden, nicht von 2-4 Schritten sondern eher 22-44! Patrick kann so dolle "sitzen" beim rückwärts gehen, dass die Schwitzstelle unter dem Sattel eine Handbreit dahinter raus ragt, nicht schlecht! Kathy fragte, ob es sich so anfühlt, als ob er möglicherweise steigen könnte - ja das tut es! Er hat es auch manchmal überlegt, aber nicht getan (BEziehung!) - good boy! Auch der Rückweg zum Stall war absolut streßfrei.

Wir hatten dann eine Pause und ich bin nachmittags nochmal zur Ranch zurück gefahren, weil Mette kam, um Linda mit Jazz eine Stunde  zu geben. Zuerst ist Linda geritten und Mette hat ihr mit Versammlung weiter geholfen. Themen waren „shorten the body w/o shortening only the neck“  und „talk to/lift the shoulders”. Später ist Mette zum Thema Verstärkungen vorgeritten und hat das kommentiert. Beides war sehr interessant, weil Jazz seinem Namen entsprechend schon ziemlich Hot ist.

Abends war ich mit Ralph und Jae noch Chinesisch Essen, im Yummy House. In Florida muss man – wegen des hohen Altersdurchschnitts abends FRÜH essen gehen – manche Restaurants haben in der Tat  nur bis 21h geöffnet! Die Supermärkte schließen hier auch um 22h!

Nach dem Essen waren wir noch nebenan, sozusagen in einem Toys’R’Us für Hunde. Das ist einfach so krass hier, es gibt von Windeln für Hunde bis zum kompletten Anzieh-Outfit ALLES, was man sich nicht vorstellen möchte! Ich enthalte mich jeden weiteren Kommentars.