"Versuche, wenn du das Pferd
in irgendeiner Weise bedienst,

zu erfühlen, wie du auf es einwirkst,

und was es dann von dir will.

Wenn du zunächst auf seinen Willen

einschwenkst, wird es später auch

auf deinen Willen einschwenken!"
(Prof. Paul Tholey)

08.03.2013

Es ist jetzt schon nach 2h nachts, aber ich werde euch noch berichten, da ich sonst vermutlich nicht mehr dazu komme.

 

Linda hatte heute Morgen ein Meeting, daher keine Gruppen-Somatic. Sie war um 9:30h im Stall und Mollie und ich waren bereit. Mollie hatte zuerst eine Session at liberty. Linda ist dann Alure geritten, ich LeDancer. Mein Warm-up war online und über Sprünge, da wir heute nochmal am Verlängern und Verkürzen arbeiten wollten. LeDancer hat heute zum ersten Mal ganz von selbst das Gebiss genommen :-)

 

Ich habe mir lange auf dem Playground Zeit genommen um ihn vorzubereiten und dann die Übung im Trab wiederholt. Einmal drüber schlafen hat bewirkt, dass es schon Tausend mal besser war als gestern! Dann bin ich zu Linda in die Arena geritten und wir haben das gleiche im Galopp wiederholt – auch das ging vorbildlich. Als er kapiert hatte worum es geht, hatte ich Schwierigkeiten Schritt zu reiten – es war seine Idee die Übunge noch ein paar mal zu wiederholen – so cool!

 

Nachdem wir fertig waren, haben wir Pat zugesehen, der mit Ulivi auf dem Playground gespielt hat.

Dann hat Linda mich, Alissa, Ryan und Mollie zu meinem Abschied in den Golfclub zum Mittagessen eingeladen. Wir haben über meine Highlights während meiner Zeit hier gesprochen

-          die für mich: Linda im Training mit ihren Pferden und Schülern zu erleben

-         und die betreffend LeDancer: was für einen großen Unterschied Vertrauen in einem Pferd macht,

           es erzeugt nicht nur Vertrauen in den Mensch als Führer, sondern auch in Selbst-Vertrauen

Sie wollte 3 Dinge wissen, die ich mir für die Zunkunft vorgenommen habe:

-          „take the time it takes“ egal wer zusieht und egal wer auf mich wartet

-          noch mehr die mentale und emotionale Seite des Pferdes im Training zu berücksichtigen

-          ein Diagramm erstellen, dass Übungen bestimmten Pferdepersönlichkeiten zuordnet

Wir hatten sehr interessante Gespräche über diverse Dinge und ich habe ein sehr gutes Feedback von ihr bekommen.

Alissa hat gefragt, warum sie mich eingeladen hat, und wie oft sie sowas macht, dass Leute zu ihr kommen können, ohne Parelli-Instruktoren zu sein. Und Linda hat geantwortet, dass sie mich zweimal in der Schweiz mit meinem Pferd gesehen hat und mich dann einfach einladen wollte, und dass sie das noch nie vorher gemacht hat – „Iris was the first one“! How cool ist hat?

 

Als wir wieder zurück im Stall waren haben wir noch ein paar Bilder und Videoclips angesehen, zu denen ich Fragen hatte, die sie mir ausführlich beantwortet hat und mir auch noch weitere Beispiele gezeigt. Das war extrem cool!

 

Danach sind wir nochmal geritten, Linda mit Jazz, Mollie mit Century und ich mit LeDancer. Der war gar nicht mehr zu bremsen. Ich habe zu unseren Übungen von gestern und heute Morgen noch „Game of Contact“ addiert – krass cool!

 

Abends haben mich Jae und Ralph zum Essen eingeladen – es gab nochmal Suhsi – yummy! Dann habe ich alles sortiert und gepackt und jetzt noch zwei DVDs gesehen, die Linda mir gegeben hat und die ich unbedingt noch sehen wollte. Puh jetzt bin ich saumüde.

 

Der Plan für morgen: 9h Gruppen-Somatics, 10h Reiten und spätestens 15h Abfahrt zum Flughafen mit einem lachenden und einem weinenden Auge! CU soon, ich freu mich und Danke, dass ihr meine Blog verfolgt habt ;-)

07.03.2013

8h hatten wir wieder Gruppen-Somatics. Danach hatten Ryan, Mollie und ich einen interessanten Chat mit Dr. Jenny Susser. Sie ist Mettes Freundin und Mitinhaberin ihres Stalls und wie ich annehme der Pferde und Sport-Psychologin (Mentalcoach).

 

Linda hat in der Zeit der Somatisierung von Jazz zugesehen. Als er fertig war, hat sie auf dem Playgound eine Session mit Mettes Pferd Ulivi online gemacht. Es ging darum, dass er sehr leicht emotional wird und Linda hat Mette gezeigt, wie man ihm helfen kann, das Adrenalin los zu werden (…flying horse  ;-)).

Dann kam auch schon Lauren und Linda ist Paris nochmal geritten, was ich leider nicht sehen konnte, weil ich LeDancer satteln und aufwärmen musste, denn danach war meine Privat-Stunde dran. Wir haben mit Übergängen und Verlängern und Verkürzen gespielt. Ich war sehr happy zu sehen, dass trotzdem wir täglich mehr von ihm fordern, jetzt auch immer wieder Dinge, die er nicht kennt, oder möglicherweise in schlechter Erinnerung hat, er keinen emotionalen Streß damit hat und nicht geschwitzt war am Ende meiner Session.

 

In der Mittagspause haben wir zusammen mit Mette und Jenny nochmal die Präsentation von Linda zu Game of Contact vorgetragen bekommen und gesehen.

Danach ist Linda Alure, Mette Matiz, Ryan Mocha  und Mollie Reese geritten – ich und Jenny haben zugesehen – was auch immer mal ganz gut ist, denn sonst bekommt man das alles gar nicht mit.

 

Mollie und ich haben die Pferde eingedeckt und gefüttert, indem sie mit dem Golfcard ganz nah neben die Futterschalen auf der Koppel gefahren ist, die ich im Drive-By gefüllt habe. Danach ist eindecken ganz einfach ;-)

 

Abends waren Mollie, Ryan, Alissa, David und Jose (der Pfleger von Mettes Pferden) für mein Goddbye-Dinner zuerst bei Tonys Sushi und dann noch bei Coldstone Icecream, beides sehr lecker.

06.03.2013

Es sind so viele Leute da, alle Tage sind super-busy! Wir haben um 8h wieder mit einer Gruppenstunde Hanna Somatics begonnen und dann noch Jazzis Somatic Session gesehen. Wenn ich bei den Pferden zusehe,  bin ich immer kurz vorm einschlafen ;-). Jim hat gestern alle Eisen abgemacht, so dass er jetzt zweimal behandelt werden kann und dann gemäß der neuen Körper und Beinhaltung die Eisen angepasst bekommt! Ich glaube, das werde ich auch tun, wenn Alissa meine Pferde macht.

 

Danach sind wir geritten, Linda auf Zen, Mette mit Matiz, Mollie mit Reese, Ryan mit Mocha und ich auf LeDancer. Unser Ziel für heute längerer und kürzerer Rahmen – him: take the contact and me: ask some more difficult things! Der zweite Prototyp des neuen Sattels ist gestern gekommen, ich konnte daher den „alten“ reiten. Oh und mein Warm-up ist jetzt immer at liberty – sehr sehr geil!

Alle anderen sind geradewegs in die Arena, LeDancer wollte auf dem Playground bleiben. Nach ein paar runden um den See, war es seine Idee bis zur Arena zu traben. Im Eingang hat er angehalten, eine Weile geschaut, dann umgedreht und zurück zum Playground. „Zero brace“ meinerseits hat dazu geführt, dass er nur eine weitere Runde um den Teich gebraucht hat, um zu entscheiden, dass er SOFORT auch in die Arena will, reingetrabt ist und drin geblieben – das Tor war konstant offen! How cool ist hat?! Needless to say, dass alles andere ein Kinderspiel war, oder?! Beim Reiten hatte ich vermutlich ein breites Grinsen auf dem Gesicht - SPASS!

 

Mittags war die ganze Gang bei Dish zum Lunch. Danach habe ich mit LeDancer im Roundpen ebenfalls at liberty eine Somatic Session gemacht – better than ever. Ich fange die Bewegungen nur noch an, dann macht er sie weiter!

 

Als Linda wieder da war, ist sie Alure geritten, Mollie auf Century, Reese at liberty dabei und ich mit Na’vi am Boden. Na’vi ist mit großem Abstand das extremste Pferd (very high spirit), was ich jemals am Seil hatte! Der Plan: Touch-it am Ende des 7m Seils, Achten und Zirkel ohne fiesen Blick. Linda sagte: „thats a good plan, and she will test you – come and find me if you need help!“ Sonnige Aussichten – und kaum hatte ich das erste mal ihrer Nase eine Richtung vorgegeben hatte ich auch schon einen feuerspeienden Drachen am Seil, alle Füße kontant in der Luft, bocken, losrasen, mich anschnauben – das ganze Programm. Merke: Touch it‘s zu Beginn der Sessions – keine gute Idee! Ok, da sie nun SEHR extrovertiert war UND ihre Füße bewegen wollte, match her energy and encourage her ideas: also travelling circling in Endgeschwindigkeit! Na’vi hatte das große „du bist D O O F“-Schild über den Kopf  und wollte sofort nur noch halbe Runden und mich jeweils entrüstet anschnauben. Auch gut („give them nothing to brace on“), also halbe Runden mit schnellen Turns und Speed in die neue Richtung. Alles zusammen hat ca. 15 min gedauert, dann war der Spuk vorbei und sie war das nette kleine braune Stütchen von nebenan, das fragt, was es für mich tun kann und ob es wohl näher kommen darf. Na LOGO!

Wir haben die Zirkel abgefragt „aber gern doch“, Achten „sind gerade heute im Angebot“ und dann noch ein paar Touch-it’s „yes of course“.

Dann kam Linda näher und meinte, dass so gut, wie ich das mit den beiden Pferden heute gemacht hätte, wäre es Zeit für mich heim zu fahren, sie könnte mir nix mehr beibringen. Das war sehr nett und stimmt so natürlich nicht, aber es hat mich sehr gefreut!

05.03.2013

Der Morgen hat von 8-9h mit einer Somatic Session für die Menschen begonnen. Dann haben Linda, Mollie und ich bei allen zu behandelnden Pferden zugesehen: HotJazz, Alure, Zen, dann Mittagspause, Highland und Remmer .

 

Während Zen dran war, kam Lauren und Linda ist nochmal ihr Pferd Paris geritten – was ich statt der Somatics angesehen habe! Außerdem gab es nachmittags noch eine Session in der Pat Deklyn geritten ist.

 

Viel Theorie zu Somatics, viel Vergleich zu den ersten Behandlungen der gleichen Pferde, viel Kopfmüde jetzt! Morgen wieder ein „normaler“ Tag!

04.03.2013

Heute morgen musste ich mein Auto freikratzen – FROST! Danach hat man aber heute nicht nur die Sonne sondern auch die Wärme wieder raus gelassen ;-). Wir hatten heute morgen zunächst einen kurzen Chat mit Linda.

 

Dann hat sie Jazz geritten, während wir auf Lauren gewartet haben, die kommen wollte, damit Linda Paris nochmal reitet. Irgendwie wurde dann daraus aber leider doch nichts.

 

Für die zweite Pferderunde habe ich mit LeDancer in Roundpen at liberty gespielt – und das während Jim da war und eins von Mettes Pferden beschlagen hat. Trotzdem hatte ich wunderbare Aufmerksamkeit und geniales Stick-to me mit ganz viel abschnauben und Connection.

 

Linda hat Zen gesattelt und wir sind zusammen zum Playground geritten. Mollie hat sich gestern einen Muskel am Bauch gezerrt und wollte heute nicht reiten, kam aber mit dem Golfcard mit.

 

LeDancer wollte mal wieder bis in die hinterste Ecke des Playgrounds und alles ansehen, während Zen lieber im vorderen drittel bleibt. Ich habe mit ihm vom Sattel aus Point to Point gespielt und Follow the Focus! Es hat ne Weile gedauert, aber dann hat er verstanden, wie das geht. Anschließend sind wir ein bissel getrabt und haben Slalom um die Bäume gemacht. Wieviel mehr Sinn es für die Pferde macht sich zu biegen, wenn Bäume da stehen ;-).

 

Linda wollte LeDancer heute mal reiten, deshalb habe ich quasi nur ein leichtes Warm-up under saddle gemacht. Sie hat ihn dann in der Arena geritten und er war erst etwas skeptisch, aber dann war alles gut. Sie sagte, das wäre ja der Ersatz für ein komplettes Körperworkout da in allen Gangarten geschmeidig oben zu bleiben – yes I know! Aber sie war sehr complimentary darüber, dass es seit einiger Zeit nicht nur sehr schön aussieht, sondern sich auch sehr gut anfühlen würde *freu*!

 

Gegen 15h waren wir zurück am Stall. Ich hatte mein Lunch zu Hause vergessen und wollte sowieso duschen, bevor ich gleich Alissa abholen werden, die in Orlando gelandet ist und nun mit einem Shuttle unterwegs nach Ocala. Für heute abend hat Linda uns alle zu sich zum Essen eingeladen – sie wird kochen und ich nehme an, es wird spät ;-) – deshalb habe ich jetzt die Chance genutzt, euch den Blog für heute zu schreiben.

 

Gestern abend habe ich übrigens noch eine DVD gesehen, von Dr.Robert Miller „Lameness: ist Causes and Prevention“ – sehr interessant. Eine der Basis-Aussagen darin ist, dass viele Pferde deshalb heutzutage auf den Beinen kaputt gehen, weil sie deutlich zu jung und deutlich zu viel gearbeitet werden – und das OBWOHL die körperlichen Voraussetzungen immer besser werden. What a shame!

 

PS:

I thought you might like another update ;-) and want to hear some news. Alissa kam wie geplant mit dem Shuttle in Ocala an. Ich habe sie abeholt und wir sind zusammen zur Ranch gefahren und haben noch ein paar Dinge besprochen. Ich habe Mollie geholfen, die Pferde zu füttern, die uns beinahe abgehauen wären - und das, während Pat gerade auf Mettes Ulivi, dem Feuerstuhl, auf dem Playground geritten ist. Puh, das war knapp!

Linda hat sehr lecker mexikanisch gekocht. Nach dem Abendessen hatten wir eine große Vorstellungsrunde: Carlos (ein Freund aus Minnesota, dessen Familie in Käse macht, der eine Ranch betreibt, auf der Parelli-Kurse stattfinden und gerade mit Pat in dem Martin Black Cowhorse-Kurs reitet), Mette Larsen (Ärztin für Geriatrie aus Long Island, NY und Turnierreiterin bis Intermediere auf dem Weg zu Grand Prix) und ihre Freundin Jenny (Mentalcoach für zunächst Schwimmer, dann Reiter, sie ist ebenfalls heute angekommen; den beiden zusammen gehört die  www.willowtreehorses.com), Ryan, Mollie, Alissa, Pat und Linda.

 

Und hier ein paar News für euch: Ich werde mit Lancretio zur Equitana reisen, um am Do und/oder Freitag (21./22.3.) in ein oder zwei Sessions mit Pat und Linda dabei zu sein. Ich habe mich sehr gefreut und bin stolz, dass ich gefragt woden bin. Ich bin sicher, dass es eine spannende und interessante Erfahrung werden wird.

Und: Alissa wird auch nach Essen kommen und anschließend mit nach Taunusstein reisen, um bei uns und in Frankfurt auf dem Hofgut Liederbach einige Hanna Somatic-Sessions für Menschen und Pferde zu machen!

So, Mitternacht und ich muss jetzt schlafen, denn morgen 8h beginnt die erste Hanna Somatic Session für Menschen und ich bin relativ sicher, dass mit all den Leute und Dingen die gerade auf der Ranch abgehen meine letzten Tage hier noch recht vollgestopft und ereignisreich sein werden!

03.03.2013

BUH also heute bin ich zweimal bis auf die Knochen durchgefroren – sitze jetzt in meiner Jacke mit einer Decke um mich herum vor dem Rechner und versuche wieder warm zu werden – aber ein genialer Pat's-Day!

 

9:30h habe ich die erste Session mit Pat und Mettes jungem Pferd Deklyn gesehen. Heute war es kälter als gestern und obwohl ich alle Jacken angezogen hatte, die ich dabei habe, war mir relativ schnell ziemlich kalt.

Mette hat uns beiden dann jeweils eine ihrer Pferdedecken spendiert, in die ich mich eingerollt habe – das hat zumindest gegen den Wind geholfen. Pat hat mit Deklyn den Prozess des Colt-Starting begonnen (dies ist mehr oder weniger ein Re-Start): Accept the Human (as a friend and a leader) Accept the Saddle (placement and wearing it) Accept the Rider (as passenger then guider) Accept the Bit (wearing, communicating).

Pat hat heute in einem sehr großen Roundpen gespielt, zunächst online und dann liberty, alles von Slider aus. „Accept the human“ wurde da schon recht hart auf die Probe gestellt und hinterfragt. „Accept the saddle“ hat auch erstmal für relativ viel GO gesorgt. Dann ist Pat aufgestiegen und geritten – oder sollte ich besser sagen tief geflogen?! Deklyn hat beschlossen Endgeschwindigkeit zu gehen, Pat hat seinen Hut verloren, aber am Ende, ohne die Zügel zu benutzen durchpariert. Er ist einfach so häufig wieder  angetrabt und angaloppiert, wie Deklyn impulsiv geworden ist und hat gewartet bis es SEINE Idee war, anders zu reagieren. BIG CHANGE! Großes Lecken und Kauen! Danach konnte er auch stehen und relaxed sein. Um 1:30h war die Session zu Ende.

 

Ich war einkaufen und habe mich aufgewärmt. Um 15:30h war ich wieder auf der Ranch und habe der Session mit Pat und Mettes RBE Ulivi zugesehen, die bis 18:30 gedauert hat. (Fuckin‘ freezin‘ cold, wenn ich das mal so sagen darf!) Ulivi war am Lasso und die Obstacles waren, der Flattervorhang, die echte Brücke, das Flüsschen und am Schluß der Teich. Ulivi ist immer „all over the place“, rennt um, was ihm in den Weg kommt, hat den Kopf über den Wolken und schaut überall hin, nur Kontakt mit dem Mensch aufnehmen, kommt ihm nicht in den Sinn. Die vielen Bäume haben wieder geholfen ihn am Wegrennen zu hindern und zeitweise war er auch ziemlich leftbrain. Das meiste, was er gemacht hat war allerdings mehr eine Reaktion als eine Antwort.

Pat hat im Vergleich zu gestern hute schon ein paar sehr gute Fortschritte gemacht. Je länger die Sesson ging, desto mehr sind sie in einen gemeinsamen Rythmus gekommen, Ulivi ist runter gekommen und hat mit Pat Kontakt aufgenommen (Rythm, Relaxation, Contact). Am Ende ist einer von Pats Jungs auf seinem Cowhorse durch den Teich schwimmen gegangen und dann ist Mettes Pferd am Lasso tatsächlich hinterher. Beim bloßen Zusehen hatten alle Frostbeulen!

 

An dieser Stelle muss ich hier sagen: HUT AB vor Mette – und das habe ich auch ihr gesagt! Das sind drei ziemlich teure Pferde die sie mit hier hat, alle gehen auf internationalem Level Turniere – und sie fährt ein ziemlich hohes gesundheitliches und damit auch finanzielles Risiko. Und ich bin ganz sicher, es ist nicht leicht für sie bei den meisten dieser Sachen zuzusehen, wo ihre Pferde einfach nur hirnlos lospoltern! Das hat sie mir auch bestätigt und gesagt, dass sie zumindest mit Ulivi schon mehrfach an dem Punkt angekommen war, dass er fast sie und sich umgebracht hätte, und dass sie daher jetzt bereit ist dieses Risiko einzugehen!

(Ich habe Fotos von Sessions mit beiden Pferden von gestern soeben auf Facebook geteilt!)

 

Wieviel besser wäre es, wenn wir KEIN Pferd in Watte packen und ALLEN ermöglichen würden eine gesunde Basis-Erziehung zu durchlaufen, bevor sie zu Athleten spezialisiert werden. Ich glaube das würde das Risiko für Pfleger, Reiter und die Pferde selbst sich zu verletzen auf ein Minimum beschränken und allem Umgang so viel besser machen!

02.03.2013

Nachdem ich Jaes Pferde gefüttert hatte war ich um 7:30h auf der Ranch. LeDancer stand mitten im Teich und hat mit seinen Füßen drin rum gegraben, als ich die Pferde von der Koppel holen wollte – Video gibt’s auf Facebook!

 

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Heute habe ich mit Na’vi angefangen. Erster Teil während wir noch auf Linda gewartet haben im Roundpen am Stall (Circles ohne Tailswishing), dann weiter online auf dem Playground (figure 8’s um die Tonnen). Nachdem beides ganz gut war, zu mehreren Baumstämmen und herankommen für Aufsteigen. Als auch das ohne fiesen Blick ging, bin ich aufgestiegen. Ich bin mit ihr auf “leichten Umwegen“ in ca. 15 min in die Arena und bis zu den anderen gekommen ;-) und sie hat nur zweimal versucht in meinen Fuß zu beißen. Dann bin ich abgestiegen und habe sie zurück geführt, während die anderen geritten sind. Linda meinte „good job, you can be happy“ und nach meinem ungläubigen Blick hat sie ergänzt „you didn’t get bucked off“.  Stimmt :-)

 

Danach habe ich LeDancer gesattelt und Linda hat gemeint, ich könnte es doch mal mit einem liberty-warm-up versuchen. Der Roundpen ist nicht besonders hoch…. aber ich wollte das sowieso gern ausprobieren, also why not! Es ging, als hätten wir seit Jahren geübt. Rein gehen, Halfter abnehmen, weg gehen, LeDancer immer mir nach. Vorhand bewegen, Hinterhand bewegen, alles sehr leicht. Jojos rückwärts nicht so gern aber super schnell zu mir zurück, Circling im Schritt und Trab und zu mir zurück – fertig. Ich war EXTRA HAPPY damit!

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Auf dem Playgound und später in der Arena haben ich heute wieder zuerst an meinem Sitz  gearbeitet und dann waren wir beide so locker, dass ich sogar in einem etwas versammelteren Tempo im Aussitzen Schulter hereins und Trab-Galopp-Übergänge reiten konnte!

 

Im Anschluß ist die komplette „Gang“ Pat, Mette, Neil und Sue, Linda, Ryan, Mollie und ich zu Dish zu Lunch gefahren. Dort hatte ich meinen ersten guten Kaffee seit ich hier bin!

 

Wir haben danach mit Linda in ihrem Stall die Videos vom Besuch von Luis Lucio gesehen (siehe auch Di 26.02.), wie er mit Jazz und dem Pulsmesser gearbeitet hat und erklärt was er macht und wieso – super interessant!

 

Gleich im Anschluss kam Pat und hat mit einem (der beiden anderen) von Mettes Pferden gearbeitet, das sehr leicht rightbrain wird und dann ein runaway ist. Sie war schon einmal ziemlich fies verletzt und im Krankenhaus, weil er beim Verladen Panik bekommen hat und sie im Anhänger an die Wand gedrückt hat. Pat hat zwei Stunden mit dem Pferd gearbeitet.

Enorm, mit wieviel Geduld er dem Pferd erlaubt hat alles auszuprobieren, seine eigenen Erfahrungen zu machen und seine eigenen Entscheidungen zu treffen. „Make the right thing easy and the wrong thing difficult“ und „it’s all about TRUST” (they need to trust you, that you are not going to MAKE them do it) haben eine neue Bedeutung bekommen.

 

Leider hatten wir heute max. 14 Grad plus und relativ starken Wind, so dass ich nach 2 Stunden komplett durchgefrostet war und bei Jae erstmal lange heiß duschen musste.

01.03.2013

Frau Laut hat an ihrem letzten Morgen nochmal alles für einen gelungenen Abschied getan – OMMMM!

 

Time flies by – schon März! Schlechte Nachrichten: Walter Zettl ist krank und kann leider nicht kommen :-(! Aber wer weiß warum es so sein soll – es gibt bestimmt ein paar interessante andere Sachen, die sonst so nicht passiert wären :-)!

 

Wir sind morgens alle zusammen geritten, Linda mit Jazz, Ryan mit Mocha, Mollie mit Reese, Mette und ich mit LeDancer. Alle anderen waren in der Arena, ich nicht. Mein Ziel für heute: Takt und Tempo bleiben gleich, obwohl ich auf dem kompletten Playground reite, unebener Boden, up und down und auch wenn ich von Aufrichtung in Dehnung und zurück wechsle.  LeDancer hat nur ein einziges Mal gespookt – als ich das erste mal über einen Baumstamm springen wollte, dachte er das könnte doch wohl nicht mein ernst sein ;-) war es aber! Danach lief alles wie am Schnürchen – so ein GUTES Pferd. Mette kam vorbei geritten, um sich zu erkundigen, ob er mir gehört und wie er gezogen ist und sagte „what a nice horse“ – yes he is!!!

Linda hat mich ganz am Schluß nochmal mit in die Arena genommen, ist neben mir her geritten und hat mir noch ein paar Sitz-Dinge gezeigt, die ich aber nur sehr kurz ausprobiert habe, bis ich verstanden hatte, wie es geht. Dann MUSSTE ich aufhören, LeDancer hat das Ziel heute easy übertroffen.

 

Zurück am Stall haben wir die Pferde abgesattelt, dann sind Mollie und ich zu Pats Barn gefahren, um bei einer Session mit Mettes jungem Pferd (ein Ferro x Rubinstein – kommt das jemand bekannt vor?) zuzusehen.

Zuerst hat Pat noch vom Pferd aus im Roundpen mit einer zweijährigen Stute at liberty gespielt, die sich ihm super schnell angeschlossen hat. Danach hat sie einen Sattel angezogen bekommen und durfte frei herumlaufen, um die Gegend, die anderen Pferde und den Stall zu erkunden ;-) – Mette und ihr Pferdepfleger haben über diese Vorgehensweise leicht gestutzt. Pats Erklärung: so kann sie sich mit allem vertraut machen und denkt nicht darüber nach, dass sie einen Sattel trägt und kann sich ganz einfach daran gewöhnen – logisch oder ;-)?!

 

 

K640_Pat Filly

 

Mettes Pferd war ziemlich leftbrain und pushy. Auch er war frei im Roundpen, Pat ist Slider geritten. Pat hatte einen sehr langen Stick und Ziel waren Wendungen in den Zirkel hinein und nicht mit Blick nach außen. Das ging erst ganz ok, und dann hat das Pferd entschieden „You and who?“ und erst mal die wilde Wutz raus gelassen, mit fett Kicken in Pats Richtung. Die Zuschauer haben geholfen, es am Rausspringen zu hindern ;-)! Großer Vorteil, wenn man sowas macht: auf einem Cutting-Pferd zu sitzen, das seinen Job gut kennt und auch riesige Artgenossen cuttet ;-).

Pats Energie ging genau mit der des Pferdes hoch und runter, er hat sich nie aus der Ruhe bringen lassen oder im Laufe der Zeit mehr Druck gemacht. Die Zuschauer haben alle gefroren, weil der Roundpen im Schatten lag und es windig war. Nach eineinhalb Stunden hat Mettes Pferd zum ersten Mal eingelenkt, hatte dann nochmal einen kurzen Flashback und dann war „bursting through pressure“ eine Sache von gestern. Sau Sau Cool! Als er nicht mehr von Pats Seite weichen wollte, hat er Mette rein geholt und sie hin und her laufen lassen, immer von ihrem Pferd weg und ihr Pferd ist mit Ohren vor im Schritt, Trab, Galopp hinter ihr her ohne dass sie es abschütteln konnte und ist trotzdem nie pushy geworden. Alles zusammen hat zwei Stunden gedauert – und das trotz Pat Parelli. Der war allerdings begeistert von seinem Kontrahenten!

Im Anschluß hat Pat uns alle zu Enchiladas, Guacomoli und Taccos eingeladen, die für Lunch geordert waren – jummy!

(auf dem Foto machen alle Fellkraulen miteinander)

 

K640_Pat Mette

 

Am Nachmittag waren wir nochmal mit Linda verabredet, Mollie und ich sind mit ihr geritten und ich habe beschlossen, LeDancer heute ein zweites Mal zu reiten. Aber diesmal war das Ziel nur Sitz-Schule für mich selbst. Ich hab im Schritt, Trab und später auch Galopp am losen Zügel geritten, der teilweise gegen seinen Hals hin und her gewippt ist. Das hätte ihn noch vor nicht allzu langer Zeit komplett aus der Fassung gebracht – heute nicht mehr ;-). Ich weiß nicht, ob ich‘s schon geschrieben hatte – what a good horse. Er war am Ende null geschwitzt, trotz ungefähr einer Stunde reiten!

Danach habe ich noch zugesehen, wie Linda Mollie gecoached hat, die  mit Century leichte links-gehirnhälftige Impulsions-Probleme hatte – ihr Pferd hat immer wieder den Kopf hoch gerissen und ist durchgestartet. Auch hier ging es nie um Bestrafung oder Reglementierung – sondern dem Pferd helfen, selbst die richtige Entscheidung zu treffen, und das was er gemacht hat, nicht mehr gut zu finden – genial! Ca. 20 min später war ein anderes Bild zu sehen.

 

Jaes Mann Ralph und ich waren heute Abend also allein zu Haus. Jae ist gestern mit einem ihrer Pferde zu einem Kurs gefahren, so dass ich die verbleibenden zwei morgens und abends füttere und ein- bzw. ausdecke! Ralph bemerkte bei unserem netten Abendplausch, dass es jetzt wieder so angenehm ruhig wäre - grins! Außerdem sagte er, dass ich einer seiner Lieblings House-Guests sei, weil wir die gleiche Art von Humor hätten und ich wäre IMMER willkommen. Wie nett!

28.02.2013

Da Linda heute den ganzen Tag ein Meeting hatte, waren wir komplett in freier Zeiteinteilung unterwegs. Mein Plan auszuschlafen, ging dank Frau Laut leider nicht auf :-(. Sie reist morgen früh ab YEY YEY YEY!

 

Auf der Ranch habe ich LeDancer von der Koppel geholt und mit ihm und Lindas neuem Sattel begonnen. Warm-up vom Boden – ich dachte ich bring ihm mal was Neues bei: Achten um zwei Hütchen (was ja jetzt geht, weil Hütchen am Boden keine Pferde mehr fressen)! Er hat es deutlich schneller verstanden, als ich erwartet hatte.

 

Also bin ich in der fenced Arena geritten. Ich hatte gestern noch eine Simulation mit Linda über den Sitz beim Leichttraben und habe das heute in einer Passenger-Lesson im Trab ausprobiert – LeDancer hat sofort abgeschnaubt – hm, that stuff bloody works ;-)! Die Herausforderung ist jetzt, das IMMER beizubehalten.

Wir haben Konter – und  Schulter hereins geritten und legyields in und aus dem Zirkel. Goal: ohne Stress schön an beide Zügel herantreten. Wenn er‘s ein paar Tritte durchgehalten hat, haben wir ein Päuschen gemacht. Dann haben wir das gleiche im Galopp und Außengalopp gemacht – ging sehr gut! Schwitzen ließ sich heute nicht vermeiden, aber ich denke, das lag mehr an der Sonne und den Übungen, LeDancer machte einen gechillten Eindruck und wir haben zum Cool-Down noch einen Ausflug über den Playground gemacht.

 

Nach einer kurzen Pause habe ich Na’vi auf der Koppel abgeholt und bin mit ihr ebenfalls zum Playground. Sie hat heute das große TEST-Programm gefahren. Aber ich hatte Zeit Poker zu spielen, in aller Ruhe bei dem zu bleiben, was mein ursprünglicher Plan war und alle Schulen über der Erde einfach zu ignorieren. Das Zählen des Abschnaubens hat mir verraten, wieviele Punkte ich gemacht habe – meist hinter meinem Rücken ;-)!

Meine Ziele: 1) „figure 8“ um zwei Tonnen, ohne dass ich etwas anderes tun muss, als das Rope aus dem Weg zu nehmen 2) Circling Game im Trab (halte die Gangart, halte die Richtung) in entspannter Haltung, ohne fiesen Blick und ohne Schweifpinseln. Nach 1,5 Stunden hatten wir beides erledigt und Na’vi hatte einiges zu Lecken und zu Kauen. ….hihi!

 

.... es ist noch unklar, wie ich zu Hause mehr wie zwei Pferde pro Tag schaffen soll :-) ..........

 

Zwischenzeitlich war Mette (eine Reiterin vom Dressage Summit) mit drei ihrer Pferde hier angekommen. Sie wird so lange bleiben wie ich auch und ebenfalls bei Walter mitreiten, wie cool! Es bewegt sich was!

27.02.2013

Business as usual heute. Um 9h waren LeDancer und ich Richtung Playground unterwegs – ohne zu zögern ist er einmal komplett über die Brücke gegangen, dann im Trab in travelling-circling mit ein paar Sprüngen zurück zu der Stelle an der ich Trense und Helm deponiert hatte. Ergebnis eines sehr kurzen Warm-ups: CALM – CONNECTED – RESPONSIVE! Sehr gut!

 

Heute wollte ich in der fenced Arena reiten, weil LeDancer dort leicht emotional wird. Und wie Linda uns so schön vermittelt hat, es ist sehr wichtig „that your horse knows the GOAL!“. Und es ging gut los, nachdem ich nur eine lange Seite im Schritt am langen Zügel entlang geritten bin wurden die Schritte länger und er hat abgeschnaubt, perfekt. Durch den Regen gestern konnte man sehr gut unsere Fußspuren sehen. Das habe ich zur Visualisierung ausgenutzt und große, mittlere und kleine Kreise in einen großen Zirkel geritten, so dass man innerhalb die Richtung wechseln konnte. Mein Ziel: stay calm, die Hilfe: das Muster und wichtig für mich: don’t worry about anything else.

 

Und guess what: es ging ALLES! LeDancer blieb relaxed, Richtungswechsel, Tempowechsel, Gangartwechsel, Linksgalopp, Stellung/Biegung rechts, langer, loser oder kurzer Zügel, GoC, nichts konnte ihn aus der Ruhe bringen UND er hatte nach wenigen Runden immer die richtige Stellung und Biegung ohne dass ich auch nur irgendetwas dafür tun musste! Ich musste mich zwingen aufzuhören, so viel Spaß hat das gemacht. LeDancer war super zufrieden, hat immer wieder geschnaubt und war nur sehr leicht unter dem Sattel geschwitzt – großes YES!

 

Erkenntnis des Tages: Wie oft versuchen wir krampfhaft den Körper unseres Pferdes zu bewegen und zu trainieren, statt unsere Zeit darauf zu verwenden, sie MENTAL ins Boot zu holen!? („Does your horse know the goal?“) Wieviel einfacher wäre das jeder Umgang und jedes Training, wenn wir DAS perfekt beherrschen könnten….

 

Linda hat angeboten in der zweiten Pferderunde eine Demo für mich mit Na’vi zu machen, was ich sehr gern angenommen habe. Es war gut mal zu sehen „what would Linda do“ – und tröstend, dass Na’vi mit ihr die gleichen fiesen Gesichter, Schulen über der Erde und Tandren abzieht wie mit mir ;-).

Unbezahlbar: in der ersten Reihe zu stehen, alle Fragen stellen zu können und das gesehene mit ihr zu diskutieren! Mein Hirn war „toasted“ nach dieser Session. Na’vi und ich mussten ganz viel lecken und kauen, während wir den anderen noch beim Reiten zugesehen haben.

 

Dann Mittagspause bis 16h. Ich habe LeDancer schon vorher wieder von der Koppel geholt. How interesting: ich stelle mich an den Zaun, er schaut, ich schaue und denke an Hanna Somatics mit ihm, er kommt! und alle anderen auch ;-)! Wir haben alle Sachen mit den Beinen wiederholt, was eine gute Stunde gedauert hat, aber er hat unangebunden da gestanden und wieder super mitgemacht. Immer wieder tiefe Seufzer, wenn wir gerade einen ganz zittrigen Muskel hatten, ganz viel Lecken und Kauen. Ich war gerade fertig, als Linda wieder raus kam um Alure zu reiten. Ich mit LeDancer und Mollie mit Highland sind hinterher und haben zugesehen. LeDancer hat die komplette Zeit tief geschlafen – ich saß auf einer Tonne, Vinny auf meinem Schoß.

 

Zweite Erkenntnis des Tages: Wie häufig trainieren wir das ENDZIEL, das „fertige Bild“, während wir statt dessen lieber tun sollten, „what the horse needs“, denn dann bekommen wir so viel einfacher „what we want“!  Ich habe viele großartige live Demos und Videos von Pat und Linda gesehen und ich kann euch sagen, ich sehe sie beide N I E diese Dinge „trainieren“. Sie checken ihre Pferde, werten, was es ist, dass dieses Pferd HEUTE am nötigsten braucht, und sind so lange es eben dauert super geduldig, bis das Pferd genau das herausgefunden hat! Keine Bestrafung, kein Kampf, alles wird so optimiert, dass das Pferd am Ende einen Lernerfolg hat – was für ein Kontrast zu "Normal-Ville". Die Umgewöhnung wird mir wieder sehr schwer fallen.

26.02.2013

Um 6:30h habe ich gedacht, jemand schüttelt das Haus, aber es war „nur“ ein Gewitter mit richtig viel Regen. 7:30h war ich auf der Ranch und wir haben die Pferde rein geholt. Lindas Pferde dürfen frei von der Koppel zum Stall laufen, aber sie hatten auch Gewitter geladen und haben erst mal ein paar Runden gedreht, so dass wir alle nass waren.

 

Das Wetterradar hat Regen für den kompletten Vormittag vorausgesagt. Als Linda kam hat sie beschlossen eine Q&A Runde mit mir zu machen, über meine Art des Pferdetrainings beim Reiten. Wie sieht mein Warm-up aus? Welche Stichpunkte behalte ich dabei im Kopf? Was sind Dinge, die ich checke? Welche Übungen wähle ich für welche Dinge? usw. usw.

Danach hat sie noch vom Besuch von Luis Lucio (http://www.luislucio.com/english/doma-nat/index.htm ) berichtet, der jetzt das spanische Dressurteam betreut. Er hat eine Studie gemacht, in der er mittels Pulsmesser den Herzschlag der Pferde im Training gemessen hat, um zu sehen, wann das Pferd eine Pause braucht, und wie lange diese sein muss. Was er dabei noch herausgefunden hat, ist besonders interessant. Als er ein sehr schwieriges Pferd im Schritt warm geritten hat, dachte er zuerst  der Pulsmesser sei kaputt, weil die Herzrate extrem hoch ging. Nachdem sie das Gerät mehrfach „reset“et hatten, war klar, dass das Pferd einfach nur enormen Streß wegen des Reiters hatte. Das fiel auch bei anderen Pferden in bestimmten Übungen auf, wie z.b. fliegende Wechsel. Wenn man genügend lange wartet, normalisiert sich das wieder, und das Pferd kann wieder Atmen und auch wieder Lernen. Ich hoffe, wir werden seine Session mit Jazz noch auf Video ansehen am Wochenende.

Linda und Luis sind befreundet, besuchen sich von Zeit zu Zeit und lernen voneinander. Sie hat sofort angeboten, für mich zu arrangieren, dass ich mal mit Luis reiten kann, if I want to. COOL!

 

(Luis schreibt: „After all that, 30 years of professional experiences as a rider and trainer and having achieved the preparation of 10 European Junior and Young riders Championships as a trianer and 2 Olimpics, Atlanta and Sidney, as a rider, I have realised that in the training and developing the diferent skills of our dressage horses and riders , we need seriously to improve in mental and emotional knowledge of the horse.

Pat and Linda Parelli came into my life end 2002 (..) From the first moment, they gave me their friendship but not only that, they also shared with me their enourmus amount of experiences and knowledge about all those areas that I needed, those that were, still after so long time, without the right answer. Discover the mental and emotional control of our horses and improve our leadership using the right lenguage coming from the natural behavior of the horses, are the keys of this extraordinary method that Linda and Pat offered me.“)

 

Linda hatte nachmittags einen anderen Termin. Mollie, Ryan und ich haben eine Lunch-Pause gemacht und dann auftragsgemäß angefangen alle Pferde für Walter Zettl aufzuhübschen. Heute gab es: Langhaar schneiden und scheren aller plüschig überstehenden Haare am Kinn, an den Ohren, an den Beinen und Hufen. Das wird für meinen Geschmack für einige Pferde etwas zu übertrieben häufig gemacht, genau wie das Waschen mit Shampoo, aber das ist hier halt so!

 

Im Anschluß war ich mit Jae noch bei Tack-Shack, sie wollte nach einem Westernsattel schauen, ich nach speziellen Gamaschen. Beides gab es nicht, aber für mich gab es dafür ein paar neue Stall-Schuhe von Ariat ;-). Auf dem Heimweg war ich Food Shopping und habe mir noch Sushi geholt – yummy!

Jae und ihr Mann Ralph sind zum Abendessen ausgegangen,  meine Zimmernachbarin war noch nicht aufgetaucht und so habe ich mir noch eine DVD über „Equine Hanna Somatics“ angesehen -  :-) ein guter Abend!

25.02.2013

Da ich LeDancer  um 9:30h für Linda und Jim vorreiten sollte, war ich eine Stunde vorher auf dem Playground. Habe sehr locker mit Touch-it’s im Schritt begonnen, dann ein paar Sprünge und „a million transitions“. Gegen 9h bin ich aufgestiegen und habe angefangen zu reiten. „Game of Contact“ im Schritt, Trab, Galopp, in and out of the arena, dann Zirkel links rechts, Schulter hereins und war 15 min vor der Zeit fertig.

Linda kam mit Jazz, Jim mit dem Auto ;-)! Dann haben LeDancer und ich gezeigt was schon alles geht und Jim hat noch ein paar Fragen gestellt. Er wird LeDancer vermutlich am Freitag nochmal beschlagen, um seine Hüfte noch etwas aus der links-tief-Stellung heraus zu korrigieren. Er war aber sehr erstaunt, wie gut  und wie schnell sich alles bis jetzt entwickelt hat. So – everybody was happy, including me and my horse!

 

Ich war froh, dass ich so früh geritten bin, es war heute sehr heiß und feucht. Ich bin abgestiegen und habe den anderen beim Reiten zugesehen und „undemanded time“ mit LeDancer verbracht, was er glaube ich sehr gut fand. Als die erste Runde Pferde fertig war, bin ich mit zurück zum Stall, habe LeDancer geduscht. Linda ist Zen geritten, während Na’vi und ich online über den Playground „geflogen“ sind. Sie hatte beschlossen noch etwas extrovertierter zu sein und meine Fähigkeiten noch etwas gründlicher zu testen. Wir kamen beide reichlich außer Atem und ins Schwitzen und sie war körperlich glaube ich am Ende in der besseren Verfassung als ich ;-).

 

Linda hatte heute das Gaspedal ganz nach unten durchgetreten! Sie ist zuerst Highland geritten, Mollie und ich haben Alure für sie mit zum Playground genommen, den sie danach noch geritten hat. Wir haben zugesehen und konnten Fragen stellen. UFF!

 

Mollie, Ryan und ich waren bei YumYum zum Mittagessen und haben dann das „Goal-Board“ ausgefüllt. Linda kam ab 15:30h wieder dazu und wir haben bis 18:30 über unsere Ziele und Wege dahin etc. pp. gesprochen. Das war alles sehr interessant und aufschlussreich.

 

Jetzt bin ich leicht „brain-dead“ – werde aber versuchen meine Notizen noch etwas klarer zu formulieren, damit ich damit später auch noch was anfangen kann.

24.02.2013

Ich habe heute Nacht 11 Stunden geschlafen :-) – wunderbar! Nachdem ich dann einige Zeit mit Skypen und FaceTimen verbracht habe, bin ich gegen Mittag auf die Ranch gefahren. Auf dem Weg fing es an sehr leicht zu regnen.

 

Ich habe dann flexibel beschlossen, eine Theorie-Session einzulegen und habe schlussendlich den kompletten Nachmittag damit verbracht, die „The Scale of Training“ DVDs zu sehen, mir Notizen zu machen, zurückspulen, nochmal sehen, nochmal hören, etc. pp.! Ich habe zwar  jetzt leicht quadratische Augen aber es war gut, so viel Stoff an einem Stück zu sehen – ist wie beim Lesen, man bekommt ein anderes Bild – runder.

 

… und da ich noch nicht ganz fertig war, die letzte DVD fehlt mir noch, wird die, nachdem ich zwischenzeitlich nach Hause gefahren bin und zu Abend gegessen habe, jetzt auch noch rein gezogen!

 

In einer kleinen „Sendepause“ war Linda kurz im Stall und wir hatten ein paar sehr interessante Gespräche zu diesem Thema und einigen anderen, von denen ich aber noch nicht berichten kann ;-). Sie kam, um mich zu bitten, morgen um 9:30h LeDancer für sie und Jim vorzureiten, was ich natürlich sehr gern tun werde!

 

Zwischenzeitlich gibt es einiges an Fotos und Videos zu gestern auf meiner Facebook Page!

23.02.2013

Ich bin zwar hundemüde, aber da ihr schon bald wieder aufsteht, und ich euch gestern nicht verraten habe, was ich heute mache, schreibe ich noch meinen Blog. Die ganze letzte Nacht war es so warm, dass der Ventilator laufen musste, und ich konnte nicht gut schlafen.

5:30h aufstehen, 6:30h im Stall sein, 7h beginnen fünf Pferde in einen Anhänger zu verladen. Zuerst Jazz, dann eine Trennwand, dann Mocha und Legend, Trennwand, LeDancer und Reese. Le Dancer musste sogar zweimal einsteigen, weil er erst neben Mocha sollte, dort aber wegen seiner Größe nicht hingepaßt hat. Ein Truck davor mit 5 Leuten drin (in der Reihenfolge zu den Pferden: Linda, Ryan, Carol, ich und Mollie). Um 7:30 waren wir schon unterwegs Richtung St. Augustin, unser Ziel war Crescent Beach wo wir gegen 9:30h auf einem kleinen Parkplatz geparkt haben. Für LeDancer musste Linda für unsere kleine Reise gestern noch seine Papiere bei der Züchterin besorgen, die wohl leicht erstaunt war, dass wir ihn VERLADEN wollten und mit ZUM BEACH nehmen (dachte wohl insgesamt, wir sind nicht ganz bei Trost) ;-).

 

Es war windig aber warm. Zwischen Autos, Personen und flatternden Dingen haben wir die Pferde ausgeladen und sind erstmal online mit ihnen die paar Meter zum Strand gelaufen. Alle waren etwas aufgeregt, aber sehr brav. Carol war schon häufiger hier am Strand und hat uns das Permit besorgt und war sozusagen unser Führer. Ryan mit Mocha, Mollie mir Reese und ich mit LeDancer waren ziemlich schnell im Wasser. Jazz war die Sache am ungeheuersten, er ist mal lieber draußen geblieben. Die Wellen waren nicht gerade niedrig, aber das Wasser sehr warm, so dass es kein Problem war, ebenfalls hüfttief im Wasser zu stehen und mit den Pferden zu spielen. (Sicherheitshalber und weil ich meine Füße  mag, mit Schuhen!) Mocha und LeDancer sind sogar durchs Wasser getrabt und es hat ihnen sichtlich Spass bereitet.

 

Danach sind wir zurück zum Truck und haben die Pferde fürs Reiten fertig gemacht, Linda und ich mit Sattel, der Rest mit Barebackpads und „off weg go“. Beim Reiten hat LeDancer schon mehr geschaut und sich auch mal erschreckt, aber nichts im Vergleich zu noch vor einigen Tagen und in Angesicht dessen, dass die Wellen nicht von schlechten Eltern waren. Wir sind ins Wasser geritten und wieder raus, jeder in der Gangart in der er wollte, wer geloppiert ist musste halt ab und zu mal umdrehen. Irgendwann waren wir alle mindestens im Trab unterwegs – ich habe im STARKEN TRAB (nur fliegen ist schöner) noch einige der anderen beim galoppieren überholt und LeDancer dann aber doch gebeten auch zu galoppieren. Cooooooooooooooooooooooooool!

 

Carol war die einzige, die ein Telefon dabei hatte und zum Glück Fotos und Videos gemacht hat. Wenn man mit dem Pferd ins Meer reitet verliert man komplett die Orientierung über die Bewegungsrichtung, denn das Pferd bewegt sich mal vorwärts in Meer rein, mal rückwärts oder seitwärts je nach Wellen und das Wasser kommt ja auch hin und her unter einem durch – da kann es einem richtig schlecht bei werden ;-). Insidertipp: Wenn das passiert, einfach kurz zurück in den Sand reiten, dann geht’s wieder.

Ryan ist einmal so weit rein geritten, dass er nicht mehr rechtzeitig weg kam, als eine sehr große Welle kam und ihn samt Pferd erst mal überrollt hat – ich denke das Video wird es auf Facebook geben, spektakulär, ich teile das dann!

 

Gegen 13h waren wir wieder zurück am Truck, inzwischen war der Parkplatz RICHTIG voll, haben die Pferde abgesattelt und sie haben brav Schlange gestanden und sind einer nach dem anderen eingestiegen. Keine 5 Minuten für 5 Pferde! Wir haben in einer netten Strandbar zu Mittag gegessen und uns kurz nach 14h wieder auf den Heimweg gemacht. Auf dem Weg haben wir noch bei Dairy Queen Nachtisch geholt (ich: Frappucchino) und bei einem Orangen-Laden angehalten. Überall, wo wir mit dem Parelli-Anhänger angehalten haben, sind wir wie die Filmstars angesprochen worden. (Pat und Linda gibt es hier nämlich auch regelmäßig im Fernsehen!)

 

Zurück auf der Ranch haben wir die Pferde ausgeladen und nochmal komplett entsalzt (geduscht) – ann durften sie zurück auf die Koppel. Wir haben den Anhänger ausgeräumt und dann war ich auch schnell duschen bevor wir abends noch eine Pizza Party in Lindas Barn hatten. Carol hat den Teig gemacht, Linda Salat und Belag mitgebracht, Mollie hat Margaretas gemacht. Währenddessen haben wir die Photos und Videos des Tages auf dem großen TV angesehen. Aus dem Teig gab es nicht nur Pizza sondern auch noch frische Donuts zum Nachtisch – und die waren echt lecker! LeDancers Züchterin hat sich heute abend noch erkundigt, ob alles gut gelaufen ist ;-)!

 

Wir haben noch in eine paar andere Videos rein geschaut, aber alle waren müde vom frühen Aufstehen und dem ganzen Ausflug, so das wir dann beschlossen haben, schlafen zu gehen.

 

Auf dem Heimweg fahre ich immer an einer Farm vorbei, vor der ein sehr schöner großer Teich mit Steg und zwei großen Fontainen liegt, die nachts beleuchtet sind – wunderschön. Die Farm heißt bezeichnender weise  „Heaven Can Wait Farm“. Es ist noch T-Shirt-warm (70 Grad F, 21 C) draußen, aber man konnte schon überall die Blitze am Himmel sehen, es soll Gewitter geben in den nächsten Tagen.

 

Morgen schlafe ich aus! Danach versuche ich die Fotos/Videos zu besorgen  ;-) .

22.02.2013

7:30 im Stall gewesen, Pferde rein holen und fressen lassen, dabei Putzen! Linda war um 9h da. Sie (Jazz) und Ryan (Apollo) sind geritten, ich bin zum Playground gelaufen und habe noch einmal die Brücke und die Plane wiederholt. Komplett über die Brücke laufen und auf der Plane stehen bleiben ging nach 2 min – sehr gut!

 

Also bin ich aufgestiegen und Pat kam vorbei und hat uns eine kleine Session in „riding with your willpower“  gegeben. Phase 1: Willpower + Focus – wenn das Pferd zu mindestens 45% vom Weg abgekommen ist, Unterschenkel um die Hinterhand zu wenden und die Nase wieder in die richtige Richtung zu lenken, Zügel nur dann wenn der Schenkel mit GO verwechselt wird.

 

Im Anschluß haben wir einen Ausritt gemacht und sind mit Pat zu seinem Stall zurück geritten. Auf dem Weg dorthin hatte ich noch eine erweiterte Unterrichtsstunde zu obigem Thema mit Demos. LeDancer war absolut cool, Risse im Beton, tausend unterschiedliche Untergründe, Gebüsche und galoppierende Vollblut-Fohlen waren kein Problem – er war „on the mission to go somewhere“.

 

In Pats Stall gab es einiges zu sehen: Hunde, die lange Leinen an einem hoch gespannten Drahtseil entlang ziehen, Kühe, Startboxen für die Galopprennbahn, ein Schmied-Platz und eine Elektro-Kuh, die mittels Fernbedienung, die er an seiner Hand hatte, bewegt werden konnte. Die beiden anderen Pferde waren aufgeregter wie LeDancer. Ich konnte sogar auf den Wegen um den Stall herum traben, von den anderen weg, an den Hunden und Kühen vorbei.

 

Beim Rückweg war er vorneweg, nach dem Motto „alle mir nach“! Im Stall durfte er sofort auf die Koppel zurück.

 

Linda hat mich dann gecoached, während ich mit Na’vi im Roundpen erst online und dann at liberty gespielt habe. Sie war nicht ganz so aufsässig wie gestern, aber das „kleine“ Testprogramm hat sie doch gefahren. Ich habe dank Linda alle Punkte gemacht (auch die hinter meinem Rücken) – Na’vi musste deshalb ganz viel ihre Füße bewegen und lecken ;-).

 

Nach der Mittagspause haben wir uns nochmal getroffen, Linda ist Highland geritten, Ryan Zen. Für mich hatte David einen großen (4 Pferde!) Anhänger (mit Tür und ohne Rampe) zum Stall gebracht, weil ich mit LeDancer verladen wollte.

Es hat nur relativ wenig squeeze hinter der Tür hin und her gebraucht, bis er hinein geschaut hat. Nachdem er dann auch mal einen Fuß rein gesetzt hat, musste er sich erst noch mal kräftig erschrecken, aber take the time it takes  und it’s not about the trailer, waren wir schon nach einer Stunde soweit, dass er ganz ruhig mit 2 Füßen drin stehen konnte und relaxed war. Dann habe ich Jo-Jos gespielt, alle Füße rein, alle Füße raus. Wenn sie wirklich rein „steigen“ müssen, ist das sehr gute, dass sie auch relativ langsam raus-steigen!

Carol kam vorbei und hat mir geraten in der Front eine Rampe zu öffnen und ihn durchzuführen. Ich habe gelernt: man sollte auf sein Gefühl vertrauen und dann auch gut gemeinte Ratschläge ablehnen. Oder wie Ulrich gerne sagt „Gut gemeint ist das Gegenteil von gut gemacht!  - das hat sich auch hier Bewahrheitet – denn LeDancer ist vorne natürlich völlig kopflos runter gestolpert. Leider hat ihn das diesmal zunächst auf seine rechts Gehirnhälfte zurück gebracht, aber zum Glück nicht lange. Ich habe einfach die Front wieder geschlossen :-). Linda kam im gleichen Moment und meinte, das sei eine gute Idee von mir.

Mit Lindas Hilfe bin ich dann mit LeDancer komplett eingestiegen und wir haben Friendly Game mit den Dividern und der Tür gespielt, was gut ging. Dann sind wir noch mehrfach im Hänger rückwärts und wieder vorwärts immer hin und her, bis wieder ganz raus und ganz rein ganz einfach hatten.

 

Das war’s – LeDancer zurück auf die Koppel und den Anhänger packen, denn morgen fahren wir weg und ich verrate noch nicht was wir machen – also bis moooooooorgen!

21.02.2013

Morgens hab ich mich so gefühlt, als ob ich demnächst eine Erkältung bekomme – erste Hilfe  Vitamin C und Zink bei Jae bekommen.  Um 7:30h war ich auf der Ranch – zum Glück, denn die Instructoren hatten auf 8:30h vorgezogen und wie ich dann erfahren habe, sollte ich das Programm mit bestreiten.

 

Also habe ich LeDancer mal schnell schick gemacht und gesattelt, Trense und Gerte in das Golfcard gepackt und war right on time fertig, als everybody came. Die Truppe hatte eine Tour durch den Stall und wurde dann zum Playground vorgeschickt. Linda mit Jazz und ich mit LeDancer sind gefolgt. Beide Pferde hat es nicht wirklich hinter all den Raubtieren dorthin gezogen ;-). Wir haben ihnen Zeit gelassen.

 

LeDancer und ich waren Part 1 des Programms: Brücke und Plane am Boden. Ich brauchte nur 5 min Wiederholung von gestern, dann war er von rightbrain nach leftbrain gewechselt stand mit 2 Füßen auf der Brücke. Linda meinte, ich soll nach 4 Füßen fragen, was ich getan habe. Er hat das brav gemacht, aber dann festgestellt, dass er sich doch ziemlich fürchtet – also haben wir gewartet, ob er sich irgendwie bewegen möchte, aber nein. Dann sagte Linda, ich soll mich umdrehen und mit Zug auf dem Seil über die Brücke laufen, LeDancer hat zwei Schritte gemacht und ist dann seitlich von der Brücke gefallen – typischer Fall von „Augen zu – und durch“ im wahrsten Sinn des Wortes. (Caused by Emotional Resistance!) Er war selbst verdutzt sich am Boden wieder zu finden, hat sich also wieder hoch gerappelt und hat sich auch nicht aufgeregt. (Kann mir lebhaft vorstellen, wie einige Pferdebesitzer hierbei ausgefreakt wären, wenn ich das mit ihrem Pferd gemacht hätte :-)) Wir sind wieder rauf gekrabbelt, 2 Füße, 4 Füße, stopp, dann weiter – diesmal ist er etwas später runter gestolpert und nicht bis zum Boden gestützt – ein Fortschritt ;-)! Wir haben das noch so ca. 4x wiederholt, bevor er es geschafft hat mir über die komplette Brücke zu folgen. Er war die komplette Zeit leftbrain.

 

Dann sind wir zur Plane und haben das so ähnlich wiederholt, in den Pausen immer wieder mal zurück zur Brücke, dann wieder Plane, bis er ruhig drüber gehen konnte. Zwischendurch hat er sogar mit den Vorderfüßen aufgestampft, mit der Nase weg gezogen und ist mit den Vorderfüßen hoch gehopst – very very leftbrain, wie cool!

 

Linda hat anschließend mit Jazz in der fenced Arena eine Liberty Demo gemacht, ich habe getrenst und bin aufgestiegen und habe nach ein paar kleinen Reit-Checks auch zugesehen. Linda hat auch noch gesattelt und mich dann dazu gebeten und wir sind zusammen geritten, sie hat per Mikro für die Gruppe kommentiert. Tribüne, Lautsprecher und Personen waren für LeDancer NULL Problem (mehr). Wir hatten sofort Game of Contact going und konnten einfach nur cool angeben, Ich bin  wunderbare Kurzkehrts, im Trab Schenkelweichen,  Schulterherein, Traversalen und Galopp abwechselnd im leichten (verlängern) und Dressursitz (verkürzen) geritten. Die Instructoren und Linda waren gebührend beeindruckt :-) – HA – alles richtig gemacht!

 

Als wir die Gruppe verabschiedet hatten und zum Stall hoch geritten waren, haben wir die Pferde abgespritzt und auf die Koppel entlassen. Auf zur nächsten Runde. Ich hatte Na’vi gesattel, als Linda vorbei kam und fragte, ob sie schon gebockt hat – na das sind ja Ausichten! Sie ist Highland geritten, Mollie  eins ihrer Pferde. Heute dachte Na’vi sich wohl, dass nachdem ich nun regelmäßig zu kommen scheine und sehr offensichtlich beabsichtige auch mal zu reiten, sie nun erstmal das komplette Testprogramm mit mir durchlaufen wird. Auf meine Fragen bekam ich nur „moment, gleich, vielleicht, 50%“ Antworten. Als ich damit nicht zufrieden war, hat sie das fieseste pissigste Gesicht aufgesetzt, was ich je gesehen habe. Und als ich ihr dann gesagt habe, dass sie mich so GARNICHT ansieht, ist sie von introvertiert zu extrem extrovertiert mutiert – alle Füße in der Luft, wildestes Bocken, Kicken und Rennen – ich immer hinterher. Immer wenn wieder ein Punkt an mich ging, hat sie gelackt wie eine Irre und wollte zu mir kommen! Und jedes Mal wenn ich die nächste Frage gestellt habe, war sie wieder „up in the air“, Schnauben wie ein Feuerdrache, Unverschämtheit, kann ja wohl nicht wahr sein! JETZT weiß ich, wieso ihre Züchterin sie hergegeben hat, keine weiteren Fragen euer Ehren. Ein Wunder, dass die beiden anderen bei der Action auf ihren Pferden geblieben sind und reiten konnten. Selbst Linda hat gesagt: „That one doesn’t look ridable today!“ …. ganz sicher nicht! Wir haben an einem guten Punkt aufgehört und Na’vi brauchte dringend eine Dusche. Als ich sie danach auf die Koppel gelassen habe, hat sie nochmal ein paar Rungen drauf gelegt, Rennen und Bocken was das Zeug hält. Man hätte denken können, sie war seit Wochen nicht mehr draußen – da hat noch etwas Adrenalin drin gesteckt.

 

Wir haben zwei Stunden Pause gemacht, ich war in der Pharmacy wegen Vitamin C und Zink und einkaufen. Und bei den Wegen die man hier zurück legen muss, habe ich es gerade so rechtzeitig geschafft zurück zu sein.

 

Ich habe LeDancer geholt und in seine Box getan, und er hat am meiner Tasche mit den Leckerli gerochen, die ich für Na’vi eingesteckt hatte. Also hab ich ihm eins angeboten und SIEHE DA: das neue Vertrauen zu mir als Führer hat doch tatsächlich bewirkt, dass er es gegessen hat und ein weiteres wollte – wie krass ist das denn?!?!?! (Zur Erinnerung dieses Pferd nahm KEINE Leckerlis, KEINE Äpfel, KEINE Karotten, KEINE Bananen) Ich hab mal direkt die Trense geholt und versucht, ob er das Gebiss mit einem Leckerli nimmt und „YES, of course“. Ich konnte das fast ein Dutzend mal wiederholen und er fand‘s cool.  Ich habe gesattel und als Linda kam, habe ich ihn aus der Box gebeten und zum ersten Mal ist er MITTEN in der Tür (zwei Füße auf dem hellen Beton und zwei Füße in der schwarz gummierten Box) total relaxed stehengeblieben! Doppelkrass! Ich musste das auch noch mit der Waschbox testen, er ist einmal raus und rein und dann ganz ruhig drin stehen geblieben. DREI NO-GOES AN EINEM TAG! Und wieder mal lernt man die echte Bedeutung von „it‘s not about the….“ – es geht NUR um Sicherheit, in seinem Fall Selbstsicherheit und Sicherheit mit mir als Führer.

 

Wir (Linda mit Alure, Ryan mit Mocha, Mollie mit einem ihrer Pferde und ich) sind zum Playground geritten und ich habe ihn gehen lassen wohin er wollte. Er ist sofort von den anderen weg und hat sich so neugierig umgeschaut, als ob wir noch nie dort waren – und in der Tat, ER war ganz offensichtlich noch nie mit offenen Augen dort! Das IST ein anderes Pferd! Ich bin der offenen Arena geritten, sehr sehr gut! Gar nicht mehr hinter der Senkrechten, Ohren vor und los geht die Reise. Linda war nochmal begeistert- ich auch. Sie hat mich gefragt, ob ich LeDancer bei Walter Zettl für drei Tage Anfang März reiten möchte! Was für ne Frage! Cooooooooooooooooooooooooool!

20.02.2013

Linda, Ryan und ich haben uns um 9h im Stall getroffen und sie hat erst mal vom Tourstop in England berichtet und dann haben Ryan und ich berichtet, was wir mit den Pferden gemacht haben. Unser Plan für heute lautete Online. Linda hat angeboten in einer Demo mit LeDancer die Brücke anzugehen. Wir hatten insgesamt die Brücke, das Postest und eine Plane. Gegen 11 am haben wir begonnen, es ging bis 1:30 pm. Sehr cool dabei zu sitzen und es nicht nur anzusehen, sondern auch zu jedem Zeitpunkt fragen stellen zu können.

 

Linda hat uns zum Mittagessen in den Golf Club nach Ocala eingeladen und danach waren wir wieder auf dem Playground. Linda mit Alure und Highland, ich mit Na’vi, Ryan mit Mocha. Nachdem Linda mit Highland fertig war und begonnen hat mit Alure zu spielen, ist Highland aus der fenced Arena in einem soften Hops raus gesprungen ;-). Na’vi hatte heute leichte Konzentrationsschwierigkeiten, was aber auch kein Wunder war, da Highland und Jazz sich wilde Wettrennen über den Playground geliefert haben.  Wir haben aber das Wasser ganz easy wiederholt und den Flattervorhang rückwärts bewältigt. Dann habe ich noch das Aufsteigen vorbereitet und auf jedem möglichen Baumstamm das seitwärts herankommen von jeder Seite gefragt – was zunächst zu einem pissigen Gesicht geführt hat, dann aber ok war.

 

Als wir fertig waren wurde es dunkel. Puh, Linda is back und schon hat der Tag wieder mindestens 12 Stunden ;-)!

 

Morgen gegen 11 am kommen die angehenden 2* Instructoren (u.a. Frau Laut ), die gerade einen Kurs hier machen, zu uns zu einer Demo mit Linda. Wir werden aber trotzdem um 9 am beginnen. Der Plan: Wiederholung von heute und dann noch Reiten!

19.02.2013

Heute Morgen habe ich als erstes eine Session mit Jae und Splash gemacht, es geht jeden Tag besser. Heute ging sie beim Reiten von Anfang an fleißigen Schritt und hat den Trab angeboten.

 

Dann bin ich zur Ranch gefahren und habe auf Christi gewartet, die heute abreisen wollte. Jim war am Stall und hat Highland und Na’vi beschlagen. (Na’vi ist übrigens die Bezeichnung für eine fiktionale Sprache. Sie wird von den Einwohnern des Mondes Pandora im Film Avatar – Aufbruch nach Pandora gesprochen.)

Als Na’vi mit dem Schuhe kaufen fertig war (ich arbeite meine Pferde nie direkt nach dem Schmied), ist sie direkt weiter zum Beauty Salon:  habe beschlossen, sie mal ordentlich zu „entpuscheln“. Da kamen massenhaft Haare und Dreck runter und sie fand es SEHR gut, hat immer andere witzige Putzgesichter gemacht. Für die Mähne und den Schweif haben wir große Mengen Schweifspray benötigt, was ihrer Persönlichkeit entsprechend auch auf dem kompletten Rest ihres Körpers kein Problem war, sondern sie fand die Sache mit dem „Parfum“ ganz interessant! Insgesamt waren wir eine Stunde beschäftigt – ich anschließend verschwitzt und sehr dreckig, sie wohlriechend und sehr hübsch ;-).

 

Inzwischen war auch Christi gekommen, hatte gepackt und wir haben uns verabschiedet. Sehr traurig, dass sie nicht für den Rest der Zeit auch noch hier ist…. das hätte Spaß gemacht! Hoffe wir sehen uns wieder.

 

Ich bin zur Koppel gelaufen um LeDancer zu holen – mein Plan: am Boden bleiben, take the time it takes, die Brücke,  das Podest und die negative Erfahrung von Samstag wieder ausbügeln.

Außerdem dachte ich, heute könnte er zu mir kommen. OH HA! Alle anderen Pferde der Herde kamen und wollten mitmachen. Sie kamen in der Rangfolge der Herde – how interesting.  Nachdem ich allen nacheinander gesagt hatte, dass sie nicht dran sind, haben sie sich untereinander plus den armen LeDancer, der natürlich ganz unten in der Rangfolge ist, angefangen zu schikanieren bis sich alles in einem riesen Galopp über den Playground entladen hat. Meine Fresse, die sind ab gegangen. Mir war klar, dass ich für Bewegung HEUTE nicht mehr sorgen muss. Es hat ziemlich lange gedauert, bevor sie alle wieder zur Ruhe kamen, natürlich in der anderen Ecke der Koppel. Also bin ich da hin gelaufen, habe vorsichtig alle anderen aus dem Weg gebeten und bin zu LeDancer gegangen. Der war sich etwas unschlüssig, ob es gut ist, bei mir zu stehen. Aber nachdem ich dann seine persönliche Zone vor den anderen beschützt habe, hat er erstmal tief ausgeatmet. Ich habe ihm das Halfter angezogen und ihn mit zum Playground genommen. Wir haben abwechselnd mit der Brücke, dem Podest und den beiden Reifen gespielt und nach nur etwas über 2 Stunden (;-)) konnte er mit beiden Vorderfüßen auf der Brücke stehen bleiben – YEY!  Ich habe sofort aufgehört und ihn zur Koppel zurück gebracht, das Halfter am Tor abgenommen und habe ihn at liberty zurück zu seiner Herde gebracht. Ich war sogar ehrlich gesagt überrascht, dass er nicht von mir weg dorthin getrabt ist, als er sie gesehen hat. Aber er war sehr relaxed und ist ganz langsam mit mir gegangen.

 

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Auf dem Rückweg stand Na’vi schon auf der anderen Seite am Koppelzaun – die Süße! Ich bin also aus LeDancers Koppel zum Tor raus – Na’vi war am Zaun auf gleiche Höhe gelaufen. Dann mußte ich ein Stück auf der Straße zurück um gegenüber wieder rein gehen zu können. Sie hat gewartet, aber als sie gesehen hat, dass ich in der Koppel war, kam sie sofort. Wir haben einen kleinen Spaziergang zusammen gemacht und dann habe ich sie bei ihrer Gruppe gelassen.

 

K640_Navi

 

Den restlichen Nachmittag habe ich mit Weiterbildung per DVD im Stall verbracht :-) Morgen ist Linda wieder da, freu mich schon!

18.02.2013

Nachdem Frau Laut aus dem Nebenzimmer um 6h aufgestanden ist, dann ½ Std exercises gemacht hat, anschließend ewig im Bad rum gelärmt und dann um 7:30h einen Mixer mit Eiswürfeln oder was auch immer betätigt hat PLUS Musik auf volle Lautstärke, war ich schon fürs Erste bedient!

Heute Morgen war ich erst mal in der Pharmacy und habe mir ein Band gegen meinen Tennisellenbogen gekauft, der immer schlimmer wird  :-(. Falls jemand von euch noch ein gutes Mittel weiß, immer her damit – still halten geht leider nicht!

 

Da ich dann sowieso in der Nähe von Publix war, hab ich noch gleich eingekauft. Kassiererin und Einpacker waren verwundert über meine Auswahl von diversen Obst und Gemüsesorten, begleitet von einem gebratenen Huhn und Sushi.

 

Auf der Ranch habe ich LeDancer geholt und musste ihn heute auf der anderen Seite der Stallgasse fertig machen, weil Jim da war und Pferde beschlagen hat. Diese Tatsache hat ausgereicht, um ihn emotional zu einem Wrack zu machen. In eine andere Box tun – no way! Anbinden – auf KEINEN Fall! Stehen bleiben – extrem schwer und nur unter dollem Zittern möglich. Die Rechten: ein Test für die eigene emotionale Fitness ;-).

Bis zum Playground spook, spook, spook. Dort also touch-it’s gespielt, und als sein Hirn anfing sich einzuschalten wurde es besser. Wir haben dann noch ein paar Trab/Galopp-Übergänge und Sprünge gemacht und sind OHO in die fenced Arena zum Reiten gegangen. Und da wir noch nicht sehr lange auf der linken Gehirnhälfte verbracht hatten, waren wir auch gleich wieder rechts. Naja, ich hatte ja sonst nix mehr großartiges vor, also stick in there with him and wait. Derweil Passenger Lesson (meist) im Schritt geritten, bis er zu „stay on the rail“ fähig war, was erstaunlich schnell ging, nachdem ich mich schon auf eine gute halbe Stunde eingerichtet hatte.

Also habe ich angefangen „Game of Contact“ mit ihm zu spielen. (Selbstverständlich hatte ich Bit-Isolations noch am Boden gemacht, bevor ich aufgestiegen bin. Es hat wieder ziemlich lange gedauert, bevor er es statt mit „aussitzen“ mit „nachdenken“ versucht hat.) Lernschritte mit den RB’s sind manchmal so langsam und so spannend wie Gras beim Wachsen zuzuschauen!

Mein Ziel für heute: Zügel aufnehmen, das Pferd nimmt den Kontakt und die Schritte werden nicht langsamer. Oh weh – schon wieder nachdenken! Aber „in a reasonable time“ hat es geklappt – wieder husten und prusten. Dann das gleiche im Trab – ging easy (ist ja auch mal schön ;-)) – also zusätzlich:  Zirkel, aus dem Zirkel wechseln, Richtung wechseln aber Biegung nicht,  Biegung wechseln aber Richtung nicht usw.. Auch das ging sehr gut. Also habe ich auch noch etwas Galopp dazu genommen und da er zu einem „Hasengalopp“ neigt – leichter Sitz und let’s go – YIEHA. Als das ging, Galopp verkürzen, sitzen, dann wieder leicht sitzen und zulegen. Glaube das hat ihm sogar richtig Spass gemacht am Schluss. ….bin gespannt wie lange ich das noch Sitzen und oben bleiben kann, wenn ihm das weiter so gut gefällt….

 

LEIDER mussten wir danach nochmal zum Stall zurück, weil wir beide kräftig geschwitzt hatten und ich ihn unbedingt trocknen und bürsten wollte. Jim war noch da, und LeDancer bekam so noch eine Einheit in „emotional fitness“. Wir haben einfach so lange da rum gestanden, bis er von seinem Adrenalin wieder runter kam. Dann hab ich ihn SOFORT zurück zur Koppel gebracht. Viel Lecken auf dem Weg dorthin, sehr gut.

 

Nach einer kleinen Pause bin ich wieder los, um Na’vi zu suchen. Sie war mit Alure in der äußersten Ecke des Playgrounds bei der Brücke und beide haben den Kühen im Gebüsch gegenüber interessiert zugesehen.  Als ich bis zur Ecke der fenced Arena am See gelaufen war, hat sie mich gesehen und sich umgedreht. Ich bin stehen geblieben. Sie guckte hin und her „Iris, Kühe, Iris, Kühe, Iris, Kühe – nein Iris“ und kam den halben Weg auf mich zu. Dann hat sie offensichtlich gedacht, „hee, wieso geh ich denn da hin, mal sehen was die macht, wenn ich hier stehen bleibe“.  Ich hab mich halb umgedreht und die Reiher auf dem See beobachtet und schwups war eine Fellnase direkt neben mir und wollte sehen, was es da zu sehen gibt. What a difference! Also Halfter an und „up the Game“ – wir starten mit Long-Distance-Touch-ist im Trab. Na’vi  findet‘s cool. Wir wiederholen nochmal das „ready, steady, go“ und nehmen heute den Galopp dazu - ui – erstmal der „evil look“ und dann geht die Post ab. Wir bauen noch ein paar Baumstamm-Sprünge mit ein, und auf ihrer Stirn steht FUN. Aufhören, bevor es langweilig wird und schnell zum See – zweimal nachfragen, einmal Vorderfüsse aufstampfen und schon isse drin und plantscht wie eine Bekloppte – will sich sogar hinlegen, aber das Seil ist im Weg.

Von dort, diesmal noch mit Seil zum Flattervorhang. Aber „smart cookie“ as she is – erst eine leichte Unsicherheit, ich warte und sie wirft ihr Herz voraus und kommt nach. Beim zweiten Versuch geht sie schon komplett allein und ohne zu eilen. Perfect! Halfter ab, alles was jetzt noch kommt auf freiwilliger Basis. Wir laufen ins Honeycomb, und wieder raus, einmal außem komplett rum, langsamer, schneller, und springen zusammen über einen Baumstamm. Dann laufen wir zur Herde zurück und ich muss wieder einige Zeit dort mit ihr verbringen, bevor sie mir nicht mehr nachläuft, wenn ich gehe.

 

Wieder zurück bei Jae haben wir noch eine Session mit Splash gemacht. Heute schon VIEL besser als gestern und sie sind am Schluss bei reiten sogar getrabt. Jae war happy!

Ihr lieber Mann Ralph hatte uns Chinese Food besorgt und wir haben am Esstisch gegessen, während Frau Laut und zwei Freundinnen in der Küche gelärmt haben. Als selbst Ralph meinte, die wären so laut, als ob 10 Leute in der Küche wären und ich sagte – wait up until you meet the rest oft he ten tomorrow – mussten wir mal herzhaft lachen!

 

PS: über Na’vi (von Linda): Na'vi came to me from Valhalla Farms, Lake City, Florida where they breed Trakehner warmbloods. She is out of a Trakehner mare (Nachi by Donaufurst) and by a KWPN (Dutch) stallion (Starlight who is by Sandro Hit).
Erin Brinkman, an accomplished dressage rider and former student of Walter Zettl, told me she had bred this beautiful young mare but found her quite complicated and thought she would be perfect for me. Erin plays the Seven Games on the ground so she had already given Na'vi a great start although she is not yet under saddle.
As it turns out, Na'vi is LBI and quite unconfident with new things, so she'd get really snorty - I mean REALLY snorty! She reminded me of Remmer, he was like that as a 4 yo, and she's the first mare I've ever owned.

 

Und noch was für Euch:

My Favorite Quotes from the Dressage Summit

Christoph Hess

“don’t think about finishing the trot, think about starting the walk”

“the higher your hands are, the more apt your horse is to overbend”

“short neck = horse has lost balance”

“the more you use your reins, the crazier the horse gets – if the horse gets tense, you need to give them a long rein and allow them to stretch”

“a problem should be seen as a challenge for your training”

Charles de Kunffy

“when you get in the saddle, you owe your horse a lifelong apology for getting there”

“speed is not impulsion if the rider is not able to influence it”

“never ride with an empty mind”

Linda Parelli

“if you are not part of the solution, you must be part of the problem”

“match his pressure and energy in an emergency, don’t overdo it – and add 1% leadership”

Walter Zettl

“every horse needs a different tempo to find his balance”

“think your ride up in heaven, not down in hell, so that you have your horse in front of you”

“the less aids you give, the more your horse listens”

Pat Parelli

“do it with him and for him not to him”

“they need to be wrong enough long enough”

“don’t spank your horse on the butt, when his nose is doing the wrong thing”

“if there was only one thing, we could school this horse in – what would it be?”

17.02.2013

Ich hätte heute nochmal ausschlafen können, wenn nicht um 7:50h schon mein lieber Mann per Skype angeklingelt hätte ;-). Das hat auch meine laute Nachbarin geweckt und so kam Action in die Bude...

 

Nach dem Frühstück bin ich zur Ranch gefahren. Seit dem Desaster von gestern habe ich die ganze Zeit hin und her überlegt, was ich heute mit LeDancer mache, falls ich nicht meine komplette Zeit damit verbringen würde, ihm auf der Koppel zu folgen, während er mich in gebührendem Abstand behält. Also war mein Plan heute erst mal mit Na’vi zu beginnen. Also bin ich los gegangen Richtung Koppel und Playground (ich habe alles heute mal für euch fotografiert und lade das gleich nach Facebook, damit ihr mal wißt, wie es hier so aussieht). Von Lindas Jungs und Na’vi keine Spur, LeDancer und seine Gruppe standen in der Nähe des Tores und als er mich kommen sah, kam er mir entgegen. Damit habe ich wirklich überhaupt nicht gerechnet und mich sehr gefreut. Offensichtlich doch alles richtig gemacht gestern!

 

Also habe ich ihn als ersten mit zum Stall genommen, geputzt und gesattelt und wieder zurück zum Playground. Mollie hatte mir gestern gezeigt, dass Linda bei ihren Pferden den Sattel deutlich weiter hinten auflegt als ich das tue, ich habe das heute nochmal ausprobiert, weil man gestern ja nicht wirklich von Reiten sprechen konnte.

 

Zuerst online mit Trab/Galopp-Übergängen und Sprüngen gespielt und zum ersten Mal ist er nicht vor jedem Baumstamm langsamer geworden und wie ein Hase drüber gehüpft sondern hat drauf angezogen und ist geflogen – sah sehr schön aus, ich glaube ihm gefiel es auch. Dann bin ich aufgestiegen, habe mein iPod angemacht und in die Tasche gesteckt und wir haben einfach die Musik interpretiert. Die Musik hat ihm sehr gut geholfen, den Takt zu halten und beim Reiten in der Arena nicht emotional zu werden. Es gingen Übergänge innerhalb des Trabs, Schritt/Trab-Übergänge ohne hopsen, Schulter herein auf beiden Seiten, Travers links sehr gut, rechts nicht so gut, spiralen in den Zirkel und Schenkelweichen wieder heraus, Zügel aus der Hand kauen und wieder aufnehmen ohne das Tempo zu ändern – sehr geil! Außerdem hatte ich heute gute Trab/Galopp-Übergänge und als ich nach Schritt/Galopp gefragt habe, ging auch das. Ich konnte heute länger galoppieren, ohne dass wir auf die Vorhand gestürzt sind und sogar im leichten Sitz. Ich glaube ich mag die „neue“ Sattelposition, man hat automatisch mehr Pferd vor sich und die Schultern können sich noch freier bewegen. Außerdem kamen meine Gewichtshilfen viel besser an. Ich hätte noch ein paar Stunden so weiter reiten können, es hat einfach SPASS gemacht, aber natürlich habe ich aufgehört und noch einen kleinen Trailride gemacht, LeDancer durfte bestimmen wo’s lang geht – ich war nochmal überrascht und er sehr neugierig!

 

Im Stall zurück habe ich aufgeräumt und ihm, wie jeden Tag, eine Scheibe Heu gebracht, während er wartet – UND er hat mich zum ersten mal angeblubbert als ich damit aufgetaucht bin! Ich habe noch eine kleine Pause gemacht, während er sein Heu gegessen hat. Danach habe ich nur die Basic Moves aus dem Hanna Somatics in der Box mit ihm gemacht – er wußte sofort, worum es geht und ist in den Entspannungs-Modus gewechselt. Ich weiß nicht, ob ich das hier schon geschrieben hatte, aber seine Mähne, die komplett links war, fängt an die Seite zu wechseln seit ich ihn „somatisiere“.  Interesting, oder?

 

Was ich euch auch noch berichten wollte: Hier fragt man nicht „How was your ride?“ – hier fragt man „Did you get bucked off or not?“ Und das ist kein Spaß! Haben wir nicht alle brave Pferde?

 

Nachdem ich LeDancer zurück gebracht hatte, bin ich Na’vi suchen gegangen, sie hatte mich gesehen, bevor ich sie gesehen habe und als ich näher kam, war sie die Erste die zu mir kam. Also Halfter an, Decke ab und los geht’s. Da wir auf der anderen Seite des Flüsschens waren, wollte ich sie durchs Wasser zurück gehen lassen und selbst über die Brücke gehen. Na das hat Na’vi anders gesehen. Sie wollte AUCH über die Brücke, und nasse Füße gehen GAR nicht! Nach mehrfachen aufstampfen mit den Vorderfüßen, um ihren Mißfallen auszudrücken, hat sie mich aber dann allein über die Brücke gehen lassen. Kaum war ich drüben (7m Seil war gerade lang genug), kam sie rüber gesprungen. Das gleiche nochmal zurück und ich hatte bucking bronco am Seil ;-).

 

Dann sind wir beide über die Brücke und in Richtung See. Na das fand sie war eine Unverschämtheit schlechthin, zu erwarten, dass sie DA REIN geht. Aber „passivly persistent (bin ja die „most persistent person“) in a proper position“ hab ich mich einfach nicht mit aufgeregt und irgendwann sagte sie mit motzigem Gesicht „ok, ok dann geh ich halt rein!“.  Kaum waren die Füße drin, hatte sie gleich einen RIESEN Spaß – spritzen und plantschen und graben – ich war mit nass und sie wollte gar nicht wieder raus. Kinder halt!

 

Dann haben wir noch ein paar Touch-it’s aus dem Trab und Galopp gespielt und weil sie soooo gut war, sind wir zurück zur Decke, haben die wieder angezogen und das Halfter aus und fertig. Ich wollte gehen, sie ist mir nachgelaufen. Da ich ihr nicht beibringen möchte, sich im vollen Galopp von mir zu trennen, habe ich kehrt gemacht und wir sind gemeinsam in Richtung der Jungs gelaufen, sie immer mit mir mit. Habe versucht sie liberty durch den Vorhang zu lotsen, aber sie ist einfach außenrum auf die andere Seite getrabt, wenn ich durch war – so ein cleveres Ding! Dann um Bäume drumrum, über Baumstämme drüber, das ging super, zusammen über die Brücke und zu den Jungs zurück. Ich hab sie gestreichelt, mich umgedreht und bin gegangen, sie weiter hinter mir her! Und da kann man mal wieder sehen, wie schnell man ein „linkes Pferd“ zu etwas motivieren kann, Hauptsache: „das ganze Leben ist ein Quiz, (und wir sind nur die Kandidaten, la la)“. Ok also bin ich wieder zurück zur Herde und habe einfach gewartet, bis es ihr zu langweilig war neben mir zu stehen, mich anzusehen und zu warten. Als sie anfing zu fressen, konnte ich gehen!

 

Zurück bei Jae hatte ich versprochen, dass ich ihr noch mit ihrer Stute Splash helfe, ebenfalls links introvertiert, teilweise extrovertiert. Ziel: sie wieder ins Reiten zu bringen, nachdem seit einiger Zeit niemand was mit ihr gemacht hat. Problem: Jae ist keine selbstsichere Reiterin und Splash ne faule Socke.

Wir haben sie aus der Koppel auf eine andere Wiese geholt und Jae hat gezeigt, was sie online so macht. Splash hat alles „brav“ (ca. 75%) gemacht und gesagt „ja, ja, ja, ich weiß, ich kann das alles, ist mir zu langweilig…“. Vorwärts hatte drei Zacken Handbremse angezogen.

 

Ich habe sie genommen und mir ihr „auf die Plätze, fertig, LOS“ – gespielt. Bei der zweiten Wiederholung und hatte ich eine furzende und bockende Kanonenkugel am Seil. Die Nachbarin kam herüber um zu sehen, was los ist hihi! Introvertiert war „gestern“ – sie war „on fire“. Übergänge Schritt-Trab-Galopp nur mit Energie, seitwärts weichen, alles saucool und riesen fun. Jae‘s Kommentar „wow, you have got her full attention“! Ich habe sie zurück gegeben und Jae konnte das, nachdem sie es mal gesehen hatte, auch alles wiederholen. Sie ist sie dann zur Entspannung noch einmal rechts und linksrum around the pasture geritten, ready!

 

Zur Belohnung habe ich noch ein Stück „Strawberry Cheesecake“ bekommen – YUMMY! Dann kam leider meine laute Nachbarin nach Hause zurück und hat mich durch die Wand und geschlossene Tür mit unterhalten :-( – also „Héroes del Silenceo“ auf iTunes starten :-) – ahhh besser!

16.02.2013

Zum ersten Mal ausschlafen  - kein Wecker, kein fester Termin – auch mal ganz cool! Nachdem ich gemütlich gefrühstückt und dabei etwas telefoniert hatte war ich mit Jae in einem Tackstore, der heute 15-50% reduziert hat – habe aber nichts gefunden, habe nicht den Geschmack, der zu diesen Sachen paßt ;-)

 

Auf der Ranch habe ich LeDancer geholt, gesattelt und wir sind online zum Playground. Wir haben Touch-it im Trab gespielt und uns langsam zur Brücke und zum Podest vorgearbeitet. Nachdem beides für HELLSTE Aufregung gesorgt hat und es gerade besser lief, ist LeDancer mit tiefen Hals über das Seil auf die Brücke getreten und ihr ahnt schon wie das weiter ging. Mir war klar, dass ich auf keinen Fall loslassen kann. Ein Glück beherrsche ich die Technik mit dem Stick sehr schnell das Seil zwischen Kopf und Beinen raus zu angeln recht gut und habe schnell genug reagiert. Mann oh Meter, bei sowas wird ich immer echt sauer auf die Leute, die sich einfach NULL dafür interessieren einem jungen Pferd mal ein paar Basics zum Thema Sicherheit beizubringen – Hauptsache Reiten geht!

 

Ich habe also dann erstmal Friendly-Game mit dem String am Stick und dann mit dem Seil an seinen Vorderbeinen gespielt. Bis das ging, hat nach dieser Erfahrung natürlich etwas gedauert. Dann habe ich ihm beigebracht auf Seildruck am Bein nicht rückwärts zu rasen, sondern vorwärts zu gehen. Wir haben dafür nicht ganz so viel Platz gebraucht, wie für das erste. Als das beides ging war ich gerade aufgestiegen als Ryan und Mollie kamen und fragten, ob ich fertig sei.

Sie waren leicht verwundert, als ich sagte, dass ich gerade erst anfange zu reiten. Und ich muss gestehen, ich glaube, ich hätte an dieser Stelle besser aufgehört, LeDancers Hirn war absolut nicht mehr auf Sendung. Obwohl ich nur Sachen gefragt habe, die er schon kann – es ging nix. Ich habe also die Anforderungen runter und runter geschraubt, geendet sind wir bei follow the trail – rund um den See – als das zwei Runden geklappt hatte, bin ich zum Stall zurück geritten.

 

Dort wollte ich noch etwas Creme auf ein paar Kriegsverletzungen tun, die er sich auf der Koppel immer zuzieht, aber auch das endet jeweils in Spinning in one Spot, bis ich ein Halfter benutze, dann steht er brav und „geht in sich“.

 

Bin jetzt schon gespannt, wieviel Zeit ich morgen brauchen werde für das Catch-Me!

 

Danach habe ich noch mit Na’vi gespielt – how easy! Man nähere sich der Gruppe, scheuche die anderen Pferde weg und ziehe Na’vi das Halfter an. Heute haben wir in der Arena mit den Bahnpunkten (die auf Pylonen sind) Touch-it gespielt und die Zwischenstrecken in Trab überwunden und es ging alles SEHR gut. Später haben wir noch die Pylonen auf dem Playground mit einbezogen, so dass ich auch mit rennen mußte und auch das lief super. Immer wenn sie was sehr gut gemacht hat, fragt sie ob sie näher kommen kann und ich sie kratze – of course.

 

Nachdem ich ihr ihre Decke wieder angezogen hatte, und das Halfter abgenommen, sind wir at liberty noch ein paar Dinge wieder einsammeln und aufstellen gegangen, sie immer hinter mir her – cool.  Und: what a difference!

 

Ich war kurz zu Hause und habe dann abends mit Ryan und Mollie noch Movies geschaut und Pizza, Salat und Eis gegessen bis 8 p.m.. Heute Abend wurde dann noch das Gästezimmer neben mit neu belegt, eine Lady, die den 2* Instructor-Kurs ab Montag besuchen wird – sie ist definitiv links extrovertiert. Introvertiert wäre bei der Dicke der Wände way nicer gewesen  ;-)

15.02.2013

Wir waren um 7h wieder wach, zuerst hatte Alissa nochmal eine Session mit Jaes Horse. Dann sind wir zur Ranch gefahren und Slider wurde nochmal „somatict“. Wie immer, es hat alles etwas länger gedauert als geplant, so dass wir eine schnelle Verabschiedung hatten, weil Christi Alissa zum Flughafen bringen musste. Very sad, that she had to go :-(!

 

Ich habe LeDancer geholt – heute zum ersten Mal, kein Zögern, er kam direkt, wenn auch nicht schnell ;-). Ich habe am Boden mit keinen Sprüngen begonnen, die heute sowohl im Trab als auch im Galopp gingen und viel flüssiger waren als gestern. Dann bin ich aufgestiegen und habe ihn Freestyle über den kompletten Playground für Game of Contact vorbereitet. Heute war es LeDancers Idee mal in neue Ecken zu traben und er hat sich auch nur sehr wenig erschrocken sondern war meist neugierig – way cool! Wenn er doch mal geglotzt hat – “make his idea your idea and add to it” hat genial gefunzt.

Nachdem ich die Bit Isolations anfangs nochmal wiederholen musste, lief alles wie am Schnürchen. Ohne den Schenkel zu benutzen konnte ich „trotz“ Kontakt am Zügel antraben, indem ich in meinem Körper angefangen habe zu traben. Habe zum ersten Mal nach dem „Stretch“ auch mit „Frame“ gespielt und hatte sofort tiefes Husten und Schnauben – offensichtlich wurden diese Teile der Lunge länger nicht mehr benutzt. Es hat immer ein paar Tritte gedauert und auch noch etwas Emotion gekostet, aber dann hat er den Kontakt super genommen…. und konnte es natürlich nur drei vier Tritte halten ;-). Wir hatten also sehr viele Übergänge und sehr viel Rücken hoch – er hat ganz schon heavy geatmet. Nach einigen Wiederholungen hat er zweimal einen RICHTIGEN Power-Trab hingelegt (meine Fresse das Ding hat GANG). Ich war nur froh, dass ich dabei nicht direkt runter gefallen bin und frage mich jetzt schon, wie ich das mit dem „geschmeidigen Sitz“ jemals hinbekommen soll, wenn das so weiter geht.

 

Ich musste heute mehrfach ab- und wieder aufsteigen, weil ich allein geritten bin und von dieser Höhe aus keine Tore öffnen kann – und noch ein Kreuz im Kalender: kein eines Mal hat er gezögert sofort zu mir heran zu kommen und er hält auch nicht mehr die Luft an, sondern steht sehr relaxed und wartet, bis ich hoch gekrabbelt bin. UND ich kann sogar Dinge transportieren, wie ein Halfter, 7m Seil und Stick – das wäre letzte Woche absolut UNDENKBAR gewesen.

 

Auf dem Weg zurück zum Stall, wollte ER mal einen anderen Weg nehmen – wie cool ist das alles (?) – kann mich mal jemand zwicken?!

 

Ich habe ihn abgesattel, gebrüstet und direkt zurück zur Koppel gebracht. Von dort aus bin ich direkt zurück auf den Playground, wo Lindas Pferde leben. Als ich mich der Gruppe genähert habe und in einiger Entfernung stehen geblieben bin, war Alure der Erste, der mal checken wollte, wer ich bin. Als zweites kam dann schon Na’Vi. Ich habe ihr ein Halfter angezogen und los ging‘s. Sie ist ohne zu Zögern von den anderen weg und die hatten auch keine Lust mitzukommen, zum Glück! Linda hat geschrieben „Watch her expression and if you can't fix it, let me know.“  Und oh ja, Na’Vi hat eine eigene Meinung: als ich Touch-it spielen wollte war ihr erster Satz zu mir “You and who?” – Ohren zurück, pissiges Gesicht und Schulter auf mich zu. Die Linken halt ;-)! Als sie kapiert hat, dass wir Spiele spielen, war sie ON! So ein cleveres Ding. Das komplette Gegenteil zu LeDancer. Einmal muss ich Führungspersönlichkeit sein und bei ihr ist das einzige Ziel „cause your idea to become her idea“ ohne dass sie es merkt. (Ebenfalls eine gute Strategie für Ehemänner – lt. Pat Parelli ;-))

Wir haben eine Stunde gespielt  und nachdem sie genügend Rätsel gelöst hatte, gingen auch die Füße wie von selbst vorwärts sogar im Trab (kommt das jemand hier bekannt vor? Kiki? Cäddy?). Ich habe sie dann zurück zu den Jungs gebracht und langsam das Halfter ausgezogen und bin noch eine Weile dabei geblieben, bis sie gemerkt hat, dass sie at liberty ist.

 

Ich habe das Gate just opposite LeDancers Koppel aus dem Playgound genommen und er stand in einiger Entfernung und hat nach mit geschaut. Ich stand auf der Straße habe gedacht „hm, eigentlich wollte ich noch eine Somatic Session mit ihm machen, ob er wohl kommt“ und er geht los und kommt in meine Richtung!!! (… und ich sage nur „Wege zur Leichtigkeit“ von Dominique Barbier)

Also bin ich in die Koppel rein – ohne Halfter oder Rope und habe 1,5 Stunden Hanna Somatics mit ihm gemacht und er hat sich nicht einen Schritt von der Stelle weg bewegt.  Lindas Pferde gegenüber sind alle zum Zaun gekommen und haben die komplette Zeit ZUGESEHEN! (ja, ich war heute allein unterwegs, und nein, ich habe nicht getrunken oder komische Pillen geschluckt). Als wir fertig waren hab ich ihm nochmal übers Fell gestreichelt und als ich gegangen bin, ist er zu seiner Herde zurück.

 

Zurück im Stall habe ich gesehen, dass ich gerade 6 (in Worte SECHS) Stunden für die beiden Pferde gebraucht habe und mich ernsthaft gefragt, wie ich das zu Hause hinbekommen soll. Ergebnis: ich brauche definitiv Working Students :-) – Bewerbungen werden ab sofort entgegen genommen!

 

Für heute Abend habe ich mir eine Yoga Session und die DVDs „The Scale of Training“ mit Christoph Hess und Linda Parelli vorgenommen! Aber erst gibt es jetzt die Leftovers vom Thailänder gestern – yummy!

14.02.2013

Alissa hatte ihre erste Session mit Jaes Horses bei uns zu Hause, das hätte fast ausschlafen bedeutet, wenn ich nicht bis 2h am Rechner gesessen hätte ;-).

 

Um 9:30 waren wir auf der Ranch, ich habe LeDancer geholt, heute nur 2 min Catch Me Game, hauptsächlich weil alle anderen Pferde ranghöher sind und gern kommen und ihn weg drohen. Mein Ziel für heute am Boden: get him to where he WANTS to go somewhere and explore things. Und das ging super heute – er ist mit mir following aus Zone 5 einmal rund um den Palyground gelaufen, hat sich die Kühe betrachtet und wir sind zu diversen Toren rein und raus gegangen. Es war sehr interessant.

 

Zurück auf dem Playground habe ich ihn nach Springen gefragt, das macht er offensichtlich nicht häufig, also haben wir ein paar Baumstämme gesprungen und er fand es ok. Christi kam mit ihren beiden Pferden dazu und nach einer kleinen Fotosession (siehe Facebook) habe ich das Spiel von gestern „stay in the arena“ wiederholt. Dort wird er fast immer emotional und will gehen. Heute hat es ca 15 min gedauert, bevor es auch im Trab geklappt hat. Zur Belohnung haben wir die Arena verlassen und auf dem Playground begonnen Game of Contact zu spielen. Ei ei ei, von Reins mean Go kann noch keine Rede sein. Es hat bestimmt 30 min gedauert, bevor er sein Hirn wieder angeschaltet hat und Dinge ausprobiert.

 

ABER: heute war bis auf unter dem Sattelgurt kein nasses Haar an ihm – SEHR GUT! Zur Belohnung habe ich nach dem Lunch unter Alissas Anleitung eine Hanna Somatics Session mit ihm begonnen. Zuerst fand er es SUPER, aber nach 30 min musste er dringend seine Füße bewegen, also zurück zur Koppel und mit Alissa zu Pats Barn um dort eine Session mit Slider, einem von Pats Horses zu sehen.

Auf dem Weg zurück habe ich LeDancer wieder mitgenommen und weiter „somatict“. Die 2 Stunden Nachdenken haben gut getan, er wußte, wie die Sache funktioniert. Anbei VORHER und NACHHER. Zu Beginn standen alle Füße weit unter seinem Körper und die Hinterfüße sehr eng zusammen, nachher seht ihr ja selbst!

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Als wir die Pferde gefüttert und wieder auf der Koppel hatten sind wir nach Ocala zum Thailänder gefahren – letztes gemeinsames Abendessen mit neuen Freundinnen, Alissa reist morgen heim :-( und hat uns eingeladen!

 

Abends (bzw. nachts – es ist jetzt schon wieder 1:30h) noch Pläne gemacht, um Alissa mal für euch nach good old Germany zu holen. Stay tuned!

13.02.2013

Wir waren schon um 8h mit Linda zum Reiten verabredet, (da sie und Pat um 4 p.m. zum Flughafen für den Trip nach England mussten) und daher um kurz nach 7 a.m. auf der Ranch. LeDancer hat beschlossen, dass der gestrige Tag zu extrem stressig für ihn war, und ist erst mal gegangen, als ich kam. Gut dass die Koppeln hier nicht so groß sind ;-). aber ein Glück konnte ich ihn durch umgekehrte Psychologie dazu bringen, doch zu mir zu kommen und ins Halfter zu steigen, so dass wir rechtzeitig fertig waren.

 

Ich habe heute relativ lange am Boden verbracht – mein Ziel war seine Selbstsicherheit zu steigern, ihm mehr Verantwortung zu übertragen, etwas pingeliger zu sein. Das hat gut geklappt und nach „nur“ einer Stunde ;-) hat er begonnen zu denke und Fragen zu stellen. Also bin ich mit ihm zurück zum Stall gelaufen, habe gesattelt aufgestiegen und zurück zum Playground geritten. Die gute Vorbereitung hat bewirkt, dass sowohl das Entfernen von den anderen Pferden, als auch den Weg zurück sehr gut geklappt haben.

Gleiches Ziel beim Reiten, Passenger Lesson für mich mit der einzigen Aufgabe für ihn – in der Arena nur bleiben, die nur teilweise und nur mit niedrigen Kickboards vom Gras abgetrennt war. Ohhhh schwierig! ABER diesmal hat es nur 20 min gedauert, bis er auf die Idee kam zu Denken und als er es verstanden hat sind 700 Lichter aufgegangen, er ist sofort stehen geblieben und hat sich tatsächlich nach mir im Sattel umgesehen – wie cool! Ich bin sofort abgestiegen und habe ihn auf direktem Weg zurück auf die Koppel gebracht. Auch da wollte er nicht gehen – alles richtig gemacht :-)!

 

Alissa hat heute mit 4 von Lindas Pferden gearbeitet: Zen, Highland, Jazz und Alure – alle jeweils ca. 1,5 Stunden, alle Vorher-Nachher Unterschiede frappierend!

 

Linda hat sich um 3 p.m. ins Haus zum Packen verabschiedet. Vorher hat sie noch gefragt, ob ich Lust habe während sie nicht da ist, noch mit einem jungen Pferd zu spielen. Of course, natürlich will ich! Und guess what: ich darf mit IHRER jungen Trakehner-Stute Navi spielen und sie reiten – was für eine Ehre! Und das, ohne dass sie überhaupt nur einmal dabei ist, das wird spannend. Die Stute ist wohl links introvertiert, ich werde berichten!

 

Heute Nachmittag gab es hier Florida-Rain, d.h. es regnet nicht, es SCHÜTTET! Aber es ist nice und warm! Alissa hat sich also durch die Pferde gearbeitet und Fragen dazu beantwortet. Christi, Alissa und ich waren noch Food-Shopping (das war dringend nötig, wir waren total abgebrannt!) und haben abends zu dritt in der superschönen Küche am Stall sehr lecker gekocht, zusammen gegessen und Hawaiianisches Bier getrunken! Bin jetzt schon traurig, dass Alissa am Freitag und Christi am kommenden Di nach Hause fahren :-(

 

Alissa hat nochmal das Pferd von Rose behandelt und ich hab mal ein bissel am Computer gearbeitet. Jetzt ist es schon wieder Mitternacht – ich weiß gar nicht wo hier die Zeit immer bleibt.

12.02.2013

Ich konnte gestern Nacht (um 0:30h) keinen Blog mehr schreiben, da ich nach 15 Stunden von der Ranch zurückgekehrt und hundemüde war.

 

Wir waren morgens um 9 zunächst zu einer menschlichen Hanna Somatics Session bei Rose gleich neben der Parelli Ranch – im Anschluss hat Alissa dort noch ein Pferd mit Hanna Somatics behandelt. Das hat alles bis Mittags gedauert, so dass wir zum Lunch alle zu Yum-Yum gefahren sind und ein fabelhaftes Mittagsessen hatten.

 

Linda hatte eine SMS geschickt, dass sie um 15h mit uns reiten möchte. Außer mir waren nur Christi und Mollie dabei – was sehr cool ist. Day 1 nach dem Summit und LeDancer war wieder komplett in seine alten Muster zurück gefallen und bereits nass geschwitzt, bevor ich überhaupt aufgestiegen bin – emotional total gestreßt von der puren Aussicht trainiert zu werden.  Oh my goodness – ich weiß warum meine Pferd Leftbrain sind! Unsere komplette Session bestand also darin auf dem spooky Pferd zu bleiben und mit ‚unendlicher Geduld‘ (Dominique Barbier) einfach immer dieselben Muster zu reiten. He was soaked. Daher bestand die nächste Herausforderung leider darin, ihn in die Waschbox zu manövrieren und ihn abzuduschen. Irgendwie hat er auch das überlebt, ohne eine Herzattacke zu erleiden, aber nur knapp ;-).

 

Dann hatte Lindas Pferd HotJazz  seine Hanna Somatics Session  - und wow, er kam aus dem Lecken, Kauen und Gähnen gar nicht mehr heraus. Das „Vorher“-Foto zeigt, dass er einen nach innen rotierten Vorderhuf hatte – danach war er komplett gerade! (… und heute – einen Tag später - war das noch genauso!)

 

Linda hat Christi, Alissa und mich zum Abendessen eingeladen und für uns gekocht. Pat kam währenddessen auch noch in den Genuss von Hanna Somatics. Es war ein SEHR netter Abend, tolle Gespräche – Amy, Pats Nichts, war noch dabei!

 

Linda war so begeistert von Hanna Somatics, dass sie Alissa für zwei weitere Tage und diverse Pferde gebucht hat - cooooooooooooooooooooooooooooooool! Ich bin schon dabei Alissa dazu zu überreden nach good old Germany zu reisen!

11.02.2013

Die Zeit geht einfach total schnell um und schon ist wieder der letzte Tag da. Auch heute gab es interessante Themen und Vorführungen: „What the Judges are REALLY Looking For“ mit Christoph Hess, „Improvement oft he Riders Mark“ mit Colleen Kelly, „Progressing through Problems“ mit Pat Parelli und finally “The Grand Prix is NOT That Difficult” mit Walter Zettl.

 

Es war ein interessanter und eindrucksvoller letzter Tag, die Köpfe rauchen, jetzt müssen alle erstmal lecken und kauen.

 

Christi, Alissa und ich sind abends noch die 4 Stunden zurück nach Ocala gefahren und hatten das schlechteste Abendessen ever bei Donkey Donuts auf dem Highway – pfui!

10.02.2013

Tag 2 des Dressage Summit und der Tag ging gleich ziemlich gut los. Pat hat schon vor der Show einigen Dressurreitern mit ihren Pferden geholfen einige Thresholds zu überwinden und auch mit dem Lusitano von gestern nachmittag nochmal gearbeitet, der bereits willig bereit war über die Plane zu gehen, die gestern noch ein unüberwindbares Hindernis zu sein schien.

 

Die erste Vorführung bestritten Pat und Lauren Barwick mit „Partnership &Patterns fort he Training Scale“ hat mich sehr beeindruckt! Es folgten: „Developing Seat & Aids for Daily Training“ mit Charles de Kunffy, “The Game of Contact” mit Linda auf HotJazz und Walter Zettl und “Advancing the Scale of Training” mit Christoph Hess und Mette Larson als Reiterin.

 

Nicht nur alle Vortragenden, sondern insbesondere auch alle Reiter waren heute sehr sehr beeindruckend. Besonders Lauren, die die komplette Vorführung geritten ist, ohne nur einmal die Zügel aufzunehmen und nur am Schluss noch etwas zu Musik im Kontakt geritten ist und Mette als letzte Reiterin mit einem Pferd, das sehr spooky ist und die die Traute hatte, am langen Zügel und im leichten Sitz vorwärts zu reiten, wie Christoph sie gecoached hat.

 

Am Abend gab es noch eine Q&A (Questions and Answers) Runde nur für die VIPs. Im Anschluss war ich mit Susan (mit der ich während der 10 Wochen bei Karen Rohlf ein Zimmer und ein Bad geteilt habe) und ihrem Freund Maurice italienisch essen und so hatte der Tag noch einen perfekten Ausklang.

09.02.2013

Tag 1 des Dressage Summit, und es ging gleich gut los – alle Tribünen, die in den letzten beiden Tagen aufgebaut wurden, dürfen auf einmal heute Morgen und für das komplette Summit nicht benutzt werden. Nur einer von vielen Versuchen das alles hier zu sabotieren, krass. Ob da wohl jemand irgendwas gegen das Summit hat ;-)!

 

Egal, Parelli macht das Beste draus, stellt jede Menge Stühle an die einzige noch offene Seite, arrangiert alle Lautsprecher neu und stellt das Richterhäuschen an einen anderen Platz und mit nur einer Stunde Verspätung kann es dann auch losgehen. Das Publikum ist entspannt!

 

Wir hatten einen super interessanten Tag. Unsere Themen waren: „The Scale of Training“ mit Christoph Hess und Linda Parelli, “The Goal of Classical Horsemanship” mit Charles de Kunffy, “Horsenality Marathon” mit Linda Parelli, “Schooling the Young Horse under Saddle” mit Walter Zettl und Linda auf HotJazz, “Schooling the Young Horse on the Ground” mit Pat Parelli.

 

Ich bin jeden Tag aufs Neue überrascht, was für einen Unterschied es macht, ob man einfach nur man selbst ist, oder ob die Leute wissen, dass man auf persönliche Einladung von Linda da ist – NICHTS ist unmöglich, und man muss einfach nur nett fragen und manchmal nicht mal das ;-)! Very interesting.

 

Um 18h gab es dann noch eine nächste freie Hanna Somatics Sessions mit Alissa, während wir auf Christi gewartet haben, die bei einem Instructor Meeting war.

 

Im Anschluss waren wir drei Mädels beim Japaner, den uns das Internet als besten Sushi Place angepriesen hat, und indeed, das war mit ABSTAND das beste Sushi, das ich jemals gegessen habe, wir mußten nochmal nachbestellen, weil es SO lecker war – ich hoffe, wir essen dort nochmal!

Fotos wie immer auf Facebook!

08.02.2013

Morgens habe ich Alissa Mayer kennengelernt, eine Hanna Somatics Trainerin (http://hannasomatics.com/) aus Kalifornien, die nachts ebenfalls in unserem B&B angekommen war und mit Christi befreundet ist. Zu dritt sind wir zum Summit gefahren und konnten bei den Proben zusehen.

 

Während die meisten Linda und Walter Zettl in der Hauptarena zugesehen haben, konnte ich auf einem Nebenplatz zusehen, wie Pat mit einer Dressurreiterin gearbeitet hat, deren Pferd ziemlich aufgeregt, ängstlich und spooky war. Es hat ca 15 min gedauert, da hatte sie nur noch die Schnalle der Zügel in der Hand und das Pferd kam aus dem Gähnen und Lecken gar nicht mehr heraus – wow!

 

Mittags haben wir schnell noch ein paar Joga-Matten gekauft, denn Alissa hat eine Hanna Somatics Session mit allen Interessierten gemacht – eine sehr interessante Erfahrung. Ich habe später noch einen Teil einer zweiten Session mitgemacht PLUS hatten wir das Glück, dass sie abends im B&B mit uns noch eine private Session gemacht hat – genial! Meine Muskeln fühlen sich sehr sehr gut an!

 

Abends hat ein Meet&Great im Rahmen eines Dinners mit den VIPs und mit der Presse stattgefunden, an dem ich teilnehmen durfte. Auch dort gab es sehr viele interessante Leute kennenzulernen. Jeder ist schon ganz gespannt auf die nächsten drei Tage des Summits!

Fotos des Tages gibt es auf Facebook!

07.02.2013

Um 9h habe ich mich mit Christi auf der Ranch getroffen und wir sind mehr oder weniger hinter Pat und Linda und dem Tourbus her nach West Palm Beach gefahren, wo wir gegen 13h angekommen sind.

 

Nach einer kleinen Tour über das Gelände haben Christi und ich beschlossen, dass wir unbedingt den Strand und das Meer sehen müssen. Da wir außerdem hungrig waren haben wir bei Charlies Crab mit Blick auf das Meer einen leckeren Salat mit Krabben und Avocado mit einem kühlen Glas  Chardonnay genossen. Danach sind wir noch eine Weile am Strand und im Wasser entlang gelaufen – nicht zu fassen am 7. Februar und das Wasser war super warm! Fotos gibt es auf Facebook.

 

Gegen 19h sind wir dann bei unserem B&B eingelaufen – hatten dort noch eine Führung durch das Haus und einen netten Smalltalk und sitzen jetzt nebeneinander vor dem Computer.

@Anette: unsere Adresse ist Misty Oaks Circle, Royal Palm Beach – sehr, sehr schön hier :-)!

06.02.2013

Morgens die gleiche Routine wie immer. Zusätzlich mußten Whisper und Jazz gewaschen werden und der große Truck wurde gepackt. Ryan und Marion sind am Vormittag mit den den Pferden Richtung Wellington aufgebrochen.

 

Jim war morgens nochmal da um zu fragen, wie LeDancer mit dem neuen Beschlag gelaufen ist gestern. Er sagte, dass er recht viele Pads unterlegen mußte, um seine Hüfte gerade zu stellen, die links tiefer war und dass er möglicherweise gestern leichte Probleme hatte, mit seinem neuen Körpergefühl zurecht zu kommen. Aber er käme später nochmal, to doublecheck if everything is all right with the shoeing. Great!

 

Da viele Sättel heute schon nach Wellington gereist sind, musste ich anfangs mehrfach ab- und aufsteigen, um das korrekte Shimming für meinen Sattel korrekt hin zu bekommen.

 

Und hier kommt mein erstes ROTES KREUZ im Kalender, heute war der erste Tag, an dem wann immer ich irgendwo hoch geklettert bin, LeDancer ohne Aufforderug sofort zu mir kam und angeboten hat mich aufsteigen zu lassen – das war sooo cool! He is just such a sweetheart. PLUS, er ist nicht mehr aufgeregt oder angespannt, wenn ich aufsteige, sondern kann relaxed stehen.

 

Nachdem er sich außerdem über Nacht an seine neuen Schuhe und Körpergefühl gewöhnen konnte lief er in der Tat heute better than ever. Seine Hinterfüße verbringen nun deutlich mehr Zeit unter als hinter seinem Körper, what a difference! Linda hat ein kurzes Video mit ihrem iPhone gemacht, so dass ich mich mal sehen konnte :-)

 

Wir „Übriggebliebenen“ kamen heute in den Genuss einen kompletten Vormittag Unterricht mit Linda zu haben – zunächst als Gruppe in Posture-Work (Arbeiten an unserer Haltung/Sitz auf dem Pferd). Mein Hauptproblem ist the opening of the hip flexors, die irgendwie zu fest geraten sind bei mir. Ob ich wohl hier im Tactor Supply ein paar neue kaufen kann ;-)?

 

Tipps von Luis Lucio (zweifacher Olympischer Dressur Reiter für das Spanische Team) für besseres Reiten:

  • schau nach vorne wohin du reitest und entwickle mehr Gefühl für dein Pferd, als dass du den Blick nach unten richtest
  • versuche deine Knie hinter dir zu haben, so sind sie am Ende zumindest unter dir
  • folge mit deinem Sitz mehr der Bewegung, als dass du sie anführst, um es dem Pferd einfacher zu machen, vor deinen Hilfen zu sein

 

Danach haben wir uns noch etwas auf die Pferde konzentriert. Ich besonders darauf flüssige Übergänge zu reiten. In den Übergängen vom Schritt zum Trab springt LeDancer mehr los, als dass er antritt. Lindas Lösung: reite vorwärts, als ob es irgendwo hin geht, verlängere die Schritte immer weiter (nicht eiliger werden!), bis du fühlst, dass der Trab „drin“ ist, dann beginne in deinem Körper zu traben (nicht mit deinem Schenkel!).  Das hat 1a funktioniert!

 

Danach haben wir noch Trab Galopp Übergänge gemacht, die rechte Hand ganz ok waren, wenn man ihm einen Rahmen gibt, in dem er sich bewegen kann und nicht so lange galoppiert, bis er aus der Balance gerät (1/2 bis ¾ Runde). Linke Hand spring er konstant im Kreuz oder Außengalopp an. Er springt dann zwar korrekt um, aber ist komplett mit den Nerven zu Fuß – möglicherweise aus Furcht vor der Korrektur. Hier haben wir eine ähnliche Technik verwendet wie für den Trab, sind im Leichttraben geblieben und haben die Tritte langsam verlängert und das Momentum gesteigert, bis der Galopp „drin“ war, dann ein wenig Gewicht in den äußeren Bügel und schwups – richtiger Galopp. Das konnte ich ohne einen einzigen Fehler 7-8 mal wiederholen und LeDancer blieb total cool und ist währenddessen sogar weiter getrocknet von der vorherigen Aufregung.

Nachmittags kam Jim wie versprochen zum zweiten Mal vorbei und hat meinen Bericht angehört. Er ist trotzdem nochmal mit mir zur Koppel gefahren und ich habe ihm LeDancer am Seil in der Bewegung gezeigt. Jim war zufrieden, LeDancer und ich auch ;-) ENORM, was ein guter Schmied machen kann!!!

 

Morgen früh fahren wir alle nach Wellington zum Dressage Summit, ich freu mich schon. Das werden super spannende und lehrreiche Tage und vermutlich ziemlich viele interessante Leute, die ich kennenlernen werde. Hoffe, ich habe Zeit euch zu berichten!

PS: weiter unten noch ein paar Fotos zu den Events!

05.02.2013

Dienstagmorgen wurden fast alle Pferde draußen gefüttert. LeDancer hatte allerdings heute morgen einen Termin zur Pediküre mit Jim und so habe ich ihn rein geholt und im Stall gefüttert.

 

Um 9h war die zweite Probe von Pats Vorführung, diesmal mit bei ihm im Stall, sondern auf dem Dressurviereck auf dem Playground. Beide Pferde waren heute deutlich besser als gestern und haben ihren Job super gemacht. Pat hat währenddessen Magic geritten und ein paar Dinge noch tiefer erklärt und demonstriert – sehr interessant.

 

Um 11h waren wir alle bei Sylvia Zerbini (http://www.sylvia-zerbini.com/) eingeladen. Sie hat und zunächst zwei Araber-Hengste und dann 6 und schließlich 9 Pferde in einer Freiheitsdressur gezeigt.

Danach hat sie uns einen schwarzen Araberhengst gezeigt, den sie geschenkt bekommen hat, der allerdings sowohl das Stallpersonal als auch sie selbst schon angegriffen und verletzt hat. Zuerst hat sie gezeigt, was sie mit ihm macht, danach hat Pat mit dem Hengst gearbeitet. Beides war sehr interessant und gleichzeitig auch ziemlich spannend zu sehen.

K800_Silvia Zerbini

Auf dem Rückweg haben wir noch für Lunch bei YumYums angehalten – LECKER! Um 16:30h waren wir zurück auf der Ranch und Christi und ich haben die verbleibenden beiden Stunden mit Tageslicht genutzt um nochmal zu reiten.

LeDancer war heute allerdings nicht in besonders guter Verfassung. Dazu kam, dass wir auf den großen Playground geritten sind, auf dem Lindas Pferde allesamt frei liefen Es hat LeDancer doch ziemlich beunruhigt, wenn die Herde näher kam.  Er hat auch deutlich mehr gescheut als die letzten Tage, was vielleicht auch am anderen Licht wegen der untergehenden Sonne lag. Mein Ziel musste ich reduzieren auf Takt und Losgelassenheit, was beides schwierig zu erhalten und zu bewahren war unter den heutigen Umständen. Als wir fertig waren hatte er hauptsächlich um die Augen und Ohren, an der Kehle und zwischen den Vorerbeinen geschwitzt…. Hoffe, morgen ist er wieder besser drauf!

04.02.2013

Puh jetzt muss ich erst mal nachdenken und sortieren, es ist so viel passiert inzwischen ;-).

 

Montagmorgen 7:30 wurden die Pferde von den Koppeln in den Stall gebracht und gefüttert. Heute kam für alle Pferde der Zahnarzt plus der Schmied für diejenigen, die zum Summit fahren.

 

Jim Crew (http://www.healthy-stride.com/) ist DER Schmied auf der Ranch. Es ist unglaublich, was er mit seiner Methode alles machen kann. Er stellt das Pferd mittels Leder-Unterlagen völlig gerade auf seine Füße, so dass jeweils die Hüften und die Schultern gleich hoch sind und die Pferde keine Gelenke in irgendwelche Richtungen rotieren. Sofort wenn er die Unterlagen nur unter die Hufe legt, beginnen die Pferde sich zu entspannen, teilweise auch zu lecken und zu kauen. Er hatte noch zwei weitere Schmiede dabei, denen er seine Arbeit erklärt hat, was es auch für mich sehr interessant gemacht hat zuzuhören.

 

Wir sind morgens alle zusammen mit Linda zum großen Playground geritten. Mein Plan für heute war: changing of bend while going straight und Schritt/Trab-Übergänge zu verbessern, die sich anfühlen, wie wenn jemand etwas zu hektisch mit Gas und Bremse umgeht. Linda hat mir ein paar Ideen mitgegeben, wie z.B. die Relax-Rein-Position um den Übergang in die niedrigere Gangart zu verbessern und es war frappierend wie schnell LeDancer das Konzept verstanden hat. Es lief super, sowohl im Leichtraben als auch im Aussitzen, so dass ich dann sogar in die Fenced Arena geritten bin um dort Achten zu reiten und darauf zu achten, dass er bei der Richtungsänderung nicht die Balance verliert und schneller wird – was eine ganze Weile gedauert hat, bevor es zum ersten Mal geklappt hat.

Außerdem habe ich den Galopp ausprobiert – oh weh – alle Füße galoppieren in irgendeine Richtung und von Sprung kann man auch nicht wirklich sprechen, der Galopp geht gar nicht über den Rücken. Wir haben es also hier mit einem reinrassigen Trab-Pferd zu tun ;-).

Am Nachmittag durfte ich bei der ersten Probe für Pats Vorführung beim Summit dabei sein, für das Marion und Lauren vorreiten werden.  Sie haben verschiedene Patterns am durchhängenden Zügel geritten und es wurde diskutiert, welche Dinge gezeigt werden sollen. Ideen und Vorschläge waren willkommen.

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Danach durfte ich auch noch der Vor-Besprechung für Lindas Vorführungen beiwohnen.

 

Dann ging es schnell kurz heim zum Umziehen und schick machen, denn abends gab es eine Abschiedsparty für Marion, die nach dem Summit nach 2 Jahren mit ihrem Pferd in die Schweiz zurück geht. Der Abend war sehr gelungen, so dass ich leider erst um 2h morgens im Bett war und ihr einen Tag länger auf meinen Bericht warten musstet ;-)

03.02.2013

Ich war um 10:30h auf der Ranch und habe als Erstes LeDancer besucht, der seine erste Nacht mit den anderen zusammen auf einer GROSSEN Koppel verbracht hat. Er war unschlüssig, ist nicht gekommen aber auch nicht weg gegangen als ich kam – obwohl er darüber nachgedacht hat, es zu tun. Leider waren alle anderen Pferde sehr aufdringlich und haben ihn weggeschickt.

 

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Zurück am Stall war Lauren Barwick mit ihrer Stute Paris eingetroffen. (Lauren ist seit Juni 2000 von der Hüfte abwärts gelähmt, nachdem ein Heuballen auf sie gefallen ist. 2008 hat sie in Beijing bei den Paralympics eine Gold- und eine Silbermedaille in der Dressur gewonnen und hat sich für die Spiele 2012 in London mit ihrer Stute Paris qualifiziert.)

Linda ist Paris heute Morgen geritten, um ihr zu helfen die fliegenden Wechsel zu verbessern. Die ersten beiden Wechsel liefen noch gut, danach wurde die Stute sehr emotional und konnte nur noch mit der Vorhand umspringen und dann wegrennen. Offensichtlich hatte sie die Erfahrung gemacht für nicht durch gesprungene Wechsel „bestraft“ zu werden. Nachdem Linda aber kein großes Aufhebens um ihre Fehler gemacht hat, sondern einfach ruhig weiter geritten ist und immer an anderen Stellen nach dem Wechsel gefragt hat, konnte sie auf einmal auch wieder mitdenken - und sofort sprang sie auch die Wechsel wieder durch – sehr schön zu sehen!

 

Danach habe ich LeDancer  von der Koppel geholt und zum Stall gebracht. Heute ging er schon mit deutlich weniger schnauben und prusten neben mir her. Es schien ihn auch nicht zu stören, dass sonst keine Pferde am Stall waren. Satteln klappte mit freiem Stehen.

Dann waren wir kurz zum Warmup im Roundpen. Richtungswechsel klappten heute fast sofort, also haben wir noch das „komm zu mir“ neu gelernt – das fand er allerdings schon ziemlich schrecklich ;-).

Fürs Trensen habe ich gestern extra Leckerlis gekauft – ABER er mag sie nicht, riecht nur dran und dreht sich weg…! Aber auch ohne Leckerli ging es schon deutlich besser als gestern.

UND als ich auf dem Aufsteigeblock geklettert war, ist er zwar einmal in sein altes Muster zurück gefallen, kam dann aber brav seitlich zu mir heran, hat dann die Augen zu gemacht und Luft angehalten und quasi gesagt „mach schnell, ich kann das nicht lange aushalten“.  OK, den Gefallen konnte ich ihm tun.

 

Wir sind dann sehr ruhigen Schrittes zum Playground geritten, auch die Brücke, vor der er gestern noch Rollbacks geübt hat, war heute kein Problem. Nach wenigen Minuten hat er abgeschnaubt und sich fallen gelassen, auch im Trab war er fast sofort bereit über den Rücken zu gehen.  Wir haben die Übungen von gestern, Slalom und wechselnde Untergründe nochmal wiederholt, alles lief sehr gut. Danach habe ich nach Dominique Barbier an Übergänge gedacht: Brustbein leicht anheben und antraben, Rücken lang machen zum durchparieren. Auch das ging super, bis ich das ausschließlich in der Arena geritten habe – dort hat er sich bei der zweiten Zirkelrunde angefangen fest zu halten. Auch abwechselnd Leichttraben und Aussitzen hat keine Verbesserung bewirkt. Also zurück auf die Wiese – dort ging es ohne Probleme! Also hin und her reiten zwischen den beiden Untergründen. Wir haben auch ein wenig Schulterherein und Travers geritten – ersteres fällt ihm deutlich schwerer. Irgendwann fing er an auf dem Gebiss zu knatschen, weil er müde im Rücken wurde. Wir sind dann am langen Zügel noch etwas um die Bäume gestreift und zurück zum Stall geritten.

 

Abspritzen kommt auf die Liste der problematischen Dinge, weniger wegen dem Schlauch, oder der Berührung mit Wasser als dass der Boden nass und damit dunkel wird – und wenn man dann noch Schweiß mit abduscht, sind noch weiße Schaumkronen da – geht DARNICHT!

 

Ich habe ihn in der Box etwas trocken und Heu fressen lassen bis ich aufgeräumt hatte und bin dann mit der Fotokamera bestückt mit ihm zurück zur Koppel. Die anderen Pferde waren in der Ferne zu sehen, aber er war happy bei mir zu bleiben, also haben wir erst ein kleines Fotoshooting (siehe Facebook) gemacht und da ich nach allem heute die Erlaubnis hatte ihn zu berühren, gab es noch ein paar Kratz-Einheiten und eine ausgiebige Massage, die er erst komisch, aber dann SEHR gut fand! Ich bin sehr gespannt auf morgen.

 

K800_20130203 LeDancer

02.02.2013

Heute Morgen ging es um 7:30h im Stall los. LeDancer musste aus seiner Roundpen-Koppel in eine Box umziehen, weil Zäune neu gemacht werden und Pferde umsortiert werden mussten. Das fand er gar nicht lustig, neue Umgebung, andere Pferde, neuer Ausblick, alles ganz schrecklich. Und geputzt werden ist auch so gar nicht sein Ding.

 

Linda sagte, wir hätten eine Einladung zu Pats Barn zu reiten und dort bei einem Cow-Working-Kurs zuzusehen. Da LeDancer schon Angst vor Rissen im Asphalt hat, kamen wir überein, dass es keine gute Idee ist, ihn heute schon mit Kühen zu konfrontieren ;-). Also sind die anderen geritten und ich bin mit dem Golf-Card hin gefahren.

Nachdem wir bei ein paar Einheiten zugesehen hatten, hat Linda mit HotJazz es ebenfalls mit den Kühen aufgenommen. Es war sehr cool zu sehen, wie auch hier das richtige Timing zum Release sehr schnell zum Verständnis beitrug, dass Kühen zu folgen eine coole Sache ist.

 

Zurück im Stall war ich mit LeDancer zunächst im Roundpen. Ohren und Augen nach außen gerichtet und Füße auf Alarm geschaltet ist er losgetrabt – und ich muss sagen, er kann sich ziemlich nett bewegen. Nachdem wir geschätzte 50x die Richtung gewechselt haben, wobei er anfangs fast aus dem Pen gesprungen ist, konnte er sich dann doch beruhigen und wollte zu mir kommen und bei mir stehen :-)!Warm up erfolgreich beendet!

 

Zum Satteln wollte ich ihn anbinden, aber das müssen wir erst noch üben, damit er nicht mit dem kompletten Stall davon läuft. Ich durfte ein neues Sattelmodell ausprobieren, das erst mal angepasst werden musste. Trensen war auch nicht wirklich in seinem Sinn, noch ein Punkt auf meiner Liste. Dann wollte ich aufsteigen – aber Menschen die erhöht auf einer Aufstieghilfe stehen gehen für LeDancer GARNICHT! Er war sofort auf 180, gespannt wie ein Flitzebogen und selten waren alle Füße gleichzeitig am Boden. Nach ca. 20 Minuten hat er mir dann doch erlaubt aufzusteigen und wir sind zum Playground geritten. Er war elektrisch bis unter die Haarspitzen, und gefühlte 3,70m groß, aber sehr artig.

 

Da seine Rippenpartie super steif ist, wenn er sich anspannt, habe ich ihn versucht ausschließlich über den Sitz zu reiten und so wenig Zügel wie möglich zu verwenden. Anfangs bin viele Kreise um Dinge geritten und habe dabei ständig die Hand gewechselt, ihn immer etwas übertreten lassen, bis er anfing sich zu entspannen, fallenzulassen, abzuschnauben und loszulassen – sofort wurde der Schritt groß und lang und schreitend.

Wir haben dann die gleichen Übungen im Trab wiederholt und holy canoly – DER kann traben! Ein super Lehrpferd für alle die Leichttraben lernen wollen, man hat einfach keine Wahl ;-). Ich habe ganz häufig die Untergründe gewechselt, Sand, Wiese, um Pylonen und Bäume, über Stangen. Je mehr er losgelassen hat, desto größer wurden auch hier die Tritte und als der Rücken ins Schwingen kam hab ich‘s auch immer mal wieder kurz mit Aussitzen versucht. Nachdem das alles gut ging, waren wir fertig und sind zur Entspannung noch etwas im Schritt um die Bäume gegangen.

Links ist eindeutig seine hohle Seite, hinten links sein schwaches Hinterbein, das manchmal weg knickt. Man hat auch deutlich gemerkt, dass er gewohnt ist, mehr festgehalten zu werden. Aber dadurch, dass er so „hot“ ist, geht er sehr fleißig vorwärts und ist sehr fein am Schenkel.

 

Linda sagte, dass er sich sehr offensichtlich mit mir deutlich wohler fühlt und entspannter sei, als mit seiner Bereiterin, die ihn für sie vorgeritten hat :-). Was für ein schönes Lob!

01.02.2013

Heute morgen war es kälter als erwartet, aber nichts gegen die Temperaturen in good old Germany schätze ich.
Um 9h habe ich Linda und das Team in ihrem neuen Stall getroffen und nach einer kurzen Vorstellungsrunde von Ryan, dem Barn-Manager, erstmal ne Führung bekommen. Alles saucool - Wände sind drehbar, so dass die Sättel und Trensen nachts in der Sattelkammer und tags draußen hängen. Netter Aufenthaltsraum mit Küche und sehr schönes Bad.
Dann habe ich LeDancer kennengelernt, mein Pferd während ich hier bin. Linda hat ihn ausgesucht, damit ich die Sorte Pferd reiten kann, die ich gewöhnt bin und kein Quarterhorse reiten muss - wie nett! Er ist ein hübscher großer, 6 jähriger, fuchsfarbener Trakehner und gehört einem lokalen Züchter. Er kennt etwas Dressur (2nd level) und ein klein wenig Parelli und erschreckt sich vor fast allem!
Die Pferde des Teams waren bereits fertig, also gabs ein kurzes Warm-up am Stall und dann ab auf den Playground - ich mit den Hunden und dem Golfcard hinterher. Während ich am Zaum stand und den Reitern in der fenced arena zugesehen habe, standen auf einmal Remmer und HotJazz neben mir, der sich dann noch irgendwann neben mich gelegt hat :-)
Am Nachmittag habe ich mich LeDancer bekannt gemacht. Erste Hürde war gleich die Tür des Pens in dem er lebt, die ihm ein zu großer Engpass ist, nächste Hürde ein Wasserschlauch, der auf der Wiese lag, Prinkleranlagen und sogar dass der Asphalt auf dem Weg zum Playground Risse hat, usw. usw.!
Zum Glück tendiert er nicht dazu sich los zu reissen und ist alles in Allem ein sehr höfliches Pferd. Als er gemerkt hat, dass ich an all den Orten durchaus schonmal war, mich auszukennen scheine und nicht dazu neige ebenfalls Angst zu haben ging es etwas besser. Wir haben uns also ein bissel umgeschaut und touch-it gespielt, erst mit der Nase und später auch mal mit den Füssen. Als wir zurück im Pen ankamen, musste er erstmal seine Füsse bewegen - kam dann aber zu mir zurück und ich hatte ein schönes stick-to-me.
Alle anderen waren schon wild an den Vorbereitungen bei denen ich dann auch geholfen habe. Ab 17h fand Lindas Barn-Warming-Party (Stall-Einweihung) statt - wenn das kein toller Empfang ist. Es gab Chicken-BBQ, Salate, Cupcakes, ein paar Reden und eine Feuerkünstlerin und war sehr cool!
So hatte mein erster Tag gleich 12 Stunden und da mich die Zeitverschiebung noch ziemlich im Griff hat und es morgen um 7:30h los geht, werd ich jetzt ins Bett gehen ;-O

31.01.2013

Alles hat bereits perfekt angefangen:

Ich hatte einen überaus angenehmen Flug, bei dem zwei Sitzplätze neben mir FREI waren und bin nach 11 Std bei Sonnenuntergang in Orlando gelandet.

Ich kam schnell aus dem Flieger und konnte auf dem Weg zum Immigration viele Bummler überholen, so dass ich in der Reihe VORNE stand. Der Officer war sau-nett und ich bin nach etwas smalltalk fix ohne pipapo "eingereist".

VORNE an Gepäckband, weil das restliche Flugzeug am Immigration anstand und Koffer gleich da.

VORNE an dem einen geöffneten Counter am Zoll und schnell durch.

Da der kleinste Mietwagen nicht verfügbar war (wie immer und berechnet ;-)) - habe stattdessen nen coolen weißen Jeep bekommen. (Natürlich Automatic, was im Parkhaus erstmal dazu geführt hat, dass die Mietwagenfirma leichte Angst um ihr Auto hatten, weil mein Kupplungsfuss 2x die Bremse erwischt hat ;-)!)

Gut durchgekommen und früher als erwartet in Ocala angekommen, so dass ich noch schnell shoppen gehen konnte ;-)