Mi 05.03.2014

Die News in Kürze: I did it – and I survived!

Die lange Version: Um 9h haben sich Team Pat und Linda Land getroffen. Zunächst hat Linda mit Jazz eine kleine Demo gegeben. Sie denkt, es sind weniger die Zuschauer, die Jazz bei den Tour Stopps so rightbrain machen, als Dinge die plötzlich passieren. Also hat Ryan ab und an einen Stick mit Plastiktüte in Bewegung versetzt und wir als Zuschauer haben immer mal wieder unerwartet angefangen zu klatschen, dann kam noch Letitia hinter einem Baum heraus und hat mit einem Schirm gerattert – das hätte beinahe sogar die Pferde, die noch in den Boxen waren dazu gebracht aus ihrer Haut zu springen. Sehr cool zuzusehen und Jazz hat immer mehr angefangen zu denken und zu entspannen. Dann sind wir alle zum Playground gegangen/geritten.

Da alle Pferde durch die Vorstellung leicht „jacked up“ waren, hat jeder auf die Art die sein Pferd brauchte an Relaxation gearbeitet bis alle im Sattel im saßen. Linda hatte alle vorher gefragt, woran sie arbeiten möchten. Mein Ziel für heute: supple rein rechts mit Wendung links 1) ohne hickeln oder angallopieren 2) ohne langsamer zu werden 3) Entspannung finden.

Beim Warm-up im Sattel bekomme jeden Tag etwas mehr vorwärts, die Bewegungen werden freier und nicht mehr so hackelig, er fängt an seinen Körper zu benutzen – aber gleichzeitig bringt der höhere Level an Energie auch ein „weniger entspannt“ sein mit sich, wie bei vielen Pferden, die über die Spannung in mehr Bewegung geritten werden. Ich bin einfach dran geblieben, take the time it takes, bis Rhem mit mehr go in RidetheLine entspannt hat und begonnen hat sich zu dehnen. Sehr viel abprusten, husten und lecken war die Folge. Linda sagte „nicely done. Are you going to play with supple rein now?“ Ich sagte “yes, after a little break”. Sie meinte, ich sollte es in der Arena reiten, da ich dort am besten sehen kann, ob meine beiden Zirkel gleich groß sind und es am einfachsten ist, das Muster beizubehalten. 20x60m fühlt sich recht klein an mit einem Pferd wie Rhem., der sich steuert wie ein Tanker. Sobald ich losgelegt habe, kamen alle anderen zum Zusehen (no pressure;-)). Linda hat mich gecoached und den anderen erklärt, da Sean und Aurelie das noch nicht kannten. Es hat eine ganze Weile gedauert, ich vermute auch dadurch, dass Rhem es ziemlich schwer fand auf den kleinen Zirklen, bis ich links Entspannung bekommen habe.

Wir hatten ein kleines Debrief zu dieser Session und alle anderen haben die Pferde gewechselt, ich habe nach einer Pause nochmal die rechte Seite adressieren wollen. Oh ha! Rhem hat deutlich gemacht, dass er dachte, wir seien jetzt fertig. No worries, no getting angry, just stick tot he pattern und slowly but surely hat er sich auch wieder drauf eingelassen und wieder mitgemacht. Hätte er den Flashback nicht gehabt, wären wir schnell fertig gewesen, denn nachdem er sich wieder comitted hat mitzumachen, ging es recht schnell gut. Sarah hatte mit Tof gewartet bis ich fertig war, da Tof nicht in der Verfassung war, Rhem zu verlassen. Auf dem Weg zurück Lindas Barn kam sie uns mit Highland entgegen und fragte, ob ich jetzt mit Na’vi komme – ich „yes“ she „smile“.

Na’vi war am anderen Ende der Koppeln mit den restlichen Jungs, hat sich aber auch heute willig und freundlich in Bewegung versetzt als sie mich gesehen hat und ist zu mir gekommen. Putzen und Satteln war no big deal und bis runter zum Playground lief es heute es auch besser als gestern, sie hat nicht dauernd versucht mich zu überholen oder mir in den Weg zu laufen. Die Energie der Pferde hat sie allerdings ziemlich gleich wieder zu Schnorchel-Geräuschen veranlasst. Ich habe meine Strategie von gestern gefahren und da sie das schon etwas kannte, war sie relativ schnell „tuned in“ und calm. Überprüfung: man fragt nach circeln und bekommt es in der gewünschten Geschwindigkeit, ohne icky face or swishing tail. Das hat ne ganze Weile gedauert. Inzwischen waren alle anderen fertig und Linda fragte „are you going to ride her?“ und auf mein „yes“, „come on in the arena, I will coach you“. OK, nochmal mit allen anderen als Zuschauer, nun jut.

Ich bin auf den Zaun gekrabbelt um aufzusteigen und wir mussten erstmal an responsiv arbeiten, weil Na’vi dachte, das geht auch mit einem kleinen Ausfallschritt. Hier hängtbei manchen Leuten im Stall oder Haus ein Schild das sagt „if you climb in the saddle, be better ready fort he ride“ – wie wahr. Ich saß kaum, ging es auch schon los, trallop bis in die nächste Ecke und stopp. Lindas Kommentar zu den anderen „And she immediatly starts to test” und zu mir “use NO LEGS at all or she will buck“. Großartige Aussichten. Leading rein start aus der Ecke und OFF WE GO, nach dem angalloppieren losbocken, ok das geht gar nicht, also hab ich einen Zügel für Kontrolle benutzt und sie gestoppt. Dann wieder los, schneller Trab – Linda ruft “RidetheLine and be very particular about that“ und „wiggle one rein at her rather sooner than later if she is throwing a tantrum, but do it in a playful attitude“ – sehr witzig (!), aber beides war in der Tat recht hilfreich. Ich bin also so schnell geritten wie Na’vi laufen wollte, habe möglichst häufig die Richtung gewechselt und bin mit ihrer Nase auf der Linie geblieben, dann hat sie dolle abgeschnaut und ist langsamer geworden. Linda ruft „If she wants to stop, stop with her and lots of good girl“ – genau das war Na’vis nächste Strategie. “Use ONLY leading rein, energy up and seat for forward – DO NOT USE YOUR LEG” – keine Sorge! Jetzt waren wir im Schneckentempo unterwegs und haben immer wieder angehalten. Ich ihr gesagt, dass sie das beste Pferd überhaupt ist und das genau das ist, was ich möchte. Linda „You are doing super!“ – thanks! Linda „Ok NOW, ride her Point-to-Point on a line and now you stop her at every destination“. Das ging relativ schnell ganz gut, also Linda „now, ask her to trot again, but just do it with you SEAT“. Das ging gut, ich ein paar Wiederholungen gemacht und fertig. Dann sollte ich rückwärts aus dem Tor reiten, oh boy, das war nicht Na’vis Idee, aber wenn man sich wenig beeindruckt zeigt (auch wenn man es ist!)und den wiggle-rein benutzt wann immer nötig und einfach stoisch dabei bleibt, klappt es auf einmal als würde sie nie was anderes tun. Linda „You can ride her home, she is now safe to ride home“ – ihr Wort in Na’vis Ohr. Wir sind auch noch aus dem nächsten Tor rückwärts gegangen und zum Stall zurück geritten mit ganz viel abschnauben. What a horse!

Nachdem ich Na’vi auf die Koppel gebracht habe, kam Linda nochmal und hat gesagt, das hätte ich wirklich sehr gut gemacht – danke! Ich habe gefragt, ob ich irgendwas in meiner Vorbereitung um Boden falsch gemacht habe und Linda sagte „oh no, you did perfect“ Sie meinte, wenn es am Boden schon nicht funktioniert, sollte man garnicht erst drüber nachdenken aufzusteigen. Aber testen ob man wirklich reiten möchte, würde Na’vi wohl immer. Ja das befürchte ich auch. Ich fragte, ob sie glaubt, dass Na’vi jemals von jedermann reitbar sein wird und Linda bezweifelte das stark – ich auch :-)! Und dann meinte Linda, sie würde auch niemand drauf lassen, der ein schlechter Reiter wäre, oder jemand der ängstlich oder ungeduldig wäre – ich sag mal, danke für das Kompliment!

Wir hatten eine Stunde Pause und haben und haben uns 14:30h am Roundpen getroffen, wo Linda ihre zweite liberty Session mit Ulivi hatte. Heute hat sie das Roundpen betreten und er kam zu ihr und blieb an ihrer Seite – pretty impressive, gestern alles richtig gemacht! Ihr Ziel für heute: sicher weiter von Kategorie 1 entfernen, Kategorie 2 bekommen und 3 anstreben. Die Übung: ein Vorhand-Spin nach außen. Da Ulivi heute ziemlich leftbrain war, hat er es sehr schnell verstanden und am Schluß sogar von sich aus gemacht – was man auch nicht auf Dauer möchte, aber erst mal besser ist. Danach hat sie mit Yield to pressure am Halfter und dann mit Bit-Isolations gespielt, oh weh, da war er sofort RBI, die Augen gingen „blank“, niemand mehr zu Hause. Krass! Jetzt war es so spannend wie Gras beim Wachsen zuzusehen, und das nach dem Essen, wir hatten alle leichte Schwierigkeiten, die Augen offen zu halten, denn es passierte erst mal NICHTS. Linda hat einfach unglaublich geduldig, sie hat den Druck gehalten und gewartet. Kurz bevor ihr vermutlich als nächstes die Arme abfallen wären, hat Ulivi angefangen zu atmen und etwas zu ändern. Zunächst nur ganz minimal, dann wurde es immer besser.

Danach hat sie Lyndsey mit Deklan at liberty gecoached – ebenfalls extrem cool! Lots to learn! Es war 17:30h als wir heute fertig waren, uff! Wir haben noch den Stall gemistet und gefüttert. Morgen laut Wetterbericht 100% Regenwahrscheinlichkeit – sh….. . Fall es nicht regnet haben wir nämlich ein paar coole Sachen auf dem Plan. Ihr werdet es lesen!