"Versuche, wenn du das Pferd
in irgendeiner Weise bedienst,

zu erfühlen, wie du auf es einwirkst,

und was es dann von dir will.

Wenn du zunächst auf seinen Willen

einschwenkst, wird es später auch

auf deinen Willen einschwenken!"
(Prof. Paul Tholey)

25.10.2010

Ein Tag der „private lessons“. Und einer der heißesten und feuchtesten Tage seit wir hier sind. Ich war nass geschwitzt, bis ich den Sattel auf Coco hatte.

Begonnen haben wir mit allen Arten von ‚lateral movements‘ im Schritt zum auflockern. Alles mit Biegung links geht wunderbar, alles was Biegung rechts erfordert ist deutlich schwieriger, schwierigste Sache, Schulter herein rechts. Also haben wir aus jeder anderen Übung immer wieder zurück ins Schulter herein rechts gewechselt, bis die Übergänge einigermaßen fließend gingen.

Im Trab haben wir mit versammelnden und verlängernden Tritten gespielt – das Verlängern hatte er offensichtlich noch nicht gemacht. Er war mittelmäßig empört darüber und hat kleine Bocksprünge angeboten. Immer wenn ich ihn aus dem Schulter herein auf dem Zirkel gerade gestellt habe, um die Tritte etwas zu verlängern, hatte man das Gefühl, er wollte in Richtung irgendeiner seiner Körperecken losrennen statt geradeaus vorwärts.

Da das Angaloppieren inzwischen ohne Bocken klappt, haben wir versucht es zu rundem vorwärts galoppieren zu erweitern. Zunächst war Coco etwas überrascht, wenn ich immer mal wieder in den leichten Sitz gegangen bin, dann hat er’s aber offensichtlich als angenehm empfunden und ganz gut mitgemacht.