26.02.2013

Um 6:30h habe ich gedacht, jemand schüttelt das Haus, aber es war „nur“ ein Gewitter mit richtig viel Regen. 7:30h war ich auf der Ranch und wir haben die Pferde rein geholt. Lindas Pferde dürfen frei von der Koppel zum Stall laufen, aber sie hatten auch Gewitter geladen und haben erst mal ein paar Runden gedreht, so dass wir alle nass waren.

 

Das Wetterradar hat Regen für den kompletten Vormittag vorausgesagt. Als Linda kam hat sie beschlossen eine Q&A Runde mit mir zu machen, über meine Art des Pferdetrainings beim Reiten. Wie sieht mein Warm-up aus? Welche Stichpunkte behalte ich dabei im Kopf? Was sind Dinge, die ich checke? Welche Übungen wähle ich für welche Dinge? usw. usw.

Danach hat sie noch vom Besuch von Luis Lucio (http://www.luislucio.com/english/doma-nat/index.htm ) berichtet, der jetzt das spanische Dressurteam betreut. Er hat eine Studie gemacht, in der er mittels Pulsmesser den Herzschlag der Pferde im Training gemessen hat, um zu sehen, wann das Pferd eine Pause braucht, und wie lange diese sein muss. Was er dabei noch herausgefunden hat, ist besonders interessant. Als er ein sehr schwieriges Pferd im Schritt warm geritten hat, dachte er zuerst  der Pulsmesser sei kaputt, weil die Herzrate extrem hoch ging. Nachdem sie das Gerät mehrfach „reset“et hatten, war klar, dass das Pferd einfach nur enormen Streß wegen des Reiters hatte. Das fiel auch bei anderen Pferden in bestimmten Übungen auf, wie z.b. fliegende Wechsel. Wenn man genügend lange wartet, normalisiert sich das wieder, und das Pferd kann wieder Atmen und auch wieder Lernen. Ich hoffe, wir werden seine Session mit Jazz noch auf Video ansehen am Wochenende.

Linda und Luis sind befreundet, besuchen sich von Zeit zu Zeit und lernen voneinander. Sie hat sofort angeboten, für mich zu arrangieren, dass ich mal mit Luis reiten kann, if I want to. COOL!

 

(Luis schreibt: „After all that, 30 years of professional experiences as a rider and trainer and having achieved the preparation of 10 European Junior and Young riders Championships as a trianer and 2 Olimpics, Atlanta and Sidney, as a rider, I have realised that in the training and developing the diferent skills of our dressage horses and riders , we need seriously to improve in mental and emotional knowledge of the horse.

Pat and Linda Parelli came into my life end 2002 (..) From the first moment, they gave me their friendship but not only that, they also shared with me their enourmus amount of experiences and knowledge about all those areas that I needed, those that were, still after so long time, without the right answer. Discover the mental and emotional control of our horses and improve our leadership using the right lenguage coming from the natural behavior of the horses, are the keys of this extraordinary method that Linda and Pat offered me.“)

 

Linda hatte nachmittags einen anderen Termin. Mollie, Ryan und ich haben eine Lunch-Pause gemacht und dann auftragsgemäß angefangen alle Pferde für Walter Zettl aufzuhübschen. Heute gab es: Langhaar schneiden und scheren aller plüschig überstehenden Haare am Kinn, an den Ohren, an den Beinen und Hufen. Das wird für meinen Geschmack für einige Pferde etwas zu übertrieben häufig gemacht, genau wie das Waschen mit Shampoo, aber das ist hier halt so!

 

Im Anschluß war ich mit Jae noch bei Tack-Shack, sie wollte nach einem Westernsattel schauen, ich nach speziellen Gamaschen. Beides gab es nicht, aber für mich gab es dafür ein paar neue Stall-Schuhe von Ariat ;-). Auf dem Heimweg war ich Food Shopping und habe mir noch Sushi geholt – yummy!

Jae und ihr Mann Ralph sind zum Abendessen ausgegangen,  meine Zimmernachbarin war noch nicht aufgetaucht und so habe ich mir noch eine DVD über „Equine Hanna Somatics“ angesehen -  :-) ein guter Abend!