"Versuche, wenn du das Pferd
in irgendeiner Weise bedienst,

zu erfühlen, wie du auf es einwirkst,

und was es dann von dir will.

Wenn du zunächst auf seinen Willen

einschwenkst, wird es später auch

auf deinen Willen einschwenken!"
(Prof. Paul Tholey)

Mo 11.01.2016

Heute Morgen musste ich mein Auto kratzen – Eis :-( - bbrrrrrr! Patrick hat schon auf mich gewartet und war froh, dass ich ihn zu seinem Heu-Frühstück bringe ;-).

Als Linda kam, haben wir mit den Goal-Boards den Tag begonnen – ein bisschen kamen wir vom hundertsten ins tausende und ruckzuck war es 11:30h – ups!

Mein Thema für heute „how can I make my horse feel successfull”. Mein Ziel: besseres “freely forwards” im Sattel. Da die Pferde den ganzen morgen im Stall waren, wollte ich mein Warm-up im Schritt gestalten. Ich habe also direkt mit Reiten begonnen, runter zum Playground. Dort gings los: der Weg “destinations for motivation”= ein Ziel haben zu dem wir gehen und kurze Distanzen. Von Baum, zu Baum, zum Zaun, zum Podest, zur Brücke, zur Wippe, etc. pp. Immer wenn wir „am Ziel“ angekommen sind, lots of good boys – auch wenn er‘s gar nicht verdient hat, und dort stehen und warten. Dann rückwärts und seitwärts „ausparken“ und zum nächsten „Ziel“.

Je mehr Fokus ich auf das Rumstehen am Ziel gelegt habe, desto schneller war das für den extrovertierten Patrick deutlich zu wenig Bewegung und er wollte weiter – was auch für mehr vorwärts gesorgt hat – hmmm how interesting. Das ging schnell!

Ich wollte gern zusehen, wie Linda und Marion mit Jazz an einem kürzeren Rahmen gearbeitet haben und bin in die Arena geritten. Da er hier immer gern wieder raus will, wollte ich hier heute „nichts“ von ihm, außer in der Mitte zu stehen und uns so zu drehen, dass ich die beiden anderen sehen kann. Wow, hier drin gingen beim Rumstehen die Emotionen hoch, drehen wie ein Brummkreisel, stumpen gegen den Zügel (den ich ihm immer komplett gegeben habe – aber ihm nicht erlaubt los zu gehen), exzessives Graben mit der VH - Himmel, das hat Patrick ECHT genervt.

Es war ziemlich schwierig den anderen beiden zuzusehen, während ich hier alle Hände voll zu tun hatte, nichts zu tun ;-). Irgendwann habe ich beschlossen es einfacher zu machen, und sehr kurze Strecken vorwärts zu erlauben und dann wieder an einem Punkt zu stehen. Es hat bestimmt 20 Minuten gedauert, bis er zum ersten Mal wirklich kurz still gestanden und ausgeatmet hat. Dann bin ich abgestiegen, Bügel hoch, Sattelgurt locker, Trense aus (Knotenhalfter war noch drunter) und habe ihn raus geführt.

Patrick sind fast die Augen aus dem Kopf geflogen „REALLY? You mean, this was IT?“ Großes Ausatmen immer wieder, ab und zu hat er mal gegrast aber immer wieder aufgehört und sich zu mir gestellt (während ich den anderen weiter zugesehen habe), richtig krass fand er das!

Als alle fertig waren, habe ich ihn zum Stall zurück und zur Koppel geführt. Bin gespannt, was sich dadurch ändert.