01.12.2010

Morgens ist eine Kaltfront rein gekommen, die Temperaturen sind von gestern 28 Grad auf 15 Grad gefallen, aber es ist sonnig! Wir wollten morgens als erstes reiten. Coco kam auf der Wiese zu mir, ich habe ihn geputzt und fertig gemacht und habe mit dem online Aufwärmen begonnen. Heute hat er sofort und zum ersten Mal gleich wie eins meiner Pferde begonnen. Ruhig, rhythmisch, locker und von Stretch bis Übergänge und Schulter herein alles vorhanden. Habe darauf sogar die Cavalettis im Trab gewagt – auf keiner Hand ein Thema. Ein Traum!

Ich habe das ganze Lecken und Gähnen abgewartet, dass das hervorgerufen hat und habe ihn dann getrenst. Merkwürdig, sein Leckerchen wollte er nicht. Ich bin mit ihm zum Zaun gegangen, um aufzusteigen und Karen kam dazu, um zu sagen dass das „warm-up“ einfach fantastisch ausgesehen hat, was ich nur bestätigen konnte.

Sie hat ihm ein Stück Möhre angeboten, dass er auch nicht genommen hat,  als wir gesehen haben, dass er an den Flanken total gezittert hat. Also Sattel runter und Decke drauf, Fieber messen, aber die Temperatur war normal. Wir haben ihm Wasser mit Melasse und Elektrolyten angeboten, aber das wollte er auch nicht. Nach dem Stehen war er beim Führen wackelig auf den Beinen, wenn wir stehen geblieben sind wollte er ruhen. Ich habe ihn zurück auf die Wiese gebracht und er hat sich hin gelegt. Nachdem Huey nach dem Reiten auch keine Möhren nehmen wollte und merkwürdig apathisch wurde, war die Tierärztin schon auf dem Weg. Coco schien es schon besser zu gehen als sie eintraf. Die Untersuchung hat nichts ergeben, Herz und Darmgeräusche waren normal, sie hat gesagt, wir sollen das weiter beobachten und ggf wieder anrufen. Ich habe ihn nochmal zum Stall geführt und diesmal hat er den ganzen Eimer Elektrolyte getrunken und danach schien er wieder normal zu sein.

Karen hat mit Duncon online gespielt, heute hat er sogar schon einen coolen Stretch gezeigt und war anschließend ganz stolz auf sich. Hier sagt man „double-bridle“ (Doppel-Trense) zur Kandarre, womit er normalerweise geritten wird.  Wir haben zusätzlich zum Knotenhalfer seine Trense (ohne Nasenriemen) mit jeweils eigenen Zügeln gewählt. Als Karen auf den Zaun gestiegen ist, um aufzusteigen, war Duncon sichtlich verstört: „Menschen hängen nicht auf Zäunen und schon gar nicht wollen sie einem von dort aus auf den Rücken krabbeln.“  Keine drei Minuten später stand er passend zum Aussteigen am Zaun. Sie hat zwischen den beiden Zügeln hin und her gewechselt und nachdem er das Knotenhalfter ‚verstanden‘ hatte, konnte sie ihn sogar am Halfter reiten. Und er machte dabei ein Gesicht, als ob er in einer Wellness-Oase sitzt ;-) SEHR COOL!

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