Sa 16.01.2016

Die kurze Form des Blogs von heute ist: VORWÄRTS!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! :-)))))))

Die ausführliche Variante ist folgende ;-):  Patrick hat wie immer schon auf mich gewartet, jetzt ruft er schon, wenn ich aus dem Auto steige. Er frisst Heu während ich sein Fell und Langhaar pflege, in guter Vorbereitung habe ich auch schon gesattelt.

Als Linda kommt und nach den Plänen für heute fragt, ist meine Antwort „progress – and prepare for tomorrow“ (Fortschritte machen und uns auf morgen vorbereiten). Morgen werde ich Patricks Besitzerin Sue eine Unterrichtsstunde geben, weil Linda leider den ganzen Tag im Business-Meeting stecken wird. Ihre Antwort war „ok, you know how to do that!“ ….. naja und wenn nicht, schreie ich einfach um Hilfe gell ;-)

Linda wollte noch Emails aus dem Barn WiFi versenden, weil ihres im Haus nicht funktioniert. (Internet ist hier auf dem Land überall ziemlich schleppend).

 Ich habe Patrick getrenst, kurz am Boden Weichen und vorwärts gefragt (check) und stand 1 min später am Aufsteigeblock. Weichen auf mich zu in drei Zügen, das Aufsteigen klappt SOFORT. Wir platzieren uns vor dem Stall und beginnen unseren Tag mit der ersten Übung: Stehen! Ich konnte sogar währenddessen Fotos machen und eins auf Facebook für euch hochladen, es gab NULL Diskussion darüber. Wir haben mind. 10 min relaxed gestanden und gewartet. Wenn das mal nicht schon gut los ging!

Linda, Ryan und ich sind zum Playground geritten, Linda wollte die Runde um den Playground galoppieren, Ryan und ich sind schon mal rein. Freely forwards im Schritt war quasi sofort da, ebenso wie ganz viel Abschnauen – so viel wie never before! Ich habe für das warmup meinen Sitz quasi auf dem Gaspedal gehalten und Patrick durfte bestimmen wo es hingeht, interessanter Ritt ;-).

Da es bis hier hin quasi nur grünes Licht gegeben hat, habe ich nur sehr kurz Trab am losen Zügel gefragt, ging auch und bin dann sofort zu „reins mean go“ (Zügel heißt vorwärts) übergegangen. Das ist ja nun schon einige Tage her, dass wir das zuletzt gemacht haben, aber ich würde sagen wir hatten nur eine sehr kleine „Erinnerungs-Diskussion“, dann ging es super! Zuerst habe ich die Zügel sofort wieder lang gelassen, wenn er vorwärts war, dann immer länger gehalten. Das war neu und hat natürlich nach einigen Metern dazu geführt, dass er kurz über Klemmen und langsam werden nachgedacht hat – etwas mehr Zügel nehmen und warten – darauf hat er die Entscheidung wieder für vorwärts getroffen, sehr cool!

Die ganze Zeit habe ich gedacht – wird sich das Ganze nur sehr graduell bessern, oder schaffe ich es irgendwann quasi diese zwei Raster Handbremse, die Patrick konstant angezogen hatte, auf einmal zu lösen. Ich war so überzeugt, wenn das klappt, dass er es cool findet. Was soll ich sagen, der Trab war vorwärts – also angaloppieren und klar, erst mal etwas klemmi, auch ein paar Mal ausfallen, aber dann YYYYYYYYYYYYYYYYYYYYYYYEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEYYYYYYYYYYYYYYYYYYYYY – „reins mean go“ – mehr Zügel nehmen, er klemmt, ich halte und warte – und LOS geht die Reise! Ich bin quasi volle Hake = schöne, grosse, lange Sprünge, ein Stück über den Playgound und in die Arena galoppiert – Ausatmen für Anhalten (denn mit dem Zügel funktioniert das ja nun nicht mehr) – und Linda sagt „now THAT looked different!“

An dieser Stelle höre ich direkt auf, denn besser geht es ja wohl nicht für heute!

Offensichtlich habe ich ein paar Dinge richtig gemacht  – ich freu mich. Und wieder bestätigt sich, dass man nicht am Problem, sondern an der Ursache arbeiten muss, um das Problem zu lösen! Was waren meine Erfolgs-Faktoren: Aufhören (zu Reiten) zum richtigen Zeitpunkt, genügend Zeit geben, um drüber nachzudenken,  an „rapport“ und „connection“ arbeiten ohne zu reiten (liberty) und in die Beziehung investieren (undemanded time)!

 Einziges Manko, dass wir jetzt noch haben, ist der „squeaky belly“ (Schlauchgeräusche). Am Anfang hatte Patrick die bei JEDER Bewegung, bei jedem Schritt – das wurde immer besser, aber die waren heute schon zeitweise noch da. Linda sagt, daran arbeiten wir nächste Woche! YES!

Ich steige ab und wollte ihn noch etwas grasen lassen, aber er erwartet ständig, dass ich ihm noch Fragen stelle – hat kein Interesse an Grasen – also gut – ich steige wieder auf, wir reiten zurück zum Stall und er kann in seiner Box Heu fressen. Das gefällt ihm :-).

Mit dem Golfcart fahre ich zurück zum Playground und habe sofort zwei Dachshunde auf dem Beifahrer-Sitz, die Squirrel-Patrol, mit fliegenden Ohren bereit zum Absprung, falls sich ein Hörnchen zeigen sollte – und der Rest von Lindas Gang (die Pferde) inspiziert den „Kofferraum“ nach Essbarem und hängt mit uns ab, während Linda und Ryan die zweiten Pferde reiten.  Die beiden reiten zunächst im „share the rein“, jeder hält dabei jeweils den einen Zügel des anderen Reiters. Es dauert ne Weile bis die Pferde sich einfinden, aber dann klappt es prima.

Später kommt Maureen noch dazu und Linda reitet zunächst ihr Pferd und coacht sie dann noch durch ein paar Sachen!