"Versuche, wenn du das Pferd
in irgendeiner Weise bedienst,

zu erfühlen, wie du auf es einwirkst,

und was es dann von dir will.

Wenn du zunächst auf seinen Willen

einschwenkst, wird es später auch

auf deinen Willen einschwenken!"
(Prof. Paul Tholey)

Sa 15.04.2017

Pony Party Tag auf der Ranch. Dh über 50 Teilnehmer bewältigen diverse Parcours und Aufgabenstellungen die auf dem Campus verteilt sind am Boden und oder im Sattel.

Ich war rechtzeitig da, um Na’Vi zu putzen und knapp 30 min auf dem Balancerider zu verbringen. Als Linda kommt, beginnt sie als Vorbereitung für morgen zunächst mit Trailerloading für Jazz, zuerst in den einen Anhänger mit Rampe, dann in den, mit dem wir morgen verreisen werden.

Zum Warmup coacht sie mich in einer Liberty Session mit Na’Vi im Roundpen, sehr cool! Wir satteln und reiten zum Playground.

An den diversen Stationen stehen oder reiten Helfer, die alle Hasenohren auf dem Kopf bzw. Helm tragen – spooky silhouettes :-). Viele prinzipiell gewohnte Dinge stehen außerdem an anderen Orten, auch das ist erst mal ein wenig Nüstern aufblähen wert, aber je länger wir umher wandern, desto relaxter werden die Pferde. Wir wandern eine große Runde über den Playground, schauen die diversen Stationen an, sprechen hier und da und kommen in einem großen Loop zum Ausgangspunkt zurück.

Dann beginnt unser Training. Mein Ziel heute, reins mean go, stretch und weniger Zähne klackern. Na’Vi ist ein Pferd der Extreme. Ich habe heute sofort klares vorwärts, zeitweise etwas „wild“ (mit dem dazu passenden Gesichtsausdruck ;-)) aber „manageable“, deshalb lasse ich es so, weil es grundsätzlich die richtige Idee ist. Da wir nicht kämpfen, hat sie dann schnell die Idee von stretch. Das erzeugt einiges an Abschnauben. Immer wieder big release, wir parken unter ein paar Bäumen. Dann beginne ich die Zügel zu nehmen und zu halten, was sofort zum klackern führt. Ich bleibe dran und nerve sie so lange, bis sie auch immer mal aufhört. Dann sofort „good girls“ und Pause. Nach einigen guten Versuchen höre ich auf und schaue Linda beim Rest ihres Rittes mit Jazz zu.

Nachdem wir im Stall zurück sind und die beiden Pferde geduscht haben, kommt Highland an die Reihe. Und da die beiden Trailer gerade da stehen, hat auch er eine Verlade-Session gebucht. Ein Trailer ist ein Seiteneinstieg mit Rampe, der andere der lange 4 Pferde Trailer mit Wohneinheit vorne dran und Türen hinten. Interessant zu sehen, dass die Rampe beiden Pferden mehr Probleme macht als keine zu haben. In beiden Trailern stehen die Pferde schräg zur Fahrtrichtung, was – wenn man den Platz dafür hat – für die Pferde die am einfachsten auszubalancierende Weise zum Fahren ist.   

Als Linda mit dem Gesamt-Ergebnis happy ist, bringen wir die Pferde zurück zur Koppel – Jazz war schon mal vor gegangen und grast am Wegesrand, aber kommt dann auch mit!

Jetzt heißt es duschen und packen, denn morgen fahren wir nach Wellington :-)! Ich werde jetzt noch nicht mehr verraten – Spannung, Spaß und Überraschung.

Es könnte allerdings sein, dass ihr jetzt ein paar Tage nichts von mir zu lesen bekommt, weil wir im Trailer wohnen werden, wo ich möglicherweise kein WLAN haben werde. In diesem Fall werdet ihr einfach ein paar Tage nach-lesen müssen, wenn wir wieder zurück sind.

Hasta la vista – i froi mi!