23.02.2013

Ich bin zwar hundemüde, aber da ihr schon bald wieder aufsteht, und ich euch gestern nicht verraten habe, was ich heute mache, schreibe ich noch meinen Blog. Die ganze letzte Nacht war es so warm, dass der Ventilator laufen musste, und ich konnte nicht gut schlafen.

5:30h aufstehen, 6:30h im Stall sein, 7h beginnen fünf Pferde in einen Anhänger zu verladen. Zuerst Jazz, dann eine Trennwand, dann Mocha und Legend, Trennwand, LeDancer und Reese. Le Dancer musste sogar zweimal einsteigen, weil er erst neben Mocha sollte, dort aber wegen seiner Größe nicht hingepaßt hat. Ein Truck davor mit 5 Leuten drin (in der Reihenfolge zu den Pferden: Linda, Ryan, Carol, ich und Mollie). Um 7:30 waren wir schon unterwegs Richtung St. Augustin, unser Ziel war Crescent Beach wo wir gegen 9:30h auf einem kleinen Parkplatz geparkt haben. Für LeDancer musste Linda für unsere kleine Reise gestern noch seine Papiere bei der Züchterin besorgen, die wohl leicht erstaunt war, dass wir ihn VERLADEN wollten und mit ZUM BEACH nehmen (dachte wohl insgesamt, wir sind nicht ganz bei Trost) ;-).

 

Es war windig aber warm. Zwischen Autos, Personen und flatternden Dingen haben wir die Pferde ausgeladen und sind erstmal online mit ihnen die paar Meter zum Strand gelaufen. Alle waren etwas aufgeregt, aber sehr brav. Carol war schon häufiger hier am Strand und hat uns das Permit besorgt und war sozusagen unser Führer. Ryan mit Mocha, Mollie mir Reese und ich mit LeDancer waren ziemlich schnell im Wasser. Jazz war die Sache am ungeheuersten, er ist mal lieber draußen geblieben. Die Wellen waren nicht gerade niedrig, aber das Wasser sehr warm, so dass es kein Problem war, ebenfalls hüfttief im Wasser zu stehen und mit den Pferden zu spielen. (Sicherheitshalber und weil ich meine Füße  mag, mit Schuhen!) Mocha und LeDancer sind sogar durchs Wasser getrabt und es hat ihnen sichtlich Spass bereitet.

 

Danach sind wir zurück zum Truck und haben die Pferde fürs Reiten fertig gemacht, Linda und ich mit Sattel, der Rest mit Barebackpads und „off weg go“. Beim Reiten hat LeDancer schon mehr geschaut und sich auch mal erschreckt, aber nichts im Vergleich zu noch vor einigen Tagen und in Angesicht dessen, dass die Wellen nicht von schlechten Eltern waren. Wir sind ins Wasser geritten und wieder raus, jeder in der Gangart in der er wollte, wer geloppiert ist musste halt ab und zu mal umdrehen. Irgendwann waren wir alle mindestens im Trab unterwegs – ich habe im STARKEN TRAB (nur fliegen ist schöner) noch einige der anderen beim galoppieren überholt und LeDancer dann aber doch gebeten auch zu galoppieren. Cooooooooooooooooooooooooool!

 

Carol war die einzige, die ein Telefon dabei hatte und zum Glück Fotos und Videos gemacht hat. Wenn man mit dem Pferd ins Meer reitet verliert man komplett die Orientierung über die Bewegungsrichtung, denn das Pferd bewegt sich mal vorwärts in Meer rein, mal rückwärts oder seitwärts je nach Wellen und das Wasser kommt ja auch hin und her unter einem durch – da kann es einem richtig schlecht bei werden ;-). Insidertipp: Wenn das passiert, einfach kurz zurück in den Sand reiten, dann geht’s wieder.

Ryan ist einmal so weit rein geritten, dass er nicht mehr rechtzeitig weg kam, als eine sehr große Welle kam und ihn samt Pferd erst mal überrollt hat – ich denke das Video wird es auf Facebook geben, spektakulär, ich teile das dann!

 

Gegen 13h waren wir wieder zurück am Truck, inzwischen war der Parkplatz RICHTIG voll, haben die Pferde abgesattelt und sie haben brav Schlange gestanden und sind einer nach dem anderen eingestiegen. Keine 5 Minuten für 5 Pferde! Wir haben in einer netten Strandbar zu Mittag gegessen und uns kurz nach 14h wieder auf den Heimweg gemacht. Auf dem Weg haben wir noch bei Dairy Queen Nachtisch geholt (ich: Frappucchino) und bei einem Orangen-Laden angehalten. Überall, wo wir mit dem Parelli-Anhänger angehalten haben, sind wir wie die Filmstars angesprochen worden. (Pat und Linda gibt es hier nämlich auch regelmäßig im Fernsehen!)

 

Zurück auf der Ranch haben wir die Pferde ausgeladen und nochmal komplett entsalzt (geduscht) – ann durften sie zurück auf die Koppel. Wir haben den Anhänger ausgeräumt und dann war ich auch schnell duschen bevor wir abends noch eine Pizza Party in Lindas Barn hatten. Carol hat den Teig gemacht, Linda Salat und Belag mitgebracht, Mollie hat Margaretas gemacht. Währenddessen haben wir die Photos und Videos des Tages auf dem großen TV angesehen. Aus dem Teig gab es nicht nur Pizza sondern auch noch frische Donuts zum Nachtisch – und die waren echt lecker! LeDancers Züchterin hat sich heute abend noch erkundigt, ob alles gut gelaufen ist ;-)!

 

Wir haben noch in eine paar andere Videos rein geschaut, aber alle waren müde vom frühen Aufstehen und dem ganzen Ausflug, so das wir dann beschlossen haben, schlafen zu gehen.

 

Auf dem Heimweg fahre ich immer an einer Farm vorbei, vor der ein sehr schöner großer Teich mit Steg und zwei großen Fontainen liegt, die nachts beleuchtet sind – wunderschön. Die Farm heißt bezeichnender weise  „Heaven Can Wait Farm“. Es ist noch T-Shirt-warm (70 Grad F, 21 C) draußen, aber man konnte schon überall die Blitze am Himmel sehen, es soll Gewitter geben in den nächsten Tagen.

 

Morgen schlafe ich aus! Danach versuche ich die Fotos/Videos zu besorgen  ;-) .