"Versuche, wenn du das Pferd
in irgendeiner Weise bedienst,

zu erfühlen, wie du auf es einwirkst,

und was es dann von dir will.

Wenn du zunächst auf seinen Willen

einschwenkst, wird es später auch

auf deinen Willen einschwenken!"
(Prof. Paul Tholey)

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

Geraderichtung für die Remonte

Bei der Ausbildung meines Jungpferdes Habino war ich stets bemüht, ihm alles erst vom Boden zu erklären, weil ich der Ansicht bin, dass die Pferde es so schneller verstehen und leichter umsetzen können. Ich denke dass dies ein wichtiger Beitrag zu feinem Reiten ist.

Als das Thema Geraderichtung immer größer auf unserem Trainingsplan wurde, bat ich deshalb Iris um Ideen. Die Methode die sie mir dann zeigte, wie ich mit dem Pferd und seinem Gleichgewicht spielen kann, hat meinem Pferd zu einem besseren Körpergefühl verholfen und mir dadurch das Reiten vereinfach. Bei der Arbeit an der Longe (Seil) kann ich mein Pferd nun immer wieder dazu anregen, sich zu Biegen und seine Balance in verschiedene Richtungen zu verändern. So kann ich ihm spielerisch neue Bewegungsmöglichkeiten aufzeigen und dadurch selbst eingeschliffene Bewegungsmuster verändern.

So konnte ich am langen Seil z.B. endlich Habinos Bewegungsmuster durchbrechen, in Galopp-Trab-Übergängen immer auf die Vorhand zu platschen. In gebogenen Übergängen blieb plötzlich der Widerrist oben und mein Pferd sah wunderschön aus. Unter dem Sattel war mir das zwar auch schon gelegentlich gelungen, aber nur mit viel Aufwand und ich empfand es als unharmonisch. Wenn wir es am Boden oft üben, weiß ich, dass er es auch bald unter dem Sattel spielerisch leicht anbieten wird.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                                   

 

 


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