"Versuche, wenn du das Pferd
in irgendeiner Weise bedienst,

zu erfühlen, wie du auf es einwirkst,

und was es dann von dir will.

Wenn du zunächst auf seinen Willen

einschwenkst, wird es später auch

auf deinen Willen einschwenken!"
(Prof. Paul Tholey)

Do 27.02.2014

Leichter Nieselregen als ich aufgestanden bin, der glücklicherweise immer weniger wurde. Ich habe Rhem laaaaannnnngggsam fertig gemacht. Heute hatte ich Linda ganz für mich allein :-), Ryan und Sarah sind schon mit einigen Pferden unterwegs zum Tour Stop nach Perry und Genevieve ist nach ihrem Sturz noch immer außer Gefech, war aber da zum Zusehen.

Als Vorbereitung habe ich am Boden begonnen mit der 8 um zwei Fässer zu spielen. Als er im Schritt das Muster verstanden hat, habe ich aufgehört. Also auf zum Reiten. Mein Ziel: die Supple-Rein Übung lernen. Wir sind wieder auf die Koppel gegangen, weil es überall sonst zu nass war. „Warm him up, and let me know whenever you are ready“ war die erste Aufgabe. Ok, 1. vorwärts auf eine leichte Phase (Energie und lächeln mit allen vier Backen) – check, 2. downward transitions on a loose rein – check, 3. ride the line (damit könnt ihr euch schon mal für meine Rückkehr anfreunden ;-)) – check! Und: Back to Linda!

Sie hat mir 4. Supple Rein erklärt (in Kürze: man reitet eine lang gezogene 8 mit zwei gleich großen Bögen, benutzt aber nur einen Zügel und stellt das Pferd leicht zu dieser Seite, restlicher Körper, Beine und andere Hand/Zügel tun NIX). Ich habe mir das ziemlich viel schwerer vorgestellt als es ist, als es im Schritt gut ging habe ich es im Trab geritten, of course auf beiden Seiten jeweils. Check! Macht das Pferd extrem locker.

Also weiter zu 5. Game of Contact. Zuerst im Schritt nach Stretch fragen und in dem Moment, wo das Pferd sich dehnt antraben, loser Zügel, Zügel aufnehmen, nur weniger Tritte halten, durchparieren (am Sitz und ohne den Zügel zu verwenden) und wieder stretchen. Zweitens im Trab am langen Zügel beginnen, Zügel aufnehmen, Contact und Frame für wenige Tritte und zurück zum Stretch im Trab.

Alles hat super geklappt, wir haben aufgehört. Lindas Kommentar „Super! And did you notice, I couldn’t even pick on your riding“ - yes I did, very cool! Linda musste los – sie und Pat fahren heute schon nach Perry, weil morgen die Proben stattfinden. Ich habe Rhem und Tof auf die Koppel gebracht, den Stall gemacht und alles für den Abend vorbereitet.

Dann bin ich zu einer kleinen Shoppingtour aufgebrochen. Meine Ariats sind dieses Jahr leider (noch) nicht runter gesetzt, und ich habe mal wieder fassungslos vor manchen Dingen gestanden, die hier komplett normal sind. Ear-Plugs für Pferde (damit sie Geräusche nicht so gut hören), Anti-Fliegen-Gamaschen für die Weide, Nagellack für die Hufe, und „Quietex“ – ich werde euch ein paar Fotos auf Facebook posten. Leckerlis gibt es nur in großen Paketen und natürlich sind auch die Kekse gross!

Am späten Nachmittag habe ich Rhem und Tof rein geholt und ordnungsgemäß eingedeckt. Und da wir hier in Florida sind und nicht in Alaska bedeutet das: heute Nacht soll es bis 13 Grad (PLUS) kalt werden, da ist es absolut erforderlich eine mindestens 400gr Decke inklusive Halsteil aufzulegen. Nicken, lächeln und einfach tun, nicht weiter drüber nachdenken!