02.02.2013

Heute Morgen ging es um 7:30h im Stall los. LeDancer musste aus seiner Roundpen-Koppel in eine Box umziehen, weil Zäune neu gemacht werden und Pferde umsortiert werden mussten. Das fand er gar nicht lustig, neue Umgebung, andere Pferde, neuer Ausblick, alles ganz schrecklich. Und geputzt werden ist auch so gar nicht sein Ding.

 

Linda sagte, wir hätten eine Einladung zu Pats Barn zu reiten und dort bei einem Cow-Working-Kurs zuzusehen. Da LeDancer schon Angst vor Rissen im Asphalt hat, kamen wir überein, dass es keine gute Idee ist, ihn heute schon mit Kühen zu konfrontieren ;-). Also sind die anderen geritten und ich bin mit dem Golf-Card hin gefahren.

Nachdem wir bei ein paar Einheiten zugesehen hatten, hat Linda mit HotJazz es ebenfalls mit den Kühen aufgenommen. Es war sehr cool zu sehen, wie auch hier das richtige Timing zum Release sehr schnell zum Verständnis beitrug, dass Kühen zu folgen eine coole Sache ist.

 

Zurück im Stall war ich mit LeDancer zunächst im Roundpen. Ohren und Augen nach außen gerichtet und Füße auf Alarm geschaltet ist er losgetrabt – und ich muss sagen, er kann sich ziemlich nett bewegen. Nachdem wir geschätzte 50x die Richtung gewechselt haben, wobei er anfangs fast aus dem Pen gesprungen ist, konnte er sich dann doch beruhigen und wollte zu mir kommen und bei mir stehen :-)!Warm up erfolgreich beendet!

 

Zum Satteln wollte ich ihn anbinden, aber das müssen wir erst noch üben, damit er nicht mit dem kompletten Stall davon läuft. Ich durfte ein neues Sattelmodell ausprobieren, das erst mal angepasst werden musste. Trensen war auch nicht wirklich in seinem Sinn, noch ein Punkt auf meiner Liste. Dann wollte ich aufsteigen – aber Menschen die erhöht auf einer Aufstieghilfe stehen gehen für LeDancer GARNICHT! Er war sofort auf 180, gespannt wie ein Flitzebogen und selten waren alle Füße gleichzeitig am Boden. Nach ca. 20 Minuten hat er mir dann doch erlaubt aufzusteigen und wir sind zum Playground geritten. Er war elektrisch bis unter die Haarspitzen, und gefühlte 3,70m groß, aber sehr artig.

 

Da seine Rippenpartie super steif ist, wenn er sich anspannt, habe ich ihn versucht ausschließlich über den Sitz zu reiten und so wenig Zügel wie möglich zu verwenden. Anfangs bin viele Kreise um Dinge geritten und habe dabei ständig die Hand gewechselt, ihn immer etwas übertreten lassen, bis er anfing sich zu entspannen, fallenzulassen, abzuschnauben und loszulassen – sofort wurde der Schritt groß und lang und schreitend.

Wir haben dann die gleichen Übungen im Trab wiederholt und holy canoly – DER kann traben! Ein super Lehrpferd für alle die Leichttraben lernen wollen, man hat einfach keine Wahl ;-). Ich habe ganz häufig die Untergründe gewechselt, Sand, Wiese, um Pylonen und Bäume, über Stangen. Je mehr er losgelassen hat, desto größer wurden auch hier die Tritte und als der Rücken ins Schwingen kam hab ich‘s auch immer mal wieder kurz mit Aussitzen versucht. Nachdem das alles gut ging, waren wir fertig und sind zur Entspannung noch etwas im Schritt um die Bäume gegangen.

Links ist eindeutig seine hohle Seite, hinten links sein schwaches Hinterbein, das manchmal weg knickt. Man hat auch deutlich gemerkt, dass er gewohnt ist, mehr festgehalten zu werden. Aber dadurch, dass er so „hot“ ist, geht er sehr fleißig vorwärts und ist sehr fein am Schenkel.

 

Linda sagte, dass er sich sehr offensichtlich mit mir deutlich wohler fühlt und entspannter sei, als mit seiner Bereiterin, die ihn für sie vorgeritten hat :-). Was für ein schönes Lob!