Do 28.01.2016

Kein Regen heute Morgen, aber noch immer ziemlich nass. Trotzdem Patrick rein holen und Schlammkruste abkratzen während er Heu frisst. Als ich ihn endlich so weit wieder raus geputzt hatte, fing es wieder an zu regnen :-(!

Linda kam, und wir haben einfach mit einem sehr coolen Theorie und Q&As morgen begonnen.  Amy Bowers kam irgendwann noch mit dazu. Sie ist Pats Nichte inkl der ganzen Parelli Basis-Ausbildung und hat sich auf Vielseitigkeit spezialisiert.  Mit ihrer Stute Piper ist sie hier angekommen während wir in Wellington waren. Sie wird ein paar Monate bei und mit den O’Connors reiten und trainieren. How cool ist that?

Der Regen hat nur zwischen Sprühregen, mittlerem und starkem Regen gewechselt – no way we could ride. ABER stattdessen habe ich super kurzweilige und grandiose 4 Stunden damit verbracht mit Linda und Amy zu chatten und sie auszufragen. Ich bin nicht mal sicher, ob ich nicht sogar ein bissel froh über den Regen bin ;-)

Es ging unter anderem um:

-          expression (Ausdruck) – wie kann man es schaffen, dass das Pferd einen positiven Ausdruck behält, obwohl es schwierige oder anstrengende Dinge tut

-          wie muss man warm-up gestalten

-          wie wichtig sind die Grundbedürfnisse wie Safety, Comfort and Play – fühlt sich das Pferd safe bei und mit dem Trainer, ist es comfortable = weiß es wann es Dinge richtig macht, und behält bei allem der Reiter eine playful attitude – spielerische Einstellung und wird nicht ärgerlich auf das Pferd, sondern behält das Ziel im Blick

-          wie wichtig es ist, dass das Pferd die gleichen „drive“ wie man selbst hat, Ziele zu erreichen

-          inwiefern sowohl Über- als aus Unterforderung Streß für ein Pferd bedeuten

-          warum gibt es so viele Fesselträger u.ä. Verletzungen bei Sportpferden, wenn man im Vergleich sieht wie Pat seine vielen Pferde auf Turnierlevel trainiert und kein einziges eine solche Verletzung hat, obwohl sie auch mal Endgeschwindigkeit und über Stock und Stein gehen

Amy hatte eine sehr schöne Analogy indem sie sagt, sie betrachtet alles was sie mit dem Pferd tut als eine Konversation.  Sie fragt sich, habe ich dem Pferd alle Worte beigebracht, die es wissen muss. Wenn die Konversation schwierig wird, hilft es nicht, nichts zu sprechen. Aber kann ich auch aus schwierigen Gesprächen so heraus kommen, dass wir anschließend bessere Freunde sind als vorher.

Auch gut fand ich den Gedanken, wie häufig müssen wir z.B. etwas tun bevor wir wirklich wissen, WIE man es tut. Und wie häufig erwarten wir, dass das Pferd, das etwas schon mal gemacht hat, „das ja wohl jetzt kann“.

Auch sehr cool fand ich, dass Linda sagt „Do what they do, to feel how they feel!“, d.h. wenn das Pferd z.b. mit den Zähnen knirscht, macht sie es auch, um nachzuempfinden, wie man sich fühlt, wenn man sowas tut, was sie meist zur Ursache des Problems führt – in diesem Fall Frustration!

Wir haben noch ein sehr cooles Video zusammen gesehen, das die Überschrift „The Power of WAIT“ trägt. Es war eine Liberty Session mit Jazz, wo Linda eine Schülerin coacht, lange genug zu warten. Jazz geht anfangs mit angelegten Ohren (ein defensives „oh no“) auf dem Zirkel und sie schaffen es, dass er beginnt Fragen zu stellen, die Aufgabe zu verstehen, und sie gern und mit ganz anderem Ausdruck auszuführen. Noch während der Abschlußbesprechung gibt es super viel Gähnen, Schütteln  und dann legt sich Jazz in der Mitte des Roundpens auf den Boden, wälzt sich kurz und bleibt dann ganz relaxed liegen.

Als ich nach Hause kam, hatte Ralph gerade Pizza gemacht – jum! Der Nachmittag gehörte Home-Studies und Business-Calls – leider hat es konstant weiter geregnet. Heute Abend hatte ich nach wunderbarem Sakura Sushi noch eine sehr coole Hanna Somatics Behandlung mit Alissa. Muss jetzt dauernd gähnen – gute Nacht!