Do 07.01.2016

Glückstag: Progress! Dem kompletten Morgen habe ich mit Home-Studies am Computer verbracht – für 14h waren wir in Lindas Barn verabredet. Ich war eine Stunde vorher da und Patrick hat mich heute schon erwartet und kam freudig zum Tor. Obwohl es gestern nicht danach aussah, als ob er mit der neuen Situation happy war, scheint es doch so gewesen zu sein!

Ich hatte Calm, ich habe gestern offensichtlich in Responsive Punkte gemacht – und deutlich mehr Connected bekommen – sehr cool! Ich parke ihn mit Heu in seiner Box und putze ihn gründlich, darauf konnte er bis jetzt immer verzichten, heute scheint er es ok zu finden.

Zwischendurch bekomme ich eine Nachricht von Linda „They are running late this morning, but we will still start with you and Patrick at 2pm in the barn.“ Cool, ich bin bereit.

Als Linda kommt besprechen wir meine Gedanken und Erkenntnisse seit gestern und los geht’s, zu erst wieder OL. YoYo sehr gut, VH und HH weichen ebenso, beides Driving und Procupine! Fertig damit nach 2 Minuten! Seitwärts – oh la la la, nein, das ist schwierig. Im Porcupine no way - Linda versucht es auch, aber „because he has a lot of trouble with this“ entscheidet sie am Zaun entlang und zurück zum Driving zu gehen. Wir gehen in ruhigen aber energischen Schritten auf ihn zu und bewegen rhythmisch den Stick – so hat er eine Chance hat nicht getroffen zu werden. Erstmal geht Patrick wieder in den „resist“ Modus, Kopf hoch, Schlauchgeräusche, dolles Prusten. Aber von Mal zu Mal wird es besser – lots of "good boy"s!

Linda sagt: „I think he is ready to ride now.” Jip! Also sattle ich frei stehend in der Stallgasse – er steht und bewegt sich nicht. Heute nimmt er sogar die Trense, bevor ich danach frage! Das Stehen zum Aufsteigen müssen wir noch 2-3 mal diskutieren, aber nicht mehr so nachhaltig.

Ich reite ihn runter zum Playground, wo Lindas komplette Pferde-Gang uns schon erwartet ;-). Wir gehen in die Fenced Arena, und sperren die anderen aus, die draußen daraufhin ihr Unwesen treiben – Fässer umher schubsen, Seile abhängen, etc. pp.! Was tut man nicht alles für Aufmerksamkeit!

Ich checke lateral flexion – gut, indirekt rein und HH weichen, ok, direct rein und VH weichen, auch ok! Also dasselbe aus der Bewegung, geht auch alles.

In der Session mit Janice habe ich gelernt: If you need to put on more pressure, it needs to come slow and dull, so the horse can understand. You can get very firm, as long as you stay mentally and physically loose – it’s not personal to you OR the horse. If it gets fast, sharp or you get tight the horse an get afraid or defensive.

Deshalb habe ich meine Gerte gegen einen Kinderstick getauscht! Denn nun geht es um „freely forwards“. Engage your seat, bring up your energy, support with the stick if you need. Ich tappe Patrick zunächst hinter meinen Schenkel, was mäßigen Erfolg hat. Linda sagt, ich soll lieber seine Schulter tappen, was deutlich deutlich besser zum Erfolg führt! Wichtig auch, dass zwischen den Taps 3 sec Zeit liegen – that gives them time to think. In der Tat! Relativ bald, brauche ich gar nicht mehr tappen und wir traben ziemlich gut vorwärts. Jetzt läßt er langsam den Hals fallen und ich habe auch Abschnauben.

Ich frage außerdem nach rückwärts und seitwärts an der Bande entlang. Erwartungsgemäß ist seitwärts schwierig, aber geht mit der Zeit besser, und interestingly enough verbessern beide Dinge mein Vorwärts!

An diesem Punkt in unserer Session kommt Patricks Besitzerin Sue vorbei und schaut zu, gutes Timing. Ich frage wie lange sie ihn schon hat, und woher er vorher kam, und Sue erzählt noch ein paar interessante Details – nicht bevor sie Linda gefragt hat, ob sie‘s mir wirklich erzählen soll…. ;-)

Ich frage Patrick noch nach „downward transitions w/o reins“ – die sind gar kein Problem und „ride the line“. Dabei tendiert er dazu in die Wendung zu fallen – Lindas advice: „bring his nose in front of his shoulder.“ Zum Abschluß galoppiere ich ihn noch ein paar Runden im leichten Sitz – das ist allerdings noch weit entfernt von vorwärts (besonders wenn man es mit Rohan vergleicht ;-)) – aber wir wollen jetzt ja nicht zu kritisch werden.

Ich reite ihn allein zurück zum Stall, er wird nicht einmal langsamer! Heute habe ich ne ganze Menge Ranglistenpunkte bekommen - happy :-)!

Jetzt sind auch die anderen fertig mit der Konferenz und wir gehen nochmal zum Playground, wo Marion Jazz reitet und für Linda und uns beschreibt was sie tut und fühlt. Ich finde es immer interessant das gleiche Pferd unter unterschiedlichen Reitern zu sehen, besonders wenn beide das Pferd gut kennen. Jeder legt auf etwas anderes mehr Wert und reitet ja doch auch unterschiedlich.

Was beide natürlich gleich machen ist das Warm-up für ein RBI – was für die meisten Menschen wohl so ziemlich nach dem Gegenteil aussieht. Es besteht aus Schritt, Stehen bleiben und Warten und baut sich dann sehr langsam weiter aus. Wenn man das aber ordentlich macht, ist das Pferd in der Tat danach zu allem bereit :-)!