"Versuche, wenn du das Pferd
in irgendeiner Weise bedienst,

zu erfühlen, wie du auf es einwirkst,

und was es dann von dir will.

Wenn du zunächst auf seinen Willen

einschwenkst, wird es später auch

auf deinen Willen einschwenken!"
(Prof. Paul Tholey)

22.10.2010

Heute Morgen war ich mit Susan und ihrem Pferden auf der Parelli Ranch in Pats Barn. Ellie ging schon anfangs unseres Kurses (m.E.) nicht ganz klar, was sich mit zunehmender Belastung in eine Lahmheit verwandelte. Pats Schmied, Jim Crew (www.healthy-stride.com) sollte sehen, ob er helfen kann. Da alle Parellis heute schon auf dem Rendezvous in Jacksonville waren (wo wir morgen auch hinfahren) hatte Jim Zeit uns ausführlich alles zu erklären.

20101022_102204_Jim Crew Blog 20101022_102414_Jim Crew Blog

Ellies komplette rechte Seite (Schulter und Hüfte) waren deutlich tiefer als links, außerdem belastete sie die Außenseiten der Hinterfüße stärker als innen. Jim hat zunächst Ledershims untergelegt, bis sie gerade stand – schon das führte zu enormen Gähnen, Lecken und Kauen. Das Ganze wurde dann unter Eisen gebastelt und unter den Huf genagelt. Der Test im Roundpen ergab im Anschluss, eine Lahmheit war kaum noch erkennbar. Nachdem sie ca. zwei Stunden schon wieder bei Karen war, hat sie auf der Koppel auf einen Bock- und Rennflash bekommen und ihr neues Körpergefühl sichtlich genossen.

20101022_110136_Jim Crew Blog

Außerdem habe ich die abendliche Fütterungs-Zeremonie bei Karen mitbekommen – ebenfalls sehr eindrucksvoll. Alle Pferde leben in unterschiedlichen Herdenverbänden auf Koppeln zusammen. Heu steht  unter Dächern (als Schattenspender) immer zur Verfügung. Am Zaun entlang sind mit Panels Pens abgeteilt für die Kraftfutter-Fütterung.  Marj kam mit allen Futtereimern und sofort haben sich alle Pferde hinter einer Reihe Stangen aufgestellt und gewartet bis sie namentlich zum Vortreten aufgefordert wurden. Nach dem Anstupsen ihrer Hand mit der Pferdenase hat sie den jeweiligen Pen geöffnet und das Pferd hinein gelassen. Wer am meisten drängelt, muss am längsten warten – sie sagt es hat nicht mal eine Woche gedauert, bis die Pferde das verstanden hatten.