"Versuche, wenn du das Pferd
in irgendeiner Weise bedienst,

zu erfühlen, wie du auf es einwirkst,

und was es dann von dir will.

Wenn du zunächst auf seinen Willen

einschwenkst, wird es später auch

auf deinen Willen einschwenken!"
(Prof. Paul Tholey)

29.11.2010

Seit gestern Abend ist Dunkon da, das Pferd, für das Gerd Heuschmann in seinem Seminar Ende Oktober die weitere „Behandlung“ (wg. Zügellahmheit) bei Karen empfohlen hat. Zu Erinnerung meine Beschreibung:  „Das letzte Pferd war bis Pi und Pa ausgebildet, allerdings offensichtlich konstant mit Schlauzügeln geritten.  Laut neuer Besitzerin ist er von ihr nur mit Kandarre zu reiten, da er so dermaßen auf der  Hand hängt, das sie das an der Trense nicht halten kann.“ Sie hat uns erzählt, dass sie große Probleme mit ihren Fingergelenken bekommen hat…

Seine Besitzerin ist ihn zunächst vorgeritten, damit wir alle erst mal einen Eindruck bekommen wie ihr normales „warm-up“ und Training aussieht. Das Warmreiten in Dehnungshaltung sah noch recht gut aus, als sie ihn aber aufnehmen wollte, konnte man sehen, wie beide in eine Konter-Balance-Stellung gegangen sind. Das Pferd ist „such a good boy“, er versucht alles zu tun, nach was er gefragt wird. Danach ist Karen ihn geritten, um einfach mal ein Gefühl für ihn zu bekommen und ein paar Dinge anzuchecken. Das wird sicher noch interessant!

Am Nachmittag hat Karen zunächst mit Ponce und Ellie online gespielt, danach sind wir alle geritten. Coco hatten heute seinen allerbesten Tag. Gleich von Beginn online Stretch bis zum Boden, super elastische Übergänge und guten Galopp.  Also bin ich aufgestiegen und habe (heimlich) ein bissel Game of Contact gespielt und WOW – endlich konnten wir die Nase und den Hals nach vorne verlängern OHNE das Genick als höchsten Punkt aufgeben zu müssen. Außerdem war er einfach so super am Sitz heute, dass ich meine Zügel benutzen konnte, um ihm in den Verlängerungen ein bissel eine Stütze für seinen Kopf da vorne draußen zu geben. Super cool, er hat angefangen den Rhythmus halten zu können und sich richtig abzudrücken. Jedes mal, wenn er seine Balance nach vorne verloren hat und angaloppiert hat, hat er es von selbst zurück korrigiert und ist wieder los getreten.  Am Ende hat uns Karen sogar noch mit ein paar halben Tritten geholfen. SEHR SEHR cool, bester Ritt ever auf Coco und er war voll bei der Sache!