So 10.01.2016

Sorry, gestern hab ich irgendwas falsch gemacht, so dass mein Blog erst heute Nachmittag meiner Zeit für euch lesbar war – für euch abends ;-)!

Gerade eben lese ich, dass heute Sonntag ist, ich bin hier völlig zeitlos. Kathy kam heute Morgen wieder um mit uns zu reiten, und einige Instruktoren waren zum Zusehen da, was mit die Chance gegeben hat, jemand mein Telefon zu geben und ein paar Fotos und Videos von mir und Patrick zu bekommen. Erkenntnis des Tages: ich bin zu groß für ihn!

Patrick hat heute das große „Dagegen“-Schild dabei gehabt, ich habe konstant nicht mehr als 50% der Antwort bekommen, die ich erwartet habe, und er war nicht reaktiv, sondern einfach nur very resistant. Nein, damit bin ich nicht zufrieden, nein auch nicht, wenn sich erst mal nichts ändert. Wir haben einige Zeit am Boden verbracht, bevor wir ein besseres Ergebnis hatten ALS GESTERN. Zum Schluß haben wir Stick to me gespielt - Yoyo, d.h. mein erster Schritt sein erster Schritt, vorwärts und rückwärts. Als ich das hatte, sind wir zum Reiten über gegangen.

Aufsteigen wird langsam besser, aber danach, ging es gleich nochmal von vorne los. „Ich ignoriere dich und tue was ich will!“ Nur wenn man das spielt wie ein Spiel und sich nicht anfängt zu ärgern hat man eine Chance – auch heute konnte ich das „with a smile on my face“ länger aussitzen als er :-)! Das Gute: ich habe nicht mehr so viel Re-Aktion auf die Gerte, also kein Kopf schütteln und aufstampfen, heute auch nur ein kleines Bocken – ich verbuche das als Fortschritt! (Linda auch ;-))

Ich bin heute wieder zur Gerte zurück gekehrt, damit ich ihn überall damit nerven kann: geht nicht vorwärts auf meinen Sitz, tap auf die Schulter, 3 sec. warten (allows them to think), tap auf die andere Seite an die HH, 3 sec. warten, tap an den Hals – oh läuft gegen mein Bein, so viele taps hinter den Schenkel, bis er weicht - 3 sec. warten, tap ans Ohr – und YES, jetzt traben wir – „good boy“! Der Trab-tap war einmal am Ohr, einmal am Schweifansatz und einmal an der Fessel - ungewöhnlilche Stellen für vorwärts oder 8-)

Als ich endlich GO hatte, ging es auch vorwärts. Neue Strategie, da er ja immer gern langsamer werden möchte, ich erlaube ihm kürzere Tritte, und frage sogar danach, aber erlaube ihm nicht durchzuparieren – hmmmm anstrengend, ja stimmt, und schon ist vorwärts zur Belohnung geworden und nicht zur Forderung. Er macht das Tritte verkürzen und verlängern sogar ziemlich ordentlich, ich bin überrascht, allerdings kommt er jetzt hinter deutlich hinter die Senkrechte und verkriecht sich, aber egal, das ist nicht das Thema von heute). Als Pause galoppieren wir, erst mal den „whatever Galopp“ (Hauptsache Galopp, alles andere ist mir egal) und bauen ein paar fliegende Wechsel ein, heute ohne Bocken ;-) (für euch als kleines Video auf FB).

Als die meisten anderen fertig sind und zurück zum Stall reiten wird er wuselig und will unbedingt mit, drängelt zum Tor, alles außer connected to me. Also bleiben wir und reiten noch etwas. Als er wieder am Tor vorbeizureiten ist ohne zu stoppen oder zu drängeln und sogar zulegt, reite ich eine Kehrtvolte und im Tritte verlängern aus der Arena und zurück zum Stall.  

Ich gehe mit Linda und Dylano zurück zum Playground und frage, ob sie heute irgendwas anders gemacht hätte. Sie sagt, nein, sie denkt ich habe sehr gute Fortschritte gemacht :-)! Gut gefallen hat ihr, dass die Gerte ihn nicht mehr reaktiv macht, dass ich ihn beim Reiten so lange Nerv und  „genervt“ habe, bis er vorwärts gegangen ist und das Verkürzen/Verlängern fand sie auch eine gute Idee. Einziger Kritikpunkt: „maybe I would have stopped earlier and not going on so long“ – cool, damit kann ich leben!

Linda hat mit Dylano am Boden gespielt, heute schon ein deutlicher Fortschritt zum letzten Mal (vor 2 Tagen?), sehr cool zu sehen. Als wir wieder im Stall waren, habe ich Patrick den Schweiß aus dem Fell geschrubbt und ihn noch etwas das leckere Gras außerhalb seiner Weide fressen lassen, bevor ich ihn zurück gebracht habe.

Nachdem ich zu Hause geduscht hatte, hat Jae mich gefragt, ob ich ihr etwas moralische Unterstützung leiste, da sie ihre junge, gerade angerittene Stute Cloe reiten wollte. Na klar! Sie hatte schon gesattelt und hat am Boden gespielt alles war sehr easy peasy. Sie wollte schon aufsteigen als ich sie gefragt habe, ob sie schon nach vorwärts gefragt hat?! Hm nein, ok, ja das kann sie noch machen. Wir haben die Büchse der Pandorra geöffnet, wow, die kleine Stute (LBI)  kann Bocken so dass die Western Steigbügel über dem Sattel zusammen schlagen. Respekt, bucking bronco! Einmal hat sie sich dabei auch mit Seil verabschiedet. My advice: Jae saggt ihr, sie soll sich mehr Mühe geben und doller bocken – und schon wurde die Sache uninteressant und wir hatten ein nettes braves Pony am Seil. Obwohl Jae ein ängstlicher Reiter ist, ist sie dann noch aufgestiegen und hat ein paar HH weichen und Point-to-Point im Schritt geritten. Ich war ziemllich froh als sie wieder gesund auf dem Boden zurück war – puh!