Di 04.03.2014

Buh Linda war früh heute Morgen, so dass ich mit pünktlich fast zu spät war. Glücklicherweise reitet Genevieve noch nicht (sie kann immer noch kaum laufen) und ich konnte ab Lindas Barn alles was cih bis dahin getragen hatte ins Golfcard schmeissen und zum Playground fahren lassen.

Da Pat mit einem Teil seines Teams noch auf Turnier ist, sind Aurelie und Sean heute mit uns geritten. Mehr Pferde, lange nicht mehr dort gewesen und Palmblätter am Boden haben wieder den Rhem hervorgezaubert, den ich am ersten Tag hier gesehen hatte – RBE! Ich habe also so lange mit umgekippten Stühlen und Palmblättern gespielt, bis alles „no big deal“ mehr war, und war trotzdem die erste nach Linda, die geritten ist.

Ich hatte sofort vorwärts (manchmal hat es uns ein paar Meter zur Seite versetzt, aber das ist deutlich milder als mit LeDancer, da Rhem einfach nicht so viel Schwung hat), Übergänge ohne Zügel und ein recht gutes RidetheLine. Danach etwas Supple Rein, und da das auch gleich ging, weiter zu GoC, was irgendwie nicht so richtig klappen wollte. Linda hat mich dann erinnert, dass meine Hände mit hoch gehen müssen, wenn Rhem über den Zügel geht und SCHUPS, das war the missing link.

Wir haben ein kurzes Q&A auf dem Playground gemacht. Dann hat Linda gesagt, sie wolle Highland reiten, Ryan würde noch Apollo spielen und ich Na’vi. Ah,ok! Als Genevieve mein überraschtes Gesicht sah, meinte sie „You made it look too easy with you first horse. Now you get a challenge“ (Thanks!).

Ich habe Rhem in Lindas Stall geparkt. Na’vi kam mir direkt auf der Koppel entgegen und sehr gern mit mir mit. Linda fragte, ob ich reiten will, was ich verneint habe. Mein Ziel für heute mit ihr war: die gleichen guten Ergebnisse vom letzten Mal auf dem Playground erzielen. Auch Na’vi war recht frisch heute, nicht ängstlich aber aufgeputscht von den vielen Pferden und Dingen, die herumlagen. Ich habe angefangen touch ist zu spielen, aber das war ihr zu langweilig und ich hatte innerhalb 2-3 min einen feuerspeienden Drachen am Seil, der seine eigen Show gefahren hat – kein Spaß! Wenn ein LBI sich freiwillig beginnt zu bewegen, schnallt euch an. Ich habe ein paarmal die Bäume als Kraftverstärker nutzen müssen, bevor ich sie wieder anhalten konnte. In dieser Zeit muss man einen PLAN gemacht haben, was man tut, wenn es klappt. Meiner war: rückwärts bis die Ohren nach vorne kommen – check und sideways along the fence auf leichte Phase, das fällt ihr schwer und solange man bei „suggest“ bleibt, bleibt man mit ihr im Gespräch. Bis das klappt, aber keine Sekunde länger (!) hat man Zeit, sich die nächste Übung zu überlegen.

Auf „Responsive“ zu bestehen bedeutet Nahkampf um Leben und Tod. „Calm“ bekommt man, wenn man „Connected“ hat – also mein Plan: Na’vi bleibt an einem Ort stehen (kommt dem LBI in ihr entgegen) und meine einzige Anforderung ist, dass sie ihre Aufmerksamkeit nicht von mir weg nimmt. Falls doch, frage ich sehr soft aber ganz bestimmt nach Vorhandweichen (weil Linksgehirnhälftig), so dass das Weichen selbst nicht die Aufgabe, sondern die Konsequenz ist.

Es hat ne Weile gedauert, aber es hat fast ihr Hirn gesprengt – dauerndes Abschnauben, super viel Gähnen und fast einschlafen, alles war dabei. Und später, sobald sie abgelenkt wurde, musste ichspäter nur noch dran denken, mich zu bewegen und sie hat mich sofort wieder angesehen (Ohren vorn!). GEIL, ich war sehr stolz auf mich! Da das extrem anstrengend für sie war, und sie es super gemacht hat, wollte ich sie noch grasen lassen und den anderen zusehen – keine Chance, sie hat mich angestarrt - ….. „und morgen lernen wir die Auflösung des Knotens“, ich lass mir was einfallen. Heute wollte ich sie nicht weiter verwirren. Linda hat gefragt: Are you riding her tomorrow? Das wird ne echte Herausforderung, aber I guess, yes.

Vor der Mittagspause haben wir noch Rhem und Tof auf die andere Seite auf ihre Koppel gebracht und ihnen Heu gegeben. Um 14h war Linda schon wieder da um uns mit Mettes Lieblingspferd Ulivi eine Demo zu geben. Sie hat das Roundpen gewählt und Liberty. Zunächst brauchte es ein paar „you better run“-Runden, um sein Adrenalin etwas zu senken.

LERNE es gibt 4 Modi oder Stufen in denen ein Pferd sein kann:

  1. Fight, flight or ignore ( hierfür benötigt man Controll-Tools)
  2. Getting away from discomfort
  3. Look for and seek comfort
  4. Try, put effort in Partnership

Und was ich noch gelernt habe: man reiter Freestyle to loosen the spring und Finesse, to coil the spring – das war mir so nicht bewußt. D.h. auch wenn man ohne Kontakt am Zügel oder sogar ohne Trense reitet, kann man Finesse reiten!

Ich war kurz zu Hause, eigentlich um mich umzuziehen, aber daraus wurde nichts, weils Jaes kleines Pferd Cloe (2 Jahre) krank ist und Medizin bekommen sollte, wobei ich helfen musste. Danach war es auch schon wieder Zeit zurück auf der Ranch zu sein. Ryan, Lynsey, Rhian, Genevieve, Sean, Liz , Auriele, Sarah ich sind wg des „National Pancake Day“ zu IHOP nach Ocala gefahren um Pancakes zu essen. Das Essen war scheußlich aber typisch amerikanisch, der Abend sehr lustig. Morgen brauche ich meine volle Aufmerksamkeit, daher www ab-ins-bett de.